iPhone Duo: Apples erstes Foldable kostet über 2.500 Dollar
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 22:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple hat auf dem Event „Surprise and Shine" die ersten faltbaren iPhones seiner Geschichte präsentiert – das iPhone Ultra beziehungsweise iPhone Duo – sowie die neue iPhone-18-Pro-Reihe. Es war zugleich der erste große Auftritt von John Ternus, der am 1. September das Amt des CEO übernommen hat.
Faltbares iPhone mit hohem Preisschild
Die neuen Falt-Modelle dürften zu den teuersten iPhones werden, die Apple je verkauft hat. Nach Reuters- und Indiatimes-Berichten geht der Marktforscher IDC von einem durchschnittlichen Verkaufspreis von über 2.550 US-Dollar aus, wobei die Topspeicherkonfiguration mehr als 3.000 US-Dollar kosten soll. Ein erwarteter Einstiegspreis liegt demnach über 2.500 US-Dollar.
Andere Schätzungen fallen moderater aus: Bloomberg zufolge, wie 9to5mac und Phonearena berichteten, startet das iPhone Duo bei 1.999 US-Dollar und reicht bis rund 3.000 US-Dollar – Apple soll dabei bewusst Margen opfern, um die psychologisch wichtige 2.000-Dollar-Marke zu unterschreiten. TrendForce schätzt den Preis auf 2.099 bis 2.299 US-Dollar, während die Bank Citi mit über 2.000 US-Dollar rechnet.
Das iPhone Duo soll laut Phonearena mit Apple Pencil, C2-Modem und einer 48-MP-plus-12-MP-Kamera ausgestattet sein und ab Oktober in den Verkauf gehen.
Pro-Modelle moderater teurer als befürchtet
Bei der iPhone-18-Pro-Reihe fallen die Preisaufschläge laut Bloomberg-Berichten von 9to5mac und Phonearena geringer aus als zunächst befürchtet: Der Startpreis soll bei 1.199 US-Dollar liegen, nur 100 US-Dollar über dem Vorgänger – statt der zeitweise diskutierten 300 US-Dollar.
TrendForce hält allerdings höhere Preise von bis zu 1.319 US-Dollar für möglich, und die Bank of America erwartet eine Preiserhöhung von 150 bis 200 US-Dollar für die gesamte Pro-Reihe. Aus China kursierende Leaks deuten laut Digitimes darauf hin, dass die Preise dort die Marke von 10.000 CNY überschreiten könnten. Das iPhone 18 Pro Max soll zudem eine variable Blende erhalten.
Speicherkosten treiben Preisgestaltung
Hintergrund der Preissteigerungen sind massiv gestiegene Speicherkosten. Laut Analysehaus TechInsights, zitiert von Businessmodelanalyst und Indiatimes, kostet der DRAM-Speicher im iPhone 18 Pro rund 145 US-Dollar gegenüber 39 US-Dollar beim iPhone 17 Pro – die Speicherpreise seien im Jahresvergleich um 300 Prozent gestiegen.
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Laut home.saxo steigen die gesamten Komponentenkosten des iPhone 18 Pro um 38 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell, wobei der Speicheranteil an den Gesamtkosten weiter wächst.
Konkret sollen 16-GB-DRAM-Module im zweiten Quartal 2025 noch 42 US-Dollar gekostet haben, im zweiten Quartal 2026 bereits 181 US-Dollar; der durchschnittliche Smartphone-Preis sei branchenweit um 27,6 Prozent auf 581 US-Dollar gestiegen. Die Speicherknappheit soll laut Fortune zudem Preiserhöhungen von 15 bis 33 Prozent bei Mac-, iPad- und Home-Geräten ausgelöst haben.
Kein Standardmodell im Herbst
Für Aufsehen sorgt zudem, dass das Standard-iPhone 18 sowie das iPhone Air auf das Frühjahr 2027 verschoben werden – laut Berichten von Businessmodelanalyst, 9to5mac und Fortune erstmals seit 18 Jahren ein Herbst-Lineup ohne Standardmodell.
Das Herbst-Sortiment umfasst damit nur iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und das faltbare iPhone Ultra. Analysten von 9to5mac warnen, dass Kunden angesichts der hohen Einstiegspreise auf günstigere Modelle warten könnten.
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Marktreaktion und Geschäftszahlen
Trotz des technologischen Fortschritts zeigt sich die Nachfrageseite verhalten: Einer Umfrage zufolge äußern 75 Prozent der US-Erwachsenen kein Interesse am faltbaren iPhone. Dennoch rechnet IDC-Analyst Popal laut Reuters und The Globe and Mail bis Ende 2027 mit einem Umsatz von über 45 Milliarden US-Dollar allein mit dem faltbaren iPhone.
Apple stellte auf dem Event zudem eine überarbeitete Siri mit KI-Integration vor. Laut Gene Munster, zitiert von The Globe and Mail und Proactive Investors, könnte die Freigabe für China bis 2028 dauern, ein Start in Europa sei zunächst nicht vorgesehen.
Die Ankündigungen fallen in eine phase solider Geschäftszahlen: Im Juni-Quartal erzielte Apple einen Gesamtumsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 16 Prozent, mit einem iPhone-Umsatz von 54,25 Milliarden US-Dollar bei einer Marge von 50,1 Prozent.
Für das September-Quartal prognostiziert Apple ein Wachstum von 9 bis 11 Prozent. Der Nettoumsatz in Greater China lag im Juni-Quartal bei 18,816 Milliarden US-Dollar, was 17,2 Prozent des Gesamtumsatzes und 22,4 Prozent des Wachstums entsprach.
