ISS: Vier Astronauten mit SpaceX zur Raumstation gestartet
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 18:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSVier Astronauten sind mit einer Crew Dragon des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS gestartet.
Start in Florida
Die NASA-Astronauten Jessica Watkins und Luke Delaney, der kanadische Astronaut Joshua Kutryk sowie der russische Kosmonaut Sergej Teterjatnikow brachen als sogenannte Crew 13 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida auf.
Rund acht Stunden nach dem Start wurde die Ankunft an der ISS erwartet. Nach Angaben der NASA wäre dies die bislang schnellste Reise zur Raumstation.
Sechs Monate im All
Für Delaney, Kutryk und Teterjatnikow ist es der erste Aufenthalt im All, Watkins fliegt zum zweiten Mal zur ISS. Die vier Raumfahrer sollen rund sechs Monate an Bord der Raumstation bleiben.
Ablösung für Crew 12
Die neue Besatzung soll die Crew 12 ablösen. Zur bisherigen Crew gehören die NASA-Astronautin Jessica Meir, ihr Kollege Jack Hathaway, der russische Kosmonaut Andrej Fedjajew und die Französin Sophie Adenot. Sie sind seit Februar im All; ihre Rückkehr ist frühestens für die kommende Woche geplant.
Die ISS als dauerhaftes Forschungszentrum
Der Crew-Wechsel steht für den routinierten Betrieb der Internationalen Raumstation. Seit Jahren wechseln sich internationale Besatzungen in regelmäßigen Abständen ab, damit Forschung, Wartung und wissenschaftliche Experimente ohne längere Unterbrechung fortgesetzt werden können. Die sechsmonatige Aufenthaltsdauer entspricht dabei dem üblichen Rhythmus vieler ISS-Expeditionen.
Internationale Zusammenarbeit trotz Spannungen
Die Zusammensetzung der neuen Crew verbindet Raumfahrtprogramme aus den USA, Kanada, Russland und Frankreich. Gerade weil die politischen Beziehungen zwischen Russland und westlichen Staaten angespannt sind, bleibt die ISS ein praktisch sichtbares Beispiel für Kooperation in einem technisch und organisatorisch eng verflochtenen Bereich. Der gemeinsame Betrieb verlangt abgestimmte Starts, Versorgung, Kommunikation und Notfallplanung.
Bedeutung des schnellen Transfers
Die geplante Ankunft rund acht Stunden nach dem Start wäre nach Angaben der NASA die schnellste Anreise zur ISS. Kürzere Flugzeiten verringern die Belastung für die Raumfahrer und erleichtern die Übergabe zwischen den Besatzungen. Für die Öffentlichkeit ist der Start zudem ein weiterer Beleg dafür, wie stark bemannte Raumflüge inzwischen auf wiederverwendbare private Trägersysteme und die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Raumfahrtagenturen und Unternehmen angewiesen sind.
