Juckreiz bei Hunden: Ausschlussdiät muss mindestens acht Wochen dauern
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 05:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Reduktion von Zellschäden und Entzündungsprozessen steht zunehmend im Fokus aktueller Produktentwicklungen und medizinischer Ratgeber. Dabei zeigen sich sektorübergreifende Trends, die von spezialisierten Behandlungen in der Tiermedizin über industrielle Biotechnologie bis hin zu neuen Wirkstoffträgern in der Kosmetik reichen.
Besonders der Einsatz von Mikroalgen-Extrakten und pflanzlichen Inhaltsstoffen gewinnt an Bedeutung, um gesundheitliche Beeinträchtigungen präventiv oder therapeutisch zu adressieren.
Ursachenforschung und Behandlungsansätze bei Hauterkrankungen von Hunden
Ein zentrales Thema in der Veterinärmedizin ist die Behandlung von Juckreiz bei Hunden, der als Symptom für verschiedene Grunderkrankungen auftreten kann. Fachberichte weisen darauf hin, dass die Ursachen vielfältig sind und von Parasitenbefall über bakterielle Hautinfektionen bis hin zu komplexen Allergien oder organischen und psychischen Problemen reichen.
Eine präzise tierärztliche Diagnose gilt dabei als unerlässlich, insbesondere wenn Symptome wie blutige, nässende oder übelriechende Hautstellen, Haarausfall oder Apathie auftreten.
Bei dem Verdacht auf eine Futtermittelallergie hat sich die Durchführung einer Ausschlussdiät bewährt, die über einen Zeitraum von mindestens 8 Wochen konsequent verfolgt werden sollte.
Zur direkten Linderung von starkem Juckreiz kommen vermehrt monoklonale Antikörper zum Einsatz. Diese biotechnologisch hergestellten Wirkstoffe zeigen laut aktuellen Fachinformationen in der Regel eine Wirkungsdauer von etwa 4 Wochen und zielen darauf ab, den Entzündungskreislauf zu unterbrechen.
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Skalierung der Mikroalgenproduktion im Biotech-Ökosystem Berlin-Brandenburg
Parallel zu den Entwicklungen in der Tiermedizin gewinnt die industrielle Biotechnologie an Kapazität. Das Unternehmen Algene treibt den Ausbau einer Produktionsplattform für Mikroalgen voran, die für die Bereiche Ernährung, Kosmetik, Life Sciences und Aquakultur konzipiert ist.
Die technische Infrastruktur umfasst laut Unternehmensangaben eine Reinraumfläche von 3.600 m² sowie ein Produktionsvolumen von 210.000 Litern, verteilt auf 21 Produktionsstränge. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Nachhaltigkeit: Der Prozess ist so ausgelegt, dass eine Wasserrecycling-Quote von 95 % erreicht wird.
Obwohl Algene nicht direkt in Berlin ansässig ist, wird das Unternehmen dem Biotech-Ökosystem Berlin-Brandenburg zugerechnet. Nach Angaben der Cluster-Initiative HealthCapital ist die Region ein bedeutender Standort für die Branche.
In Berlin-Brandenburg sind über 300 Biotech-Unternehmen mit insgesamt rund 8.200 Beschäftigten tätig, wobei etwa 50 Firmen dem Bereich der industriellen Biotechnologie zuzuordnen sind. Auch auf politischer Ebene findet dieser Sektor Beachtung: Die EU fördert den Ausbau des Algensektors, sieht jedoch weiterhin Herausforderungen in der industriellen Skalierung sowie der langfristigen Finanzierung.
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Neue Nahrungsergänzungsmittel und der Einsatz von Exosomen in der Kosmetik
Ein konkretes Beispiel für den Einsatz innovativer Inhaltsstoffe zur Unterstützung der Zellfunktion ist das Nahrungsergänzungsmittel HEPAROM® Leberkomplex, das ab Anfang Oktober 2026 exklusiv in Apotheken zur Verfügung stehen soll.
Die Rezeptur basiert auf einer Kombination aus Cholin, Mariendistelfrüchte-Extrakt sowie den Vitaminen E und B12. Ein markanter Bestandteil ist ProAntro®, ein Rohstoff aus dem Myzel von Antrodia camphorata, der in der EU offiziell als Novel Food zugelassen ist.
Fachärzte weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass solche Präparate eine medizinische Abklärung sowie eine gesunde Lebensweise inklusive ausgewogener Ernährung und Bewegung nicht ersetzen können.
Zudem etabliert sich in der Kosmetikbranche die Nutzung von Exosomen als Wirkstoffträger. Diese mikroskopisch kleinen Vesikel transportieren Proteine, Fette und RNA zwischen Zellen und sollen die Hautregeneration sowie die Kollagenbildung unterstützen. Die Wirksamkeit hängt dabei maßgeblich von der Herkunft, Stabilität und Konzentration der Exosomen ab.
Während Unternehmen wie Paula’s Choice nach einer fünfjährigen Forschungsphase Seren mit Phyto-Exosomen auf den Markt bringen und auch Anbieter wie Weleda oder Cosrx auf pflanzliche Exosomen setzen, fehlen bislang noch umfassende, unabhängige klinische Studien, um die langfristigen Effekte abschließend bewerten zu können.
