Hongkong, Kreditkartenfälle

iPhone 18 in Hongkong: 1.503 Kreditkartenfälle über 30 Millionen Dollar

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 04:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hongkonger Ermittler führen unautorisierte iPhone-Bestellungen auf fehlende Sicherheitsprüfungen zurück; ein finanzieller Schaden entstand bislang nicht.

Apple-Onlineshop in Hongkong: 1.503 betrügerische iPhone-Bestellungen
Moderne Glasfassade eines Bürogebäudes in der Dämmerung ohne sichtbare Schriftzüge oder Personen. Illustration mit AI erstellt.

Die Einführung des neuen iPhone 18 in Hongkong wurde im September 2026 von einer massiven Welle unautorisierter Kreditkartentransaktionen überschattet. Wie die Hongkonger Polizei mitteilte, wurden insgesamt 1.503 Fälle registriert, bei denen betrügerische Bestellungen im Gesamtwert von über 30 Millionen Hongkong-Dollar (rund 3,82 Millionen US-Dollar) getätigt wurden.

Trotz des hohen Volumens sei nach derzeitigem Ermittlungsstand kein finanzieller Schaden für Karteninhaber, Banken oder den Hersteller Apple entstanden.

Sicherheitslücken im Apple-Onlineshop ausgenutzt

Die Ermittler führen die Vorfälle auf eine technische Schwachstelle im Onlineshop von Apple zurück. Demnach fehlten bei den Bestellvorgängen wesentliche Identitäts- und Zahlungsprüfungen. Insbesondere seien Sicherheitsmechanismen wie Einmalpasswörter oder Verifizierungen über Bank-Apps nicht aktiv gewesen.

Polizeikommissar Joe Chow Yat-ming erläuterte dazu, dass die Sicherheitsprüfungen im untersuchten Zeitraum offenbar deaktiviert waren. Dies habe es den Tätern ermöglicht, gestohlene Kreditkartendaten ohne Bestätigungstoken oder zusätzliche Freigabeprozesse in der jeweiligen Bank-App einzusetzen. Die Betrüger nutzten eine mutmaßliche Sicherheitslücke bei Online-Käufen direkt ab dem Beginn der iPhone-18-Vorbestellungen Anfang September 2026 aus.

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Ermittlungen gegen organisierte Strukturen

Die Täter gingen laut Polizeiangaben koordiniert vor, indem sie Virtual Private Networks (VPNs) zur Verschleierung ihrer Standorte nutzten und gefälschte Lieferadressen angaben. Bisher ist unklar, wie viele Geräte tatsächlich ausgeliefert wurden, bevor die Unregelmäßigkeiten auffielen. Alle identifizierten Transaktionen konnten laut den Behörden storniert werden.

Die Polizei hat Apple offiziell dazu aufgefordert, das interne Transaktionssystem einer umfassenden Prüfung zu unterziehen. Eine Stellungnahme des Technologiekonzerns zu den Vorfällen und den geforderten Maßnahmen liegt bislang nicht vor.

Steigende Betrugszahlen in der Finanzmetropole

Der aktuelle Fall gliedert sich in einen Trend zunehmender Kriminalität im digitalen Zahlungsverkehr ein. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 verzeichnete Hongkong insgesamt 29.670 Betrugsfälle, was einer Steigerung von 4,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der dabei entstandene Gesamtschaden belief sich laut Polizeiangaben auf 5,21 Milliarden Hongkong-Dollar.

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Laut der Kriminalstatistik machen Betrugsdelikte mittlerweile rund 50 % aller registrierten Straftaten in der Stadt aus. Innerhalb dieses Segments entfielen im genannten Zeitraum etwa 27 % auf Telefonbetrug und 23 % auf Betrugsfälle im Zusammenhang mit Online-Käufen. Die Ermittlungen im aktuellen Fall des iPhone-Kaufbetrugs dauern an.

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