iPhone Duo: Kaspersky warnt vor Fake-Rabatten von 25 Prozent
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 09:24 Uhr | Redaktion boerse-global.deSicherheitsforscher des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky warnen vor gefälschten Webseiten, die angebliche Preisnachlässe von 25 Prozent auf das iPhone Duo bewerben. Das erste Falt-Smartphone von Apple ist offiziell seit dem 23. Oktober 2026 im Verkauf. Kriminelle versuchen nun weltweit, die hohe Nachfrage und das Interesse an dem neuen Gerät für Betrugsversuche auszunutzen.
Countdown und scheinbare Schnäppchen als Lockmittel
Nach Angaben von Kaspersky zeichnen sich viele der englischsprachigen und multilingualen Betrugsseiten dadurch aus, dass sie das offizielle Erscheinungsbild von Apple detailliert nachahmen. Um Kaufinteressenten zu schnellen Entscheidungen zu bewegen, binden die Täter neben den Rabattversprechen von 25 Prozent oft ablaufende Countdowns von 30 Minuten ein.
Kaspersky-Analystin Olga Altukhova betonte in diesem Zusammenhang, dass künstlicher Zeitdruck die Wachsamkeit von Verbrauchern gezielt herabsetze. Auf mehreren multilingualen Plattformen mit Sprach- und Währungswahl werde den Nutzern zudem eine angebliche Weiterleitung zu Apple in Aussicht gestellt, die in der Praxis jedoch nicht erfolge.
Betrüger nutzen laut Altukhova die Euphorie rund um den Verkaufsstart gezielt aus, um Kaufinteressenten in private Kanäle zu lenken. Inoffizielle Rabatte und Vorbestellungen seien dabei deutliche Warnsignale. Zudem seien Käufer von Premiumgeräten besonders attraktive Ziele, da sie grundsätzlich bereit seien, hohe Summen auszugeben.
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Verlagerung auf Messenger und verzögerte Bezahlung
Auffällig an den weltweiten Kampagnen ist die Vorgehensweise bei der Datenerfassung. Auf englischsprachigen Portalen wurden oft zunächst lediglich persönliche Kontaktdaten und eine Lieferadresse abgefragt, jedoch keine direkten Kreditkarteninformationen. Stattdessen stellten die Seitenbetreiber in Aussicht, dass sich ein Manager zur Zahlungsabwicklung später melden werde.
Kaspersky wies darauf hin, dass ein Bestellabschluss ohne sofortige Abfrage von Zahlungsdaten häufig der erste Schritt einer Masche sei, der erst im weiteren Verlauf zu finanziellem Schaden führe. Fabio Assolini von Kaspersky unterstrich, dass das Ausbleiben einer Sofortzahlung keineswegs Sicherheit bedeute.
Ähnliche Methoden registrierten die Sicherheitsexperten in einer Kampagne für den brasilianischen Markt. Dort verlangten portugiesischsprachige Seiten die Angabe von E-Mail-Adressen sowie WhatsApp-Nummern unter dem Vorwand einer Verfügbarkeitsprüfung. Im Anschluss wurde der Kontakt umgehend auf WhatsApp verlagert, um dort private Betrugsgespräche zu führen.
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Empfehlungen für Verbraucher
Kaspersky rät Verbrauchern angesichts der aktuellen Vorfälle dazu, Geräte ausschließlich über offizielle Händler zu erwerben und Webadressen genau zu kontrollieren.
Zur Risikominimierung empfehlen die Sicherheitsexperten den Einsatz moderner Sicherheitslösungen, virtueller Kreditkarten sowie die Aktivierung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung und die Nutzung von Passwortmanagern. Die Sicherheitssoftware Kaspersky Premium hatte im Jahr 2025 beim Fake-Shop-Detection-Test des Testlabors AV-Comparatives ein Approved-Zertifikat erhalten.
