Juni-Update, KB5094126

Juni-Update KB5094126: Windows 11 wird bis zu 70 Prozent schneller

12.06.2026 - 05:42:38 | boerse-global.de

Microsoft öffnet lokale KI-Features für Nvidia-Grafikkarten ab RTX 30. Das Juni-Update bringt zudem deutliche Temposteigerungen.

Windows 11 KI-Funktionen: Jetzt auch auf Nvidia RTX 30 nutzbar
Juni-Update - A close-up of an Nvidia RTX 30-series graphics card inside a PC, with digital AI network lines overlaid. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Mit Nvidia-Grafikkarten ab der RTX-30-Serie lassen sich Sprachmodelle jetzt lokal ausführen.

Bislang waren die lokalen KI-Features von Windows 11 exklusiv den sogenannten „Copilot+“-Geräten vorbehalten – Rechnern mit spezieller KI-Hardware in Form eines Neural Processing Units (NPU). Diese Beschränkung fällt nun. Microsoft hat die Windows App SDK aktualisiert und ermöglicht Entwicklern, KI-Funktionen über handelsübliche Grafikkarten von Nvidia anzusteuern. Voraussetzung: eine RTX-30-Serie oder neuer mit mindestens sechs Gigabyte Videospeicher.

Das Phi-Silica-Sprachmodell, das bei Bedarf über Windows Update nachgeladen wird, kann damit Texte zusammenfassen, umschreiben oder formatieren – und das alles lokal auf dem Rechner. Der Vorteil: Daten verlassen das Gerät nicht, die Abhängigkeit von Cloud-Diensten sinkt deutlich.

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Voraussetzungen und Einschränkungen

Wer die neuen Funktionen nutzen will, braucht Windows 11 in der Version 25H2, den Entwicklermodus sowie den Nvidia-Treiber 615.21 Beta. Das klingt nach viel Hürden – doch Microsoft arbeitet offenbar daran, die Technik schrittweise in den Regelbetrieb zu überführen. Unterstützung für AMD-Grafikkarten ist in Aussicht gestellt.

Einige Premium-Features bleiben allerdings exklusiv den NPU-Geräten vorbehalten. Dazu gehört die umstrittene „Recall“-Funktion, die regelmäßig Bildschirmausschnitte speichert und durchsuchbar macht. Wer sie nutzen will, kommt um einen Copilot+-PC nicht herum.

Juni-Update bringt spürbare Tempo-Gewinne

Parallel zur KI-Öffnung hat Microsoft das Juni-Update KB5094126 für Windows 11 ausgerollt. Es enthält ein neues „Low Latency Profile“, das die Systemreaktion spürbar verbessert. Beim Klick auf das Startmenü oder die Systemsuche rechnet die CPU nun für ein bis drei Sekunden hoch – das Ergebnis: Systemmenüs öffnen sich bis zu 70 Prozent schneller, Programme starten bis zu 40 Prozent flotter.

Weitere Neuerungen: Nutzer können jetzt Audio gleichzeitig an zwei Kopfhörerpaare senden, der Taskmanager zeigt die NPU-Auslastung an, und die Suche liefert bereits nach zwei eingegebenen Zeichen Ergebnisse.

Neue Hardware-Partnerschaft: Nvidia und Microsoft rüsten auf

Schon auf der Computex Anfang Juni zeigte sich, wohin die Reise geht. Nvidia präsentierte den RTX Spark Superchip – eine Arm-basierte Plattform, die eine 20-Kern-Grace-CPU mit einer Blackwell-GPU (6.144 CUDA-Kerne) kombiniert. Das System schafft bis zu einer Billiarde KI-Operationen pro Sekunde und verfügt über 128 Gigabyte einheitlichen Speicher. Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern ließen sich damit lokal betreiben.

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Die Zusammenarbeit zwischen Nvidia und Microsoft geht aber weit über einzelne Chips hinaus. Beide Unternehmen arbeiten an einem einheitlichen KI-Technologie-Stack, der „agentische KI“ – also weitgehend autonom handelnde KI-Agenten – über Windows, Azure und lokale Systeme hinweg ermöglichen soll. Für Unternehmen besonders interessant: Im Microsoft-Fabric-Data-Warehouse beschleunigt Nvidia-Technik SQL-Abfragen um das bis zu Sechsfache.

Erste Laptops mit dem RTX-Spark-Chip sollen im Herbst auf den Markt kommen. ASUS, Dell, HP, Lenovo und MSI haben bereits angekündigt, entsprechende Modelle zu liefern. In ersten Tests liefen KI-Aufgaben in Adobe-Software auf den neuen Geräten doppelt so schnell wie auf Vorgängersystemen.

Fazit: Microsoft demokratisiert den Zugang zu lokaler KI – und bereitet gleichzeitig den Boden für die nächste Generation intelligenter Assistenten. Wer eine halbwegs moderne Grafikkarte besitzt, kann schon heute einsteigen.

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