Kriminelle, Erpressung

iPhone-Ortung: Kriminelle missbrauchen Wo ist?-Funktion für Erpressung

06.06.2026 - 01:12:43 | boerse-global.de

Kriminelle nutzen den Verloren-Modus von Apple für Erpressungsversuche. Experten raten zu Schutzmaßnahmen wie der Stolen Device Protection.

iPhone-Diebstahl: Neue Betrugsmasche mit „Wo ist?-Funktion
Kriminelle - A lost iPhone displaying the 'Find My' app, with a shadowy hand reaching towards it, symbolizing both recovery and threat. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

"-Funktion für eine neue Masche – ausgerechnet die Sicherheitsfeatures des iPhones werden zur Gefahr.

Tracking auch ohne Strom: So clever ist die Technik

Moderne iPhones ab der iPhone 11-Serie bleiben selbst dann auffindbar, wenn sie ausgeschaltet sind. Möglich macht das ein Zusammenspiel aus Ultra-Wideband-Chips und Bluetooth Low Energy. Bis zu 24 Stunden nach dem Herunterfahren können die Geräte noch über das „Wo ist?"-Netzwerk geortet werden.

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Doch damit nicht genug: Ein spezieller Power-Reserve-Modus hält die Ortungsfunktion noch rund fünf Stunden aufrecht, nachdem der Akku eigentlich leer ist. Unterschreitet die Batterie eine kritische Schwelle, sendet das System automatisch den letzten Standort an Apples Server. Das Ganze funktioniert über ein riesiges Mesh-Netzwerk aus anderen Apple-Geräten, das verschlüsselte Standortdaten weitergibt – selbst wenn das eigene iPhone komplett offline ist.

Die neue Gefahr: Lost Mode als Einfallstor für Erpresser

Genau diese ausgeklügelte Technik wird jetzt von Kriminellen gegen ihre Besitzer gewendet. Seit Anfang Juni häufen sich Berichte über eine perfide Betrugsmasche: Wenn Nutzer den Verloren-Modus aktivieren, hinterlegen sie oft eine Kontaktnummer auf dem Sperrbildschirm. Genau das wird den Opfern zum Verhängnis.

Die Täter nutzen diese Nummer, um sich als Apple-Support auszugeben oder mit Drohnachrichten Druck aufzubauen. Ihr Ziel: Das Opfer soll das Gerät aus der eigenen Apple-ID entfernen. Damit fällt die Aktivierungssperre – und das Handy kann problemlos weiterverkauft werden.

Um sich zu schützen, empfehlen Sicherheitsexperten die Aktivierung des Stolen Device Protection. Diese Funktion verlangt bei sensiblen Änderungen eine biometrische Authentifizierung per Face ID oder Touch ID. Wer besonders gefährdet ist, sollte im Ernstfall lieber das Gerät aus der Ferne löschen, anstatt eine Kontaktnummer anzuzeigen.

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iOS 27 vor der Tür: Diese iPhones könnten außen vor bleiben

Am 8. Juni 2026 wird Apple auf der Worldwide Developers Conference voraussichtlich iOS 27 vorstellen. Brancheninsidern zufolge soll das Update vor allem auf Stabilität und Leistung setzen – ähnlich wie frühere Wartungs-Updates.

Doch der Schritt nach vorne bedeutet für einige ältere Modelle das Aus. Gerüchten zufolge könnte iOS 27 die iPhone 11-Serie und das iPhone SE der zweiten Generation nicht mehr unterstützen. Das wäre besonders bitter: Diese Geräte würden dann auch die neuen KI-Funktionen verpassen, die offenbar dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen vorbehalten bleiben.

Drittanbieter und praktische Tipps

Das „Wo ist?"-Netzwerk wächst auch durch Fremdanbieter. Aktuell neu im Handel: der Energizer Find Me Keychain Light. Der Tracker nutzt Apples Netzwerk für Kartenanzeige und Töne – allerdings mit geringerer Präzision als die original AirTags. Die Genauigkeit liegt bei etwa 20 Metern.

Wer sein Gerät optimal schützen will, sollte vor dem nächsten Software-Zyklus einige Basics checken: regelmäßige iCloud-Backups, eingeschaltete Zwei-Faktor-Authentifizierung und die Notiz der IMEI-Nummer für die Polizei im Fall eines Diebstahls. Und wer sein iPhone verkaufen oder reparieren lassen will: Vorher unbedingt „Wo ist?" in den Apple-ID-Einstellungen deaktivieren – sonst bleibt die Aktivierungssperre aktiv.

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