iPhone 18 Pro: Fertigung wird um 38 Prozent teurer
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 21:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Aktuelle Marktberechnungen von Trendforce vom 13. August 2026 deuten auf eine massive Kostensteigerung bei der Herstellung der kommenden iPhone-Generation hin. Die Fertigung des iPhone 18 Pro in der 256-Gigabyte-Variante sei demnach um bis zu 38 Prozent teurer als beim direkten Vorgängermodell iPhone 17 Pro. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung seien signifikante Preissprünge bei Kernkomponenten wie Speicherchips und Prozessoren.
Massive Verschiebungen bei den Komponentenkosten
Der Anteil der Speicherkosten an der gesamten Stückliste (Bill of Materials, BoM) hat sich innerhalb kurzer Zeit drastisch erhöht. Während der Speicher beim iPhone 17 Pro noch etwa 10 Prozent der Kosten ausmachte, sei dieser Wert im dritten Quartal 2026 auf 34 Prozent angestiegen. Für die erste Jahreshälfte 2027 prognostizieren Experten einen weiteren Anstieg auf über 40 Prozent.
Hintergrund dieser Entwicklung ist eine enorme Preissteigerung am Halbleitermarkt. Seit Anfang 2025 sind die Preise für Speicherchips um das Fünf- bis Siebenfache gestiegen. Diese Marktdynamik spiegelt sich auch in den Geschäftszahlen der Zulieferer wider.
Der Hersteller Micron meldete für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 41,456 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 345,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, bei einer Bruttomarge von 84,6 Prozent.
Technologische Innovationen erhöhen den Kostendruck
Neben dem Speicher treiben auch neue Fertigungsverfahren für Prozessoren die Kosten nach oben. Für die Produktion der neuen A20-Pro-Chips im 2-Nanometer-Verfahren verlange der Auftragsfertiger TSMC deutliche Aufpreise.
Laut Analysen von Counterpoint steige die Stückliste für das iPhone 18 Pro Max dadurch um rund 300 US-Dollar an. Um die gewohnten Margen stabil zu halten, müsse der Verkaufspreis auf dem US-Markt rechnerisch um etwa 350 US-Dollar angehoben werden.
Apple versucht offenbar, diesen Kostendruck durch Einsparungen in anderen Bereichen teilweise abzufangen. So zahle das Unternehmen für die OLED-Panele des iPhone 18 Pro Max an Zulieferer wie Samsung Display und LG Display nur noch rund 68 US-Dollar pro Stück. Dies entspreche einer Ersparnis von 42 bis 52 US-Dollar im Vergleich zu den Kosten für das iPhone 17 Pro Max, die bei 110 bis 120 US-Dollar lagen.
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Im Gegenzug für die Preissenkung auf rund 70 US-Dollar pro Panel habe Apple den Herstellern um 30 bis 40 Prozent höhere Bestellmengen in Aussicht gestellt.
Erwartete Preisstrategie und Marktstart
Branchenbeobachter wie Mark Gurman rechnen mit einer Preiserhöhung für Endkunden zwischen 100 und 300 US-Dollar. Die Startpreise könnten demnach auf 1.399 US-Dollar für das iPhone 18 Pro und 1.499 US-Dollar für das Pro Max steigen.
In Japan wurden die Preise bereits im Juli 2026 angepasst; dort stieg der Preis für das iPhone 17 Pro Max von 194.800 Yen auf 214.800 Yen, was einer Erhöhung von 10,3 Prozent entspricht. Auch für den indischen Markt wird ein Anstieg auf etwa 169.990 Rupien erwartet.
Aufgrund der Knappheit bei Speichern und Chips wird Apple die Markteinführung voraussichtlich staffeln. Die iPhone 18 Pro-Serie soll im Herbst 2026 starten, während das Basismodell iPhone 18 erst für das erste Quartal 2027 erwartet wird. Damit konzentriere sich das Unternehmen zunächst auf die margenstärkeren Premium-Modelle.
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Ein strategischer Fokus liegt zudem auf der Diversifizierung der Produktion. Die Fertigung des iPhone 18 Pro Max soll von Beginn an in Indien an den Standorten Tamil Nadu und Karnataka erfolgen. Indiens Anteil an der weltweiten iPhone-Produktion soll laut Prognosen von 6 Prozent im Jahr 2022 auf 26 Prozent im Jahr 2026 anwachsen.
Technische Merkmale der neuen Generation
Das iPhone 18 Pro und Pro Max sollen laut technischen Berichten über ein überarbeitetes Design mit einem dickeren Gehäuse und einem kleineren „Dynamic Island“ verfügen. Zu den Neuerungen gehören zudem LTPO+-Displays, eine variable Blende für die 48-Megapixel-Kamera sowie die Unterstützung von 5G via Satellit durch das C2-Modem.
Der Akku des Pro-Max-Modells soll eine um 10 Prozent höhere Kapazität aufweisen. Neben dem A20-Pro-Chip wird auch der Einsatz eines N2-Chips sowie eines neuen Ceramic Shields erwartet.
