Calif, Jailbreak

iPhone 18 Pro: Calif zeigt permanenten Jailbreak mit Root-Rechten

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 22:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Neustart-feste Angriff lief auf aktueller iPhone-Hardware; Calif hält technische Details und Werkzeuge weiterhin zurück.
Ein minimalistischer, architektonisch gestalteter Raum mit Sichtbetonwand und im Hintergrund verschwommener Servertechnik. Illustration mit AI erstellt.

Auf der Sicherheitskonferenz Hexacon in Paris hat das Forscherteam Calif einen sogenannten Untethered Jailbreak für das iPhone 18 Pro unter dem Betriebssystem iOS 27.0.1 vorgeführt. Der Angriff zeichnet sich dadurch aus, dass er einen vollständigen Neustart des Geräts ohne Verbindung zu einem PC übersteht.

Wie am 16. Oktober 2026 berichtet wurde, kündigte Calif an, dass sämtliche Informationen und Werkzeuge zu gegebener Zeit offengelegt werden sollen. Bislang halten die Forscher die konkreten Schwachstellen und technischen Werkzeuge jedoch unter Verschluss.

Ein vom iOS-Forscher Billy Ellis geteiltes Video dokumentiert den Ablauf der Demonstration. Die Aufzeichnung zeigt einen Neustart des Smartphones, die anschließende Entsperrung per Passcode sowie den Aufbau einer SSH-Sitzung mit vollen Root-Rechten.

Die Terminal-Ausgabe bestätigte die Ausführung unter iOS 27.0.1 bei einer Systemlaufzeit von rund zwei Minuten. Berichten vom 16. Oktober 2026 zufolge handelt es sich hierbei um den ersten permanenten Jailbreak auf aktueller Smartphone-Hardware des Herstellers beziehungsweise um die erste derartige Demonstration seit iOS 9.

Technische Hürden und Unterstützung durch KI-Modelle

Die erfolgreiche Kompromittierung moderner iPhone-Modelle erfordert laut Berichten eine aufeinander abgestimmte Kette mehrerer Sicherheitsumgehungen. Dazu zählen das Verlassen der Sandbox, die Übernahme des Kernels sowie das Überwinden der Pointer Authentication Codes und der Startcode-Prüfung des Systems.

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Bei der Entwicklung dieser Exploit-Kette griff Calif auf künstliche Intelligenz zurück. KI-Modelle, darunter Systeme von Anthropic, unterstützten das Team beim Reverse Engineering, bei der Fehlersuche und bei der Erstellung der Angriffskette. Welche spezifischen Modelle zum Einsatz kamen, welchen genauen Beitrag sie leisteten und wann eine Veröffentlichung folgt, ließ Calif offen.

Bereits im August 2026 hatte Calif mithilfe von KI einen Exploit aus einer Sicherheitslücke in der Bildschirmfreigabe entwickelt, die von Apple zuvor geschlossen worden war.

In einer weiteren früheren Arbeit nutzte Calif das nicht öffentlich verfügbare Modell Mythos Preview von Anthropic, um innerhalb von fünf Tagen einen macOS-Exploit zu schreiben und Root-Rechte auf einem Mac mit M5-Chip unter Überwindung der Schutzmechanismen durch Kernel Memory Integrity Enforcement zu erlangen.

Reaktionen und offene Sicherheitsfragen

Calif verbreitete Hinweise auf die Pariser Demonstration über den eigenen Blog sowie den Kanal auf X, während Forscher Billy Ellis entsprechendes Bildmaterial teilte. Ein Newsletter von Calif listete zudem vier Demonstrationen auf, die unter anderem Angriffsszenarien über iMessage und Signal behandelten.

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Durch den Jailbreak wird die strikte Isolation einzelner Apps aufgehoben, was Sicherheitsrisiken für sensible Anwendungen wie Krypto-Wallets birgt. Hinweise auf eine aktive Ausnutzung der Lücken gab es laut Berichten vom 16. Oktober 2026 jedoch nicht.

Ebenso blieb offen, ob Apple vor der Präsentation über die Schwachstellen unterrichtet worden war. Die Vorführung belegt lediglich, dass die Angriffskette zum Zeitpunkt der Konferenz auf aktueller Hard- und Software nicht behoben war. Branchenanalysten rechnen mit einem zeitnahen Notfall-Update durch den Hersteller. Apple selbst äußerte sich nicht zu der Vorführung.

Zwar erwähnten die Sicherheitshinweise des Herstellers vom 14. September zu iOS 27 die Forscher von Calif.io in Zusammenarbeit mit Anthropic Research wegen zweier unabhängiger Absturzfehler, ein bestätigter Bezug zum aktuellen Jailbreak besteht dabei allerdings nicht. Ein frei zugängliches Werkzeug existiert bislang nicht, und auch die Gerätekompatibilität bleibt unklar.

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