iPhone 17: 32,3 Millionen Aktivierungen nach Chinas Prüfungszeit
23.06.2026 - 14:58:19 | boerse-global.de
Nach dem Ende der landesweiten Gaokao-Aufnahmeprüfungen im Juni 2026 erlebt China einen beispiellosen Ansturm auf Elektronikgeschäfte. Besonders Apple-Filialen sind überfüllt – Eltern kaufen ihren Kindern hochpreisige Gerätepakete, sogenannte „digitale Familienpakete".
Zehntausende Yuan für Technik-Geschenke
Die Ausgaben pro Familie liegen zwischen 10.000 und 20.000 Yuan (rund 1.250 bis 2.500 Euro). Die Sets umfassen typischerweise Smartphone, Laptop, Tablet, Smartwatch und Kopfhörer. In Städten wie Changde und Hangzhou geben Eltern sogar bis zu 30.000 Yuan für die komplette Ausstattung aus.
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Apple bleibt die erste Wahl. Die iPhone-17-Serie bildet dabei das Herzstück. Mit einer Aktion locken Händler: Wer seine Prüfungsunterlagen vorlegt, erhält 1.800 Yuan Rabatt. Ein Vater aus der Provinz Hebei gab über 20.000 Yuan für ein „Apple-Viererset" aus iPhone, iPad, Apple Watch und MacBook aus – direkt an sein Kind adressiert.
Rekordaktivierungen und clevere Preispolitik
Die Zahlen sprechen für sich: 32,3 Millionen iPhone-17-Geräte wurden in China aktiviert – ein Rekord für diesen Zeitraum. Möglich machte das eine strategische Preissenkung im Frühjahr. Am 15. Mai senkte Apple den Preis der Pro-Serie auf 7.999 Yuan und des Standardmodells auf 4.499 Yuan.
Besonders das Pro-Max-Modell ist gefragt: Über 13,2 Millionen Einheiten wurden aktiviert, das sind mehr als 40 Prozent aller Verkäufe. Das iPhone Air hingegen bleibt trotz eines reduzierten Preises von 5.499 Yuan hinter den Erwartungen zurück.
Regionale Verkaufsrekorde
Die „Nachprüfungs-Wirtschaft" belebt den Einzelhandel in vielen Provinzen. In Hefei stiegen die Verkäufe von Smartphones und Tablets bei JD MALL im Vergleich zum Vormonat um 200 Prozent, im Jahresvergleich um 80 Prozent. Händler in Hangzhou berichten von vier- bis fünffachen Umsätzen. Einige Geschäfte haben ihre Öffnungszeiten bis 23 Uhr verlängert.
Die Vorlieben der jungen Käufer unterscheiden sich: Männliche Studenten greifen zu leistungsstarken Laptops, weibliche bevorzugen leichtere, mobilere Geräte. Besonders beliebt sind Notebooks zwischen 5.000 und 9.000 Yuan von Apple, Lenovo, ASUS und Dell.
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Geschenk oder Statussymbol?
Viele Eltern sehen die teuren Geschenke als verdiente Belohnung für jahrelange Lernanstrengungen. Experten warnen jedoch vor übertriebenem Konsum. „Die Marketingmaschinerie erzeugt künstlichen Druck", so ein Branchenbeobachter. Die Debatte, ob es sich um sinnvolle Studienhilfen oder reines Prestigedenken handelt, ist in vollem Gange.
Die Verkäufe dürften bis zur Veröffentlichung der Prüfungsergebnisse und darüber hinaus bis zum Semesterbeginn hoch bleiben.
