iPhone Ultra: Apples erstes Falt-Smartphone kommt im September
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 13:58 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der US-Konzern will im September 2026 sein erstes faltbares Smartphone vorstellen – ein riskanter Schritt in einem schrumpfenden Markt. Das Gerät mit dem Arbeitstitel iPhone Ultra könnte die Zukunft der Marke neu definieren.
Ein neuer Chef, ein neues Kapitel
Es ist ein Herbst der Superlative bei Apple. Am 1. September übergibt Tim Cook die Führung an John Ternus, den bisherigen Hardware-Chef. Nur wenige Tage später, am 8. oder 9. September, soll das erste faltbare iPhone der Öffentlichkeit präsentiert werden. Branchenbeobachter sprechen von einem der wichtigsten Produktlaunches der Firmengeschichte.
Neben dem Falt-Modell werden auch das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max erwartet. Doch während die Ankündigung für September geplant ist, könnten sich Auslieferungen und Vorbestellungen des Falt-Handys aufgrund komplexer Fertigungsprozesse bis ins vierte Quartal 2026 verzögern.
Technische Finesse: Was das iPhone Ultra können soll
Das Design erinnert an ein Buch: Ein nach innen klappbarer Bildschirm mit einem inneren OLED-Display zwischen 7,6 und 7,8 Zoll und einem äußeren Bildschirm von rund 5,5 Zoll. Im aufgeklappten Zustand soll das Gerät nur etwa 4,5 Millimeter dünn sein, zusammengeklappt zwischen 9 und 9,5 Millimetern.
Besonders spannend ist die Frage nach der Haltbarkeit. Apple experimentiert offenbar mit zwei verschiedenen Scharnierkonstruktionen: einem Scharnier aus amorpher Metalllegierung (Flüssigmetall) und einem 3D-gedruckten Bauteil. Die faltbaren Panels liefert exklusiv Samsung Display – angeblich mit einer neuen „Flex Titanium"-Technologie, die die mechanische Steifigkeit erhöhen soll.
Um das schlanke Profil zu ermöglichen, verzichtet Apple bei diesem Modell voraussichtlich auf Face ID und eine Telephoto-Linse. Stattdessen soll ein Touch-ID-Sensor in der seitlichen Einschalttaste die biometrische Authentifizierung übernehmen. Hinweise aus der Beta-Version von iOS 27 untermauern diese Gerüchte: Entwickler fanden Code-Referenzen zu Scharnierwinkeln und Klappzuständen.
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Die iPhone-18-Reihe: Verschiebungen und Upgrades
Die Einführung des Falt-iPhones führt zu einer Neuordnung der gesamten Produktpalette. Während die Pro- und Ultra-Modelle im Herbst kommen, wurden das Standard-iPhone 18, ein günstigeres iPhone 18e und ein schlankes „iPhone Air" offenbar auf Anfang 2027 verschoben.
Die High-End-Modelle im September erhalten den neuen A20 Pro-Chip, gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren. Weitere Neuerungen: größere Akkus (beim Max-Modell über 5.500 mAh), eine Hauptkamera mit variabler Blende und neue Farbvarianten wie Dark Cherry und Light Blue.
Wirtschaftliche Zwänge: Preise steigen, Markt schrumpft
Apples Einstieg in den Faltmarkt kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt. Eine globale Knappheit bei Speicherchips hat die DRAM-Preise in bestimmten Segmenten nahezu vervierfacht. Die Folge: Die gesamte iPhone-18-Reihe wird teurer. Das iPhone 18 Pro Max könnte bis zu 300 Euro mehr kosten, das faltbare iPhone Ultra soll zwischen 1.999 und 2.499 Euro liegen.
Die Fertigungsausbeute für das komplexe Flüssigmetall-Scharnier liegt derzeit bei mageren 65 Prozent. Dennoch hat Apple seine Produktionsziele für 2026 nach oben geschraubt: Statt ursprünglich geplanter 7 Millionen Einheiten des Falt-Modells sollen nun rund 10 Millionen vom Band laufen. Zum Vergleich: Für die iPhone-18-Pro-Modelle peilt der Konzern 20 bis 22 Millionen Einheiten an.
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Dieser Hochlauf erfolgt vor dem Hintergrund eines abkühlenden Smartphone-Marktes. Die weltweiten Auslieferungen gingen im zweiten Quartal 2026 um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Hersteller setzen daher verstärkt auf margenstarke Premium-Geräte, um die sinkenden Stückzahlen auszugleichen. Wettbewerber wie Samsung haben ihre Produktion der nächsten Falt-Generation bereits hochgefahren, um die erwartete Nachfrage im Luxussegment zu bedienen.
Ob Apple mit seinem späten Einstieg in den Faltmarkt noch den entscheidenden Vorteil hat, wird sich im Herbst zeigen. Eines ist sicher: Der Druck war selten größer.
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