Duo, Kaspersky

iPhone Duo: Kaspersky warnt vor Fake-Shops mit 25 Prozent Rabatt

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 00:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Betrüger locken mit Preisnachlässen und verlangen später Vorauszahlungen oder sensible Zahlungsdaten für angebliche iPhone Duo-Modelle.
Ein minimalistischer, unbesetzter Schreibtisch in einem schattigen Raum, der eine Atmosphäre von Vorsicht und Unsicherheit vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky warnt vor betrügerischen Webseiten im Design von Apple, die angeblich faltbare iPhone Duo-Modelle mit hohen Nachlässen anbieten. Wie das Unternehmen mitteilt, zielen die Kriminellen darauf ab, über gefälschte Online-Shops persönliche Daten von Kaufinteressenten abzugreifen und finanzielle Vorauszahlungen zu erschleichen.

Der Hintergrund ist die enorme Marktnachfrage: Apple stellte das iPhone Duo an einem Mittwoch als sein erstes faltbares Smartphone vor, woraufhin die Geräte rasch ausverkauft waren.

Zeitdruck und gestaffelte Betrugsmasche

Nach Angaben der Kaspersky-Sicherheitsexpertin Olga Altukhova sind die manipulierten Webseiten optisch kaum von offiziellen Apple-Shops zu unterscheiden. Auf einem russischsprachigen Portal werden die Neugeräte beispielsweise 25% unter dem regulären Verkaufspreis offeriert.

Um Kaufinteressenten zu unüberlegten Handlungen zu bewegen, setzen die Betreiber der Seiten auf psychologischen Druck: Ein eingeblendeter Countdown von 30 Minuten signalisiert ein unmittelbar bevorstehendes Aktionsende.

Im Bestellprozess fragen die Täter zunächst lediglich Kontaktdaten und eine Lieferadresse ab. Kreditkarten- oder Bankdaten werden zu diesem Zeitpunkt bewusst nicht erhoben, um keinen vorzeitigen Verdacht bei den Kunden zu wecken.

Stattdessen wird den Käufern die telefonische Kontaktaufnahme durch einen Manager versprochen, der Details zur Lieferung und Bezahlung klären soll. Erst in diesem anschließenden persönlichen Kontakt fordern die Kriminellen ihre Opfer zu einer direkten Vorauszahlung oder zur Übermittlung sensibler Zahlungsdaten auf.

Internationale Kampagnen und WhatsApp-Masche

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Die Aktivitäten der Betrüger beschränken sich nicht auf eine Region. Die Kampagne läuft nach Erkenntnissen von Kaspersky auch in englischer und portugiesischer Sprache sowie auf mehrsprachigen Seiten mit freier Sprach- und Währungsauswahl.

Einige Webseiten täuschen zudem offizielle Weiterleitungen zu Apple vor. Portugiesischsprachige Nutzer werden vor allem über den Messengerdienst WhatsApp angesprochen, wo sie unter dem Vorwand einer Prüfung der Geräteverfügbarkeit Telefonnummern und E-Mail-Adressen hinterlassen sollen.

Auslöser der Betrugswelle ist die angespannte Liefersituation rund um das neue Apple-Gerät. Der weltweite Verkaufsstart erfolgte unter anderem in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und China; auf den russischen Markt gelangt das Produkt gegebenenfalls über Zwischenhändler.

Die offiziellen US-Preise beginnen bei 2000 Dollar, während die Ausführung mit einem Speicher von 2 TB für 3199 Dollar angeboten wird. Die rasche Erschöpfung der Bestände nutzen die Kriminellen aus, indem sie vermeintliche Blitzangebote für die regulär vergriffenen Modelle bewerben.

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Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen für Verbraucher

Experten für IT-Sicherheit raten Verbrauchern zu erhöhter Wachsamkeit bei ungewöhnlich hohen Preisnachlässen und künstlich erzeugtem Kaufdruck. Die exakte Internetadresse der jeweiligen Händler sollte vor jeder Eingabe von Daten genau kontrolliert werden.

Grundsätzlich sollten Zugangs- und Kontaktdaten niemals auf ungeprüften Webseiten eingegeben werden. Zudem wird davor gewarnt, Links oder Dateianhänge aus verdächtigen Mitteilungen zu öffnen. Der Einsatz einer Sicherheitslösung kann dabei helfen, betrügerische Phishing-Seiten und den Download von Schadsoftware frühzeitig zu blockieren.

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