iPhone 18 Pro: iFixit offenbart kaum reparierbare Kamerablende
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 13:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Reparatur-Unternehmen iFixit hat das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max zerlegt und dabei eine aufwendig konstruierte, aber kaum reparierbare Kamerablende offengelegt.
Wie iFixit berichtete, verbaut Apple in den neuen Modellen eine variable Blende aus sechs überlappenden, haardünnen Polymer-Blättern, die magnetisch angetrieben werden. Eine Reparatur dieser Blende sei praktisch unmöglich – bei einem Defekt müsse die komplette Kamera ausgetauscht werden.
Provisorischer Reparierbarkeits-Score bleibt stabil
Trotz der komplexen Blende vergab iFixit laut einem Bericht von wired.com einen provisorischen Repairability Score von 7 von 10 Punkten für das iPhone 18 Pro – identisch mit dem Wert des iPhone 17 Pro aus dem Vorjahr.
Kamera- und Akku-Assemblies ließen sich demnach weiterhin vergleichsweise leicht entfernen. Laut theverge.com ist das Kamera-Assembly modular aufgebaut und leicht austauschbar; für das iPhone 17 Pro habe ein solcher Austausch 249 US-Dollar gekostet, beim 18 Pro dürfte der Preis höher liegen.
Technische Details der Blende
Nach Angaben von fonearena.com verfügt die Blende über vier Werte: ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0. Die Öffnung bei ƒ/1.48 entspreche 4,6 mm und lasse 7,3-mal mehr Licht einfallen als bei ƒ/4.0. Die Brennweite liegt bei 6,8 mm, der Sensor misst unter 0,5 Zoll in der Diagonale. iFixit bezeichnete die Konstruktion laut theverge.com als ein Meisterwerk der Präzisionstechnik, bewertete sie funktional aber lediglich als nettes Gimmick. Auch The Verge kam in seiner Review zu dem Schluss, die fotografische Verbesserung sei allgemein marginal.
Akku, Display und weitere Schwachstellen
Beim Akku setzt Apple laut tomsguide.com auf einen Front-Entry-Ansatz mit verklebtem Display: Der Akku sitzt in einer verschraubten Metallwanne, ist mit elektrisch lösbarem Kleber sowie 13 Schrauben fixiert.
Beim Entfernen des Frontglases riss laut theregister.com bei drei von vier geöffneten Geräten der weiße Kunststoffrahmen. Die Akkukapazität liegt laut fonearena.com beim iPhone 18 Pro bei 16,76 Wh (4.288 mAh), beim Pro Max bei 21,751 Wh (5.567 mAh, eSIM-Version).
Weitere Befunde von appleinsider.com: Der A20-Pro-Chip (TSMC-2-nm-Fertigung) sitzt außen auf dem Logic Board, die Vapor Chamber ist mindestens doppelt so groß wie beim iPhone 17 Pro und erstreckt sich nahezu über das gesamte Gehäuse. Der NAND-Speicher ist im Logic-Board-Sandwich verbaut.
Die US-Version des iPhone 18 Pro Max nutzt zudem ein Qualcomm-Modem anstelle von Apples eigenem C2-Chip. Bei Face ID wurde laut tomsguide.com die Infrarotkamera von der Mitte nach links verschoben, wobei jeder zweite Pixel über der Aussparung fehlt. Der USB-C-Port ist sowohl verklebt als auch verschraubt.
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Fazit von iFixit: Upgrade nicht empfohlen
iFixit-Vertreter Chamberlain erklärte laut theregister.com, das iPhone 18 Pro erscheine insgesamt weniger reparierbar als sein Vorgänger, und riet Nutzern des bisherigen Modells von einem Upgrade ab.
Gehäuseänderungen und Kompatibilitätsprobleme
Laut heise.de ist die Kamera-Plattform von 11,4 mm auf 11,5 mm verdickt worden, wodurch Hüllen des iPhone 17 Pro zwar noch nahezu passen, aber Apple selbst rät von deren Nutzung ab. Das Gewicht stieg beim iPhone 18 Pro um 5 Gramm auf 211 Gramm, beim Pro Max um 16 Gramm auf 249 Gramm (US-Version).
Verbaut sind der A20-Pro-Chip sowie eine verkleinerte Dynamic Island mit drei statt zwei Elementen. Ein Akku-Service kostet künftig 149 Euro statt zuvor 135 Euro, sofern die Kapazität unter 80 Prozent fällt.
Nach Angaben von trustedreviews.com hat Apple bestätigt, dass iPhone-17-Pro-Hüllen offiziell nicht mit dem iPhone 18 Pro kompatibel seien – Grund sei die 0,1-mm-Differenz des Kamera-Plateaus (11,5 mm gegenüber 11,4 mm). Ein eigener Test von Daring-Fireball-Autor John Gruber habe allerdings ergeben, dass die Hüllen in beide Richtungen problemlos passten; die Einschränkung gelte vermutlich auch für das Pro-Max-Modell.
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Displayschutz und Face-ID-Störungen
Apple-Vizepräsident Tom Marieb äußerte, Displayschutzfolien ließen ihm die Haut kribbeln. Ceramic Shield 2 sei speziell auf Kratz- und Abriebfestigkeit optimiert, dennoch spreche Apple keine offizielle Empfehlung gegen Folien aus.
Laut Benks sei Ceramic Shield 2 nach Apple-Angaben dreimal kratzfester als beim iPhone 16 Pro, aber nicht generell kratzfest – ein Displayschutz als ersetzbare Opferschicht sei daher für die meisten Nutzer weiterhin sinnvoll, verhindere aber keine Risse.
Nach Angaben von actualidadiphone.com können matte Displayschutzfolien Face ID stören, da sie Infrarotlicht streuen; besonders anfällig seien vollflächige Folien ohne Aussparung für den Sensor. Ein offizielles Verbot gebe es von Apple nicht. Empfohlen wird eine Kombination aus Hülle mit erhöhtem Rand und einer Face-ID-getesteten Folie.
Reparaturkosten in den USA
Für das iPhone 18 Pro nennt Apple in den USA ohne AppleCare folgende Reparaturpreise: Akku 129 US-Dollar, Rückglas 159 US-Dollar, Kamera 249 US-Dollar, Display 379 US-Dollar, Display inklusive Rückglas 469 US-Dollar sowie sonstige Schäden 899 US-Dollar. Mit AppleCare fallen für Display- oder Rückglasschäden 29 US-Dollar Servicegebühr an, für sonstige Schäden 99 US-Dollar.
Laden per Kabel und kabellos
Das iPhone 18 Pro Max lädt laut rank1one.com per USB-C mit einem 60-Watt-Adapter (USB PD 3.1/3.2 mit AVS) und passendem Kabel in rund 15 Minuten auf 50 Prozent, wobei Tests eine Spitzenlast von 50 bis 54 Watt zeigten. Kabelloses Laden über MagSafe oder Qi2 erreicht maximal 25 Watt und benötigt mit einem Adapter ab 35 Watt etwa 30 Minuten bis 50 Prozent.
Eine vollständige Ladung auf 100 Prozent dauert demnach rund 55 Minuten. Apple legt dem Gerät lediglich ein einen Meter langes USB-C-Kabel bei, ein Netzteil fehlt. Ein passender Apple-Adapter mit bis zu 60 Watt kostet rund 39 US-Dollar.
Mehr zum Thema bei The Register: „Skip the upgrade? iPhone 18 Pro aperture about as unrepairable as it gets, iFixit finds“
