Starke, Magnete

iPhone 18 Pro: Starke Magnete können sechs Kameralamellen bewegen

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 09:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

iFixit und Phone Repair Guru beobachteten Magnetreaktionen am ausgebauten Modul; Alltagsstörungen durch Zubehör sind bislang nicht belegt.

iPhone 18 Pro: Magnettest zeigt bewegliche Blendenlamellen
Ein steriler Laborraum mit optischen Messgeräten und einer metallischen Linseneinheit auf einem Arbeitstisch. Illustration mit AI erstellt.

Eine Demontage des iPhone 18 Pro durch die Reparaturspezialisten von iFixit liefert detaillierte Einblicke in das überarbeitete Kamerasystem des Smartphones. Dabei zeigte sich, dass der neu integrierte Mechanismus für die variable Blende auf sechs winzigen Blendenlamellen basiert. Wird ein externer Magnet in die unmittelbare Nähe der ausgebauten Kamerakomponente gebracht, setzen sich diese Lamellen in Bewegung.

Auch der YouTube-Kanal Phone Repair Guru dokumentierte dieses Phänomen im Rahmen einer eigenen Gerätezerlegung. Dort führte das Heranführen eines Magneten dazu, dass sich die sechs Blenden automatisch schlossen. Der technische Hintergrund liegt in der Funktionsweise der Steuerung: Ein mikroelektromagnetischer Motor bewegt die Blenden, indem Strom durch eine kleine Spule fließt und auf diesem Weg das notwendige Magnetfeld zur Verstellung aufbaut.

Laborbefund ohne Beleg für Störungen im Alltagseinsatz

Der Test von iFixit wurde ausdrücklich an einem ausgebauten Kameramodul vorgenommen. Es liegen derzeit keine Nachweise dafür vor, dass handelsübliches Alltagszubehör bei einem regulär zusammengebauten iPhone das System stört. Ebenso fehlen Belege für Funktionsstörungen durch reguläre MagSafe-Ladegeräte oder entsprechende Brieftaschenanhänger.

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Gleichwohl können sehr starke externe Magnetfelder die Funktionsweise moderner Kamerasysteme beeinträchtigen. Neben dem Blendenmechanismus der 48-Megapixel-Fusion-Hauptkamera im iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max betrifft dies vor allem die optische Bildstabilisierung sowie den Closed-Loop-Autofokus.

Beide Systeme greifen auf feine Linsensensoren zurück und benötigen einen definierten Bewegungsradius, der durch fremde Magneteinwirkungen limitiert werden kann.

Empfehlungen für den Umgang mit starkem Magnetzubehör

In offiziellen Support-Hinweisen weist Apple darauf hin, dass starke Magnetfelder die internen Positionssensoren der Kameras vorübergehend stören und sowohl Bildstabilisierung als auch Autofokus zeitweise deaktivieren können. Die sichtbare Folge sind unscharfe Aufnahmen oder ein vollständiger Verlust des Fokus.

Das Unternehmen rät daher dazu, besonders starke Magnete oder magnetisierbare Metallplatten in direkter Nähe zur Rückkamera zu meiden. Dies betrifft unter anderem spezielle Kfz-Magnethalterungen, magnetische Hüllenverschlüsse oder abnehmbare Schutzdeckel.

Sollten nach dem Einsatz von Zubehör Bildunschärfen oder ein schwarzer Kamerabildschirm auftreten, empfiehlt der Hersteller mehrere Schritte zur Fehlerbehebung:
* Entfernen sämtlicher Hüllen und magnetischer Anbauteile
* Prüfung der Kamerafunktion und des LED-Blitzes
* Reinigung der Kameralinsen
* Neustart des Geräts sowie das Einspielen aktueller iOS-Updates

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Neben magnetischen Einflüssen stellen auch mechanische Belastungen ein bekanntes Risiko für miniaturisierte Kamerasysteme dar. So können hochamplitudige Vibrationen, wie sie von leistungsstarken Motorradmotoren erzeugt werden, die optischen Kameramodule dauerhaft beschädigen.

Tritt ein materieller Schaden am Kamerasystem auf, greift die Standardabdeckung von AppleCare bei physischen Defekten nicht; lediglich das optionale Zusatzpaket AppleCare+ umfasst auch unfallbedingte Beschädigungen der Kamerahardware.

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