iPhone Ultra: Apples faltbares Flaggschiff mit 4,5-mm-Dicke
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 03:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wie Mark Gurman von Bloomberg am 23. August 2026 berichtete, haben erste Tester des faltbaren iPhone Ultra detaillierte Einblicke in die Handhabung und Technik des neuen Geräts gegeben.
Die Rückmeldungen fallen weitgehend positiv aus: Besonders das kompakte Taschenformat, die Haptik des Scharniers sowie die allgemeine Haltbarkeit stießen auf Begeisterung. Die Software-Oberfläche orientiere sich laut den Testern an iPad-ähnlichen App-Layouts, während das Außendisplay im zugeklappten Zustand effektiv als Kamerasucher genutzt werden könne.
Haptik und Displayeigenschaften im Fokus
Das iPhone Ultra zeichne sich durch eine extrem geringe Bauweise aus. Im ungefalteten Zustand betrage die Dicke lediglich 4,5 mm, während das Gehäuse zusammengeklappt auf eine Stärke von 9,4 mm komme.
Das Gerät verfüge über ein 5,5-Zoll-Außendisplay und ein inneres Display, dessen Diagonale zwischen 7,6 und 7,8 Zoll liege. Die Anzeige im 4:3-Format erreiche eine Helligkeit von 3.000 Nits und werde durch Ceramic Shield 2 geschützt.
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Ein technisches Highlight sei die nahezu unsichtbare Displayfalte. Diese sei weniger als 0,15 mm tief und weise einen Winkel von 2,5 Grad auf. Zum Vergleich: Konkurrenzprodukte wie das Galaxy Z Fold 7 besitzen eine Vertiefung von 0,7 mm bei einem Winkel von 3 bis 4 Grad.
Ermöglicht werde dies durch ein spezielles Flüssigmetall-Scharnier und 3D-gedruckte Titan-Komponenten, deren Produktionskosten auf 70 bis 80 US-Dollar pro Einheit geschätzt werden.
Technische Kompromisse bei Kamera und Biometrie
Trotz der technologischen Neuerungen müssen Nutzer laut Gurman gewisse Kompromisse in Kauf nehmen. Das iPhone Ultra verzichte auf ein Teleobjektiv. Stattdessen sei eine Dual-Kamera verbaut, die aus einer 48-Megapixel-Hauptlinse und einem Ultraweitwinkel-Objektiv bestehe.
Auch bei der biometrischen Entsperrung geht Apple neue Wege: Anstelle der gewohnten Face-ID-Technologie komme Touch ID zum Einsatz, das in den Seitenknopf integriert sei. Diese Entscheidung sei der geringen Gehäusedicke von 4,5 mm geschuldet.
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Für die Integration von Face ID wären doppelte Systeme für das Innen- und Außendisplay notwendig gewesen. Der Verzicht auf diese Komponenten spare wertvollen Platz, der stattdessen für einen größeren Akku sowie eine Vapor-Chamber-Kühlung genutzt werde.
Produktionsziele und Preisgestaltung
Unter der Haube soll das Gerät mit dem im 2nm-Verfahren gefertigten A20 Pro-Chip und 12 GB Arbeitsspeicher ausgestattet sein. Die Preisgestaltung spiegelt den hohen technischen Aufwand wider: Experten erwarten einen Einstiegspreis von 2.000 US-Dollar, der je nach Ausstattung auf über 2.500 US-Dollar steigen könne.
Hinsichtlich des Marktstarts gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Während Branchenanalysten wie Ming-Chi Kuo eine Vorstellung um den 9. September 2026 und eine Markteinführung am 18. September 2026 für möglich halten, deutete ein Bericht vom 22. August 2026 auf eine Verschiebung hin.
Demnach könnten Probleme beim Scharnier-Design und bei den Leiterplatten den Start auf Anfang 2027 verzögern. Bereits Mitte Mai 2026 war die Testproduktion bei Foxconn kurzzeitig unterbrochen worden, da das Scharniersystem Hochfrequenz-Tests nicht bestanden hatte. Dennoch liegt das Produktionsziel für die kommenden drei bis fünf Monate bei rund 10 Millionen Einheiten.
