Hongkong-Kunden, Dollar

iPhone 18 Pro: Hongkong-Kunden verlieren über 60.000 Dollar durch Betrug

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 16:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zum iPhone-18-Start warnen Experten vor Fake-Shops und Phishing. In Hongkong wurden unautorisierte Kartenumsätze gemeldet; Banken prüfen die Fälle.

iPhone-18-Vorbestellung: Betrug und Kartenabbuchungen in Hongkong
Minimalistischer, modern gestalteter Sicherheitsbereich mit dunklen Serverracks und kühler Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Start der Vorbestellungsphase für die neueste iPhone-Generation mehren sich die Warnungen vor betrügerischen Aktivitäten. Sicherheitsexperten und Branchenbeobachter mahnen Verbraucher zur erhöhten Wachsamkeit, da Kriminelle die hohe Nachfrage nach den neuen Geräten ausnutzen, um persönliche Daten und Finanzmittel zu entwenden.

Strategien der Betrüger und Expertenempfehlungen

Sicherheitsexperten des Unternehmens «Solar» sowie des «Kaspersky-Labors» weisen auf eine Zunahme von Betrugsversuchen im Zusammenhang mit der Markteinführung hin. Laut Alexander Vuracko von «Solar» sollten Kaufinteressenten ausschließlich bekannte und offizielle Bezugsquellen nutzen. Das «Kaspersky-Labor» berichtet zudem von massenhaften Aussendungen gefälschter Nachrichten, die im Namen von Online-Shops und Zahlungssystemen verbreitet werden.

Ein häufiges Muster sind sogenannte Scam-Seiten, vor denen auch die britische Zeitung Guardian warnt. Diese Webseiten werben mit angeblichen Sonderangeboten für „günstige iPhones“ der Modelle iPhone 18 Pro oder iPhone 18 Duo. Ziel dieser Seiten sei es, Nutzer zur Preisgabe von Informationen zu bewegen, wobei konkrete Opferzahlen bislang nicht öffentlich vorliegen.

Vuracko rät dringend davon ab, auf Werbelinks in unaufgeforderten Nachrichten zu klicken. Stattdessen sollten Kunden die offiziellen Vorbestelltermine direkt mit den Angaben des Herstellers abgleichen und die Adresszeile der Webseite genau prüfen. Dabei betont der Experte, dass eine verschlüsselte Verbindung (HTTPS) allein keine Garantie für die Seriosität eines Anbieters darstelle.

Zudem sollten sensible Informationen wie das Apple-ID-Passwort, Codes für die Zwei-Faktor-Authentisierung oder der Wiederherstellungsschlüssel unter keinen Umständen an Dritte weitergegeben werden.

Unautorisierte Transaktionen in Hongkong

Die realen Auswirkungen dieser Bedrohungslage zeigten sich unmittelbar nach dem Start der Vorbestellungen. Am 12. September 2026 meldeten mehrere Nutzer aus Hongkong unautorisierte Kreditkartentransaktionen.

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Diese Vorfälle ereigneten sich kurz nachdem die Vorbestellphase für das iPhone 18 Pro und Pro Max um 20 Uhr Ortszeit begonnen hatte. Betroffen waren Kunden verschiedener Institute, darunter HSBC, Hang Seng, Standard Chartered und die Bank of China (Hong Kong) (BOCHK).

Die gemeldeten unautorisierten Abbuchungen beliefen sich auf Einzelbeträge von 10.499 Hongkong-Dollar, 11.499 Hongkong-Dollar und 13.299 Hongkong-Dollar. In einigen Fällen summierten sich die Verluste auf über 60.000 Hongkong-Dollar.

Ein prominentes Beispiel ist der Meinungsführer KOL????, der nach eigenen Angaben mindestens sechs unberechtigte Abbuchungen bei der Hang Seng Bank in Höhe von jeweils 13.299 Hongkong-Dollar feststellte – was dem offiziellen Preis eines iPhone 18 Pro Max mit 512 GB Speicher entspricht.

Reaktion der Banken und rechtliche Lage

Die betroffenen Geldinstitute, darunter HSBC und Standard Chartered, prüfen derzeit die gemeldeten Fälle. HSBC empfiehlt Kunden, ihre Karten bei Verdachtsmomenten umgehend über die bankeigene App zu sperren und ein Rückforderungsverfahren (Chargeback) einzuleiten. Bei einer rechtzeitigen Meldung sei eine Erstattung der Beträge möglich.

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Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) stellte klar, dass Karteninhaber in der Regel nicht für nicht autorisierte Transaktionen haften, sofern kein Betrug oder grobe Fahrlässigkeit seitens des Nutzers vorliegt. Auf Seiten der Händler hängt die Haftung maßgeblich davon ab, ob Sicherheitsprotokolle wie das 3D-Secure-Verfahren (3DS) bei der Transaktion eingesetzt wurden.

Marktstart und Preisanpassungen bei Apple

Die Vorbestellungen für das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max begannen am 12. September 2026, wobei der reguläre Marktstart für den 18. September 2026 geplant ist. In Europa liegen die Einstiegspreise bei 1.449 Euro für das Pro-Modell und 1.599 Euro für das Pro Max.

Parallel zur Einführung der neuen Modelle hat Apple Anpassungen an seinem Trade-In-Programm vorgenommen. Bereits am 8. September 2026, dem Tag der offiziellen Ankündigung, senkte das Unternehmen die Eintauschwerte für mehrere ältere iPhone-Generationen. Die Reduzierungen beliefen sich teils auf bis zu 120 US-Dollar. Apple macht traditionell keine Angaben dazu, in welchen Intervallen die Prüfung und Anpassung dieser Eintauschwerte erfolgt.

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