iPhone Ultra: Apples Foldable startet mit 2.000-Dollar-Preis
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 00:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple hat sein erstes faltbares Smartphone in die Massenproduktion geschickt. Nachdem technische Probleme bei der Scharnier-Konstruktion gelöst wurden, läuft die Fertigung des möglicherweise als iPhone Ultra bezeichneten Geräts seit Ende Juli. Die offizielle Vorstellung wird für September erwartet – ein wichtiger Schritt für den Konzern, der zuletzt bei neuen Produktkategorien schwächelte.
Doppel-Display und starke Ausstattung
Das faltbare iPhone setzt auf ein Zwei-Display-Design: Außen verbaut Apple einen 5,5-Zoll-Bildschirm, innen wartet ein größeres faltbares Panel mit 7,6 bis 7,8 Zoll. Das Seitenverhältnis von 4:3 erinnert an das Format des iPad mini und dürfte vor allem für Produktivitäts-Apps interessant sein.
Im Inneren soll der neue A20- oder A20-Pro-Chip arbeiten, unterstützt von 12 Gigabyte Arbeitsspeicher. Die Speicherkapazität reicht laut Berichten bis zu 2 Terabyte. Für Fotos sind zwei 48-Megapixel-Kameras auf der Rückseite geplant, zudem Kameras auf beiden Displays. Überraschend: Auf eine Telefoto-Linse verzichtet Apple beim Foldable ebenso wie auf Face ID – stattdessen setzt der Konzern auf Touch ID.
Der Akku bietet eine Kapazität zwischen 5.400 und 5.800 Milliamperestunden. Wie schon bei den aktuellen iPhone-Modellen üblich, kommt auch das Faltmodell ohne physisches SIM-Fach aus und setzt vollständig auf eSIM.
Kompaktes Gehäuse mit fast unsichtbarer Falte
Die Maße des iPhone Ultra sind beachtlich: Im geschlossenen Zustand misst das Gerät 117 Millimeter in der Höhe und 84,27 Millimeter in der Breite. Die Dicke beträgt zusammengeklappt rund 11 Millimeter, aufgeklappt nur 4,5 bis 5,2 Millimeter. Der markante Kamerabuckel addiert im geschlossenen Zustand weitere 5,57 Millimeter.
Besonders stolz ist Apple offenbar auf das Scharnier: Die Falte im Display soll weniger als 0,15 Millimeter tief sein, der Öffnungswinkel unter 2,5 Grad liegen – das wäre nahezu unsichtbar und ein deutlicher Fortschritt gegenüber Konkurrenzmodellen. Als Zulieferer für das Scharnier konnten der taiwanesische Hersteller Hsinchu Hsing und der US-Konzern Amphenol gewonnen werden. Die Komponente kostet Apple Schätzungen zufolge 70 bis 80 US-Dollar pro Einheit. Die Endmontage übernimmt Foxconn.
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Premium-Preis und ambitionierte Ziele
Mit einem Einstiegspreis von voraussichtlich 2.000 bis 2.500 US-Dollar positioniert sich das iPhone Ultra klar im Luxussegment. Die teuersten Modelle mit maximalem Speicher könnten bis zu 3.000 US-Dollar kosten – das wäre das teuerste iPhone aller Zeiten.
Der bekannte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo rechnet für 2026 mit Verkäufen von sieben bis acht Millionen Einheiten. Allein im dritten Quartal sollen 500.000 bis eine Million Geräte ausgeliefert werden. Der Druck auf Apple ist hoch: Das Vision Pro-Headset enttäuschte mit nur 45.000 verkauften Einheiten im vierten Quartal 2025. Das Foldable soll nun zeigen, dass der Konzern auch außerhalb des klassischen iPhone-Geschäfts liefern kann.
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Marktstart im Oktober?
Offiziell vorgestellt werden soll das iPhone Ultra voraussichtlich am 9. September im Rahmen einer Keynote zusammen mit der iPhone-18-Pro-Serie. Branchenbeobachter warnen jedoch: Die komplexe Fertigung könnte den tatsächlichen Verkaufsstart bis in den Oktober verschieben. Ein genaues Datum hat Apple bislang nicht genannt – typisch für den Konzern, der Details erst auf der Bühne preisgibt.
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