iPhone 18 Pro: Speicherkrise treibt Preis auf 1.300 Euro
22.06.2026 - 12:37:17 | boerse-global.de
Tim Cook spricht von einer „Jahrhundert-Störung“ der Lieferketten.
Speicherpreise explodieren – Produktionskosten steigen um 25 Prozent
Die Kosten für die kommende iPhone-Generation schießen in die Höhe. Laut Marktforschern von TechInsights verteuert sich die Produktion des iPhone 18 Pro um rund 25 Prozent auf umgerechnet etwa 670 Euro. Haupttreiber ist der Speichermarkt: Die Preise für 12 Gigabyte Arbeitsspeicher (DRAM) stiegen von 36 auf 134 Euro, 256 Gigabyte Flash-Speicher (NAND) verteuerten sich von 12 auf 47 Euro.
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Doch nicht nur der Speicher wird teurer. Auch die Kamera-Upgrades für die Pro-Modelle kosten laut Analyst Ming-Chi Kuo rund 50 Prozent mehr als bei den Vorgängern. Um die gewohnte Gewinnmarge von 47 Prozent zu halten, müsste Apple den Einstiegspreis für das iPhone 18 Pro auf umgerechnet rund 1.270 Euro ansetzen. Branchenbeobachter rechnen daher mit einem Startpreis von etwa 1.300 Euro – das wären rund 280 Euro mehr als beim Vorgänger. Das iPhone 18 Pro Max soll demnach bei rund 1.390 Euro starten.
KI-Boom frisst Speicherkapazitäten
Der eigentliche Auslöser der Krise: die explosionsartige Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz. Rechenzentren und KI-Server-Infrastruktur werden voraussichtlich 70 Prozent der weltweiten Speicherproduktion im Jahr 2026 verschlingen. Der immense Bedarf an Hochleistungsspeicher (HBM) entzieht dem Markt für Unterhaltungselektronik massiv DRAM- und NAND-Kapazitäten.
Seit Oktober 2025 haben sich die Speicherpreise mehr als verdoppelt. Analysten von TrendForce beobachten, dass LPDDR5X-Chips allein im zweiten Quartal 2026 um bis zu 83 Prozent teurer wurden. Die großen Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron nähern sich dank dieser Preisentwicklung der Billionen-Dollar-Marke bei der Marktkapitalisierung. Für Hardware-Produzenten bedeutet das enorme Belastungen. Bereits Anfang des Jahres hatte Apple die Preise für seine MacBook-Reihe angehoben – bei einigen Modellen um umgerechnet bis zu 370 Euro.
Marktaussichten trüben sich ein
Die steigenden Hardwarekosten hinterlassen Spuren in den Prognosen. Goldman Sachs senkte seine Erwartungen für die weltweiten Smartphone-Auslieferungen 2026 und 2027 auf 1,14 Milliarden beziehungsweise 1,17 Milliarden Geräte – Grund seien die prohibitiv hohen Speicherkosten. Analyst Gene Munster von Deepwater rechnet mit einer allgemeinen Preiserhöhung von fünf bis zehn Prozent über die gesamte iPhone-Palette.
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Strategische Neuausrichtung und Führungswechsel
Apple reagiert mit einer Neuordnung seiner Lieferkette. Am 18. Juni 2026 wurde eine Partnerschaft mit Intel bekannt gegeben: Der Chip-Riese wird ab 2027 Prozessoren für Apples Einstiegsmodelle fertigen. Die hochwertigen Chips sollen weiterhin von TSMC kommen.
Der Launch der iPhone-18-Serie im September fällt zudem mit einem Führungswechsel zusammen. Tim Cook wird am 1. September 2026 als CEO zurücktreten und das Ruder an John Ternus übergeben. Gleichzeitig arbeitet Apple an neuen Premium-Kategorien – etwa einem faltbaren iPhone, dessen Preis zwischen 1.850 und 2.300 Euro liegen könnte. Marktforscher von Gartner warnen unterdessen vor einem möglichen Rückgang der weltweiten Smartphone-Auslieferungen um 8,4 Prozent in diesem Jahr.
