iPhone 18 Pro: A20-Chip treibt Kosten um 280 Euro in die Höhe
08.06.2026 - 11:03:11 | boerse-global.de
Apples neue KI-Funktionen treiben die Hardwarekosten in die Höhe – und könnten den Kunden teuer zu stehen kommen.
Am heutigen Montag stellt Apple auf der Worldwide Developers Conference iOS 27 vor. Doch die Aufmerksamkeit der Branche gilt längst den kommenden iPhone-18-Pro-Modellen. Der Einstiegspreis für das Spitzenmodell bleibt zwar voraussichtlich bei 1.099 Euro – doch die Gesamtkosten für Verbraucher könnten deutlich steigen.
Teure Chips und Speziallinsen treiben Preise
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Der neue A20-Prozessor wird das Herzstück der Pro-Modelle. Gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren, soll er rund 280 Euro pro Stück kosten – fast doppelt so viel wie die Vorgängergeneration. Der Chip ist nötig, um die neuen KI-Funktionen und die erwarteten 12 Gigabyte Arbeitsspeicher zu versorgen.
Auch bei der Kamera wird nachgelegt. Branchenbeobachter rechnen mit einem variablen Blenden-System. Der Zulieferer Sunny Optical soll zwischen 40 und 50 Prozent dieser Speziallinsen liefern – zu Preisen, die rund 50 Prozent über denen aktueller Modelle liegen.
Hinzu kommen Probleme in der Lieferkette. Nach einem Störfall in einer Petrochemie-Anlage in Jubail, Saudi-Arabien, Anfang April fielen rund 70 Prozent der weltweiten Produktion von hochreinem PPE-Harz aus. Die Folge: Die Preise für Leiterplatten stiegen zwischen März und April um bis zu 40 Prozent. Zwar sind Großabnehmer wie Apple kurzfristig abgesichert – doch im Herbst dürften die Mehrkosten bei den Endgeräten ankommen.
KI zum Monatsabo?
Ein Bericht vom Wochenende enthüllt eine strategische Partnerschaft mit Google. Demnach wird Siri künftig auf Google Gemini und der Google Cloud laufen. Die dafür nötige Rechenleistung ist enorm – und Analysten erwarten nicht, dass Apple diese Kosten auf Dauer selbst trägt.
Stattdessen könnte der Konzern die KI-Funktionen in ein Premium-Abo packen. Ein erweitertes Apple-One-Abo für rund 15 Euro pro Monat wäre denkbar. Ziel: In den ersten zwölf Monaten zwischen 100 und 150 Euro zusätzlich pro Kunde einzunehmen.
Alte iPhones abgehängt
iOS 27 zieht einen harten Schnitt. Die neue KI-gestützte Siri benötigt den A17-Pro-Chip und mindestens 8 Gigabyte RAM. Das bedeutet: Nur das iPhone 15 Pro und neuere Modelle erhalten die volle Funktionspalette. Die iPhone-11-Serie und das iPhone SE der zweiten Generation fallen komplett raus.
Der Gebrauchtmarkt reagiert bereits. Aktuelle Wiederverkaufswerte für die iPhone-11-Reihe liegen zwischen 80 und 160 Euro. Selbst das Basis-iPhone 15 hat nur noch knapp 40 Prozent seines Neupreises. Analysten erwarten weitere Verluste bei Modellen ohne ausreichende KI-Hardware.
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Zwei Wellen für 2026
Die iPhone-18-Pro-Modelle sollen wie gewohnt im September auf den Markt kommen – möglicherweise begleitet von einem faltbaren „iPhone Ultra". Gerüchten zufolge stehen die Pro-Max-Farben Dark Cherry, Cloud Blue und Schwarz zur Wahl, wobei Dark Cherry die neue Signaturfarbe werden soll.
Anders sieht es bei den Standardmodellen aus: Das iPhone 18 und ein neues iPhone 18e werden wohl erst im Frühjahr 2027 erscheinen. Sie erhalten zwar ebenfalls den 2nm-Chip, sparen aber womöglich bei Display oder Grafikleistung, um den Einstiegspreis niedrig zu halten.
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