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Fonds, ETFs

Ist der Ausgabeaufschlag ein Renditekiller bei Fonds?

20.09.2021 - 10:20:31

Oftmals ist die Rede davon, dass sich diverse Gebühren wie beispielsweise der Ausgabeaufschlag deutlich auf die Gewinne bei einer Anlagestrategie mit Fonds auswirken können. Doch was bedeutet das in der Praxis? Wie massiv wirkt sich der Ausgabeaufschlag tatsächlich aus? Das folgende Beispiel zeigt, dass es sich lohnt, ein wenig Mühe in die Suche nach Fonds ohne Ausgabeaufschlag oder ETFs zu investieren.

 
Quelle: pixabay.com

Warum gibt es Ausgabeaufschläge auf Fonds?

Fonds werden in der Regel aktiv gemanagt und diese Aktivität wollen sich viele Betreiber von ihren Kunden auch bezahlen lassen.

Der Ausgabeaufschlag wird im Normalfall dazu verwendet, die Vertriebskosten des Fondsanbieters abzudecken. Darin enthalten sind unter anderem die Kosten für die Erstellung von Fondsunterlagen und Verkaufsbroschüren, aber auch eine Provision für die Vertriebspartner, die die Fonds vertreiben.

Die Höhe des Ausgabeaufschlages variiert in den meisten Fällen zwischen drei und sechs Prozent und ist vor allem von der Art des Fonds abhängig. Rentenfonds bewegen sich oft am unteren Limit dieser Skala, während vor allem viele Immobilienfonds hohe Aufschläge beinhalten.

Kunden fragen sich allerdings zurecht, warum sie diese Kosten übernehmen sollen. Vor allem suchen sie nach Wegen, sich den Ausgabeaufschlag zu sparen. Wer einen aktiv gemanagten Fonds ohne Ausgabeaufschlag finden möchte, sollte sein Glück bei unabhängigen Fondsvermittlern wie beispielsweise der AAV Fondsvermittlung versuchen.

Viele dieser unabhängigen Vermittler bieten ihren Kunden Rabatte von bis zu 100 Prozent auf den Ausgabeaufschlag und auch die laufenden Depotgebühren.

Wie wirkt sich der Ausgabeaufschlag auf die Rendite aus?

Konsumenten fragen sich zurecht, ob diese paar Prozentpunkte großen Einfluss auf die dauerhafte Rendite des Ersparten haben können. Die Antwort darauf findet sich am besten bei einem einfachen Beispiel:

Angenommen, es sollen 10.000 Euro in einen aktiv gemanagten Fonds investiert werden. Der Ausgabeaufschlag wird dabei im Fondsprospekt mit sechs Prozent ausgewiesen. Der Aufschlag kann entweder nach der Brutto- oder Nettomethode verrechnet werden. Heutzutage wenden die meisten Betreiber die Nettomethode an. In diesem Fall sind die sechs Prozent Ausgabeaufschlag bereits in der Investition von 10.000 Euro enthalten. Das bedeutet, 9.434 Euro entfallen auf den Kauf von Fondsanteilen, der Ausgabeaufschlag beträgt 566 Euro.

In weiterer Folge gehen wir bei unserem Beispiel von einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von fünf Prozent aus und beobachten, wie sich in einem Zeitraum von 20 Jahren der Ausgabeaufschlag auf den Gewinn auswirkt. Das Beispiel ist selbstverständlich nur theoretisch und lässt andere Gebühren wie beispielsweise die jährliche Depotgebühr außen vor.

Der Online-Zinsenrechner weist bei einem Ausgangsbetrag von 10.000 Euro in diesem Fall ein Endkapital von 26.532,98 aus. Beim Ausgangsbetrag von 9.434 Euro (10.000 Euro abzüglich des Ausgabeaufschlags von 566 Euro) ergibt sich lediglich ein Endkapital von 25.031,21 Euro. Somit ergibt sich durch den Ausgabeaufschlag eine Differenz von 1.501,77 Euro am Ende der Laufzeit.

Die Antwort, ob ein paar Prozentpunkte beim Ausgabeaufschlag entscheidend für den Erfolg einer Investition sind, kann anhand dieses Beispiels also eindeutig mit Ja beantwortet werden.

ETFs: Eine mögliche Alternative zu aktiv gemanagten Fonds

In den letzten Jahren verlieren aktiv gemanagte Fonds immer mehr an Bedeutung, während sogenannte ETFs im Aufwind sind. Im Gegensatz zu den Fonds werden diese nicht aktiv gemanagt, sondern sind börsengehandelte Indexfonds. Das bedeutet, sie bilden einen ganzen Index wie beispielsweise den DAX oder den Dow Jones 1:1 nach, ohne dass es dafür erforderlich ist, alle einzelnen Aktien zu kaufen.

Der größte Vorteil der ETFs gegenüber Fonds ist, dass sie in der Regel einfach weniger kosten. Bei ETFs gibt es bis auf ganz wenige Ausnahmen keine Ausgabeaufschläge. Da im Gegensatz zu einem aktiv gemanagten Fonds auch nicht ständig Werte gekauft und verkauft werden, werden die dafür fälligen Börsengebühren eingespart.

Eine Langfrist-Studie von Finanzökonom Mark Carhart zeigt, dass sich nur wenige Fonds besser entwickeln als ETFs. Bei der Analyse von insgesamt 1.892 Fonds fand er heraus, dass sich von diesen nur sechs Prozent besser entwickelten als der jeweilige Index.

Doch die ETFs haben selbstverständlich auch Nachteile. Dazu zählt beispielsweise, dass ETF-Investoren ihre Teilnahme an Hauptversammlungen den Fondsgesellschaften überlassen und damit auch kein Mitspracherecht an den Unternehmen im Index wahrnehmen können.

In letzter Konsequenz liegt es im Ermessen des Anlegers, ob er sich lieber für aktiv gemanagte Fonds ohne Ausgabeaufschlag oder ETFs entscheidet. Die beste Strategie ist wahrscheinlich in diesem Fall nicht "Entweder-Oder", sondern "Sowohl-als-auch".