James Dyson Award: NURA setzt sich gegen mehr als 2.200 Einreichungen durch
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 15:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das deutsche Entwicklungsprojekt NURA hat mit einem tragbaren Armband zur Übersetzung von Gebärdensprache in gesprochene Sprache die internationale Runde der besten 20 Beiträge beim James Dyson Award 2026 erreicht.
Die von Samuel Nagel und Paul Feiler entwickelte Technologie qualifizierte sich damit für die finale Phase des weltweiten Ingenieur- und Designwettbewerbs, wie aus den am 14. Oktober 2026 veröffentlichten Berichten zur Auswahl der Finalisten hervorgeht.
Auswahl aus mehr als 2.200 weltweiten Einreichungen
Die internationale Vorauswahl traf ein Gremium aus zwölf Ingenieuren des Unternehmens Dyson aus Großbritannien, den USA, Singapur, Malaysia und den Philippinen. Sie filterten die 20 überzeugendsten Konzepte aus einem Feld von über 2.200 Beiträgen weltweit heraus.
Für das Urteil der Fachjury waren insbesondere Kriterien wie die Funktionalität der Erfindung, die Systematik des Designprozesses, der Grad der Originalität sowie die kommerzielle Machbarkeit ausschlaggebend. Am Wettbewerb nehmen insgesamt 28 Länder teil; in Südkorea begeht der James Dyson Award in diesem Jahr zudem sein zehnjähriges Bestehen.
NURA wird in der globalen Bestenliste offiziell als deutscher Beitrag geführt. Das Konzept zielt darauf ab, Kommunikationsbarrieren zwischen Gehörlosen und Hörenden abzubauen: Das System registriert Gebärden über die Bewegungen und Signale am Handgelenk und überträgt diese in verständliche Sprachausgabe.
Ein deutscher Beitrag hat es mit einem tragbaren Übersetzungsarmband in die internationale Top 20 eines weltweiten Ingenieurwettbewerbs geschafft — aus über 2.200 Einreichungen. Die Jury bewertet Funktionalität, Designprozess, Originalität und kommerzielle Machbarkeit. Wer mit seinem Medizintechnik-Projekt in die nächste Bewerbungsrunde will, findet hier die entscheidenden Hebel. Kostenlosen Award-Leitfaden anfordern
Starke Konkurrenz im Bereich Medizintechnik
Unter den 20 Finalisten befinden sich zahlreiche weitere Innovationen aus der Gesundheits- und Hilfsmitteltechnologie. Aus Kanada schaffte es SoleTrace von Hyunjae Noh in die Runde, ein Verfahren, das mithilfe von künstlicher Intelligenz und Smartphones Gangveränderungen analysiert, um frühe Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung zu erkennen.
Ebenfalls aus Kanada stammt AnemoSwab von Yonatan Morocz, das Atempartikel statt herkömmlicher Nasenabstriche für Tests auf Atemwegserkrankungen nutzt. Aus China wiederum zog CaneSight von Bing He Sun als Navigationshilfe für sehbehinderte Menschen in die Top 20 ein.
Zu den weiteren medizinischen Finalisten zählen BiDaKidney aus den Philippinen, ein von Andrew Jacob Buensalido und Allyson Cabrestante entwickeltes System für die halbautomatische Peritonealdialyse zu Hause, sowie Fixwing von einem Absolvententeam der südkoreanischen Hanyang-Universität. Letzteres kombiniert Venenkatheter und Fixierung in einem origami-inspirierten Mechanismus zur Einhand-Bedienung.
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Entscheidung über den Hauptpreis im November
Die abschließende Beurteilung und die Auswahl des globalen Gesamtsiegers obliegt dem Unternehmensgründer Sir James Dyson persönlich. Die Bekanntgabe des Gewinnerprojekts soll am 4. November 2026 erfolgen. Der Hauptpreis des internationalen Wettbewerbs ist mit 30.000 britischen Pfund dotiert.
