iPhone 18 Pro Max: Fake-Shops locken mit 25 Prozent Rabatt und stehlen Daten
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 15:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Cyberkriminelle versuchen derzeit weltweit, das große Interesse an Apples neuem Flaggschiffmodell auszunutzen. Über gefälschte Verkaufsportale und manipulierte Dienste locken Betrüger gezielt Kaufinteressierte des iPhone 18 Pro Max an, um persönliche Daten abzugreifen und finanzielle Schäden anzurichten. Sicherheitsexperten schlagen angesichts der Welle an Fälschungen Alarm.
Internationale Fake-Shops locken mit Rabatten
Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky identifizierte fingierte Webseiten mit betrügerischen Angeboten rund um das iPhone 18 in mehreren Sprachen, darunter Englisch, Arabisch und Portugiesisch. Die Maschen variieren dabei je nach Region. So bot ein betrügerischer Online-Shop das iPhone 18 Pro mit einem Preisnachlass von 25 Prozent an und verlangte Zahlungen unter anderem in der Kryptowährung Bitcoin.
Ein weiterer Fake-Shop richtete sich speziell an Interessierte in Brasilien. Die Betreiber bewarben den Vorverkauf des Geräts mit Preisen in brasilianischen Real und zeigten das Modell in Farbtönen, die vom Hersteller gar nicht offiziell angekündigt worden waren. Neben Ratenzahlungen versprachen die Betreiber im Fall einer Stornierung eine vollständige Rückerstattung.
In solchen Portalen fragen die Kriminellen systematisch Daten wie Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Wohnorte, Kontakte für Messaging-Dienste wie WhatsApp sowie vollständige Kreditkartendaten ab. Das Ziel dieser Abfragen besteht im Datendiebstahl und der Plünderung von Bankkonten.
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Warnung vor gefälschten Diensten und Gerätesperren
Wie aus einem Bericht vom 29.09.2026 hervorgeht, warnen auch RuStore und das Sicherheitsunternehmen F6 vor Tausenden Fälschungen im Netz. Kriminelle erstellen massenhaft Phishing-Seiten, Social-Media-Profile und Messenger-Kanäle, über die angebliche Vorbestellungen oder vermeintliche Spezialdienste für Apple-Nutzer beworben werden. Das grundlegende Schema beruht oft auf Vorkasse für ein angeblich vergünstigtes oder schneller lieferbares Gerät. Nach erfolgter Überweisung bricht der Kontakt ab oder die Käufer erhalten Attrappen beziehungsweise minderwertige Fälschungen.
Laut Angaben von F6 entfielen bereits im ersten Halbjahr 2026 allein auf eine russische Marke 2738 betrügerische Phishing-Ressourcen. Bei internationalen Konzernen wie Apple liegt diese Zahl nach Einschätzung von Experten um ein Vielfaches höher.
Als besonders riskant stufen Beobachter Maschen ein, die auf App-Installationen abzielen. So kursieren gefälschte Portale für ein angebliches „RuStore für iPhone“, obwohl ein solches Angebot für das Betriebssystem iOS technisch gar nicht existiert. Diese Plattformen dienen als Köder für Weiterleitungen und Downloads.
Zudem locken Kriminelle Nutzer in Kanäle des Messenger-Dienstes Telegram, um Anwendungen zu installieren, die im offiziellen App Store nicht verfügbar sind. Dabei werden Nutzer aufgefordert, sich aus ihrer eigenen Apple ID auszuloggen und die Zugangsdaten eines fremden Kontos einzugeben.
Sobald dies geschieht, kann der eigentliche Besitzer des Kontos das betroffene iPhone über die Ortungsfunktion des Herstellers aus der Ferne sperren. Für die Opfer besteht dabei die Gefahr des vollständigen Zugangsverlusts zum Gerät.
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Enorme Nachfrage treibt Kriminelle an
Der Ansturm von Betrügern trifft auf ein ohnehin angespanntes Marktumfeld mit hoher Nachfrage und gestiegenen Preisen. Wie aus einem Bericht vom 28.09.2026 hervorgeht, beliefen sich die Verkäufe des iPhone 18 Pro und Pro Max in China in der ersten Verkaufswoche nach Schätzungen des Bloggers RD Observation auf rund 1,3 Millionen Einheiten. Dies entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent gegenüber der gemeinsamen ersten Verkaufswoche der Vorgänger iPhone 17 Pro und Pro Max.
Vor dem Verkaufsstart lag das geschätzte Vorbestellvolumen bei rund 7 Millionen Einheiten, wobei einige Geschäfte ihren Umsatz im Vergleich zum Pro-Verkaufsstart des Vorjahres verdoppeln konnten.
Die Pro-Modelle dominierten das Geschehen deutlich: Sie machten in China rund 90 Prozent des gesamten iPhone-Verkaufsstarts für das 2025er-Lineup in der ersten Woche aus, bezogen auf den Vergleich einschließlich des regulären iPhone 17 und des Modells iPhone Air.
Während das Pro-Modell im frühen Vorverkauf noch 60 Prozent der Reservierungen auf sich vereinte, drehte sich das Verhältnis mit der tatsächlichen Verfügbarkeit im Handel zugunsten des größeren Spitzenmodells: Das iPhone 18 Pro Max erreichte laut RD Observation 55,5 Prozent der gemeinsamen Pro-Verkäufe.
Gleichzeitig verzeichneten die Geräte Preiserhöhungen. Auf dem chinesischen Markt stiegen die Preise für Versionen mit 256 Gigabyte und 512 Gigabyte – welche über 12 Gigabyte Arbeitsspeicher verfügen – um 1.000 CNY, was umgerechnet rund 150 US-Dollar entspricht.
Die Varianten mit 1 Terabyte und 2 Terabyte Speicher legten um 2.500 CNY beziehungsweise 3.500 CNY zu. Aus Preisdaten der Plattform BigGo geht hervor, dass das Modell mit 256 Gigabyte in China um rund 11 Prozent und in den USA um rund 9 Prozent teurer wurde.
Den stärksten Anstieg verzeichnete Japan, wo das 256-Gigabyte-Modell für 219.800 Yen eingeführt wurde – ein Aufschlag von 40.000 Yen gegenüber dem korrigierten Niveau des iPhone 17 Pro von 194.800 Yen, das ursprünglich für 179.800 Yen gestartet war.
