Siri-KI, RAM

iOS 27: Siri-KI nur für teure iPhones mit 12 GB RAM

04.07.2026 - 17:15:53 | boerse-global.de

Apples neue Siri-KI benötigt 12 GB RAM und bleibt Top-Modellen vorbehalten. In der EU ist der Start aufgrund des DMA zunächst blockiert.

iOS 27 Beta enthüllt: Nur Top-iPhones erhalten volle Siri KI
Siri-KI - Leuchtendes neuronales Netzdesign über Smartphone und Tablet, symbolisiert KI-Integration und Hardware-Stufen. 04.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Nur die teuersten iPhones bekommen Apples volle Siri-KI – der Rest muss mit abgespeckten Funktionen vorliebnehmen.

Die zweite Entwickler-Beta von iOS 27, die Apple am 2. Juli veröffentlichte, legt die technischen Hürden für das neue Siri AI-System offen. Erstmals knüpft der Konzern den Funktionsumfang seiner Sprachassistentin direkt an die verbauten Chips und den Arbeitsspeicher der Geräte. Das bedeutet: Wer die volle KI-Power will, muss tief in die Tasche greifen.

Die RAM-Grenze als neues Premium-Merkmal

Die Analyse der Beta zeigt ein klares Bild: Für die „Full Siri AI" – inklusive erweiterter Sprachmodelle und Diktierfunktionen – sind 12 Gigabyte Arbeitsspeicher nötig. Diese Voraussetzung erfüllen ausschließlich das kommende iPhone 17 Pro, das iPhone 17 Pro Max und das neue iPhone Air. Apples Strategie erinnert an die Segmentierung bei den MacBooks: Wer mehr Leistung will, zahlt mehr.

Ein abgespecktes Feature-Set steht immerhin einer breiteren Gerätepalette zur Verfügung. Dazu zählen das iPhone 15 Pro und Pro Max, die gesamte iPhone-16-Serie sowie die Standardmodelle iPhone 17 und 17E. Ältere Geräte wie das iPhone 15 oder 15 Plus erhalten zwar das iOS-27-Update, bleiben aber komplett außen vor.

iPads folgen dem gleichen Muster

Auch bei den Tablets zeichnet sich eine klare Hierarchie ab. Die volle KI-Unterstützung bekommen:

  • iPad Pro M5
  • iPad Air M4 (Baujahr 2025)
  • iPad Pro M4 mit 1 TB oder 2 TB Speicher

Die zweite Liga bilden ältere M-Serie-iPads und das iPad Mini mit A17 Pro-Chip. Standard-iPads sind vom KI-Update ausgeschlossen.

Europa bleibt erstmals außen vor

Ein heikles Kapitel: Aufgrund des Digital Markets Act (DMA) wird Siri AI in der Europäischen Union zunächst nicht auf iPhones und iPads verfügbar sein. Apple plant jedoch, die Funktionen auf Mac und Vision Pro in der EU anzubieten. Der Konzern schlug zwar einen „Trusted System Agent" vor, der Drittanbietern ähnliche Zugriffsrechte einräumen soll – doch die EU-Kommission bemängelt fehlende Details. Auch der chinesische Markt bleibt vorerst außen vor.

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Neue Funktionen und beeindruckende Leistungssprünge

Die Beta offenbart zudem tiefgreifende Integrationen. Siri AI basiert auf Apples eigenen Foundation Models, ergänzt durch Google Gemini für spezifische Aufgaben. Über Spotlight lässt sich der Assistent per Wischgeste oder Dateibefehl aktivieren.

Die ersten Testergebnisse sind vielversprechend: App-Starts beschleunigen sich um bis zu 30 Prozent, das Laden von Fotos sogar um 70 Prozent. Zu den neuen Features zählen:

  • „Write with Siri": Ein Texteingabefeld über der Tastatur für KI-gestützte Textgenerierung
  • Visuelle Intelligenz: Kamera-Integration zur Objekterkennung und Nährwertanalyse
  • Erweiterte Kindersicherung: Echtzeit-Überwachung, Social-Media-Zeitlimits und Schutz vor sensiblen Inhalten
  • Bildschirm-Kontext: Siri versteht und interagiert mit aktuell angezeigten Inhalten
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Zeitplan und Ausblick

Nach der zweiten Entwickler-Beta vom 2. Juli rechnen Beobachter Mitte Juli mit einer öffentlichen Beta – Apple hält traditionell ein Fenster zwischen dem 11. und 24. Juli ein. Der finale Release von iOS 27 wird für September 2026 erwartet, pünktlich zur Markteinführung des iPhone 18.

Spannend: Im Beta-Code fanden sich Hinweise auf ein Produkt mit dem Codenamen B790, das Kameras für visuelle Intelligenz enthalten könnte. Branchenkenner spekulieren über eine Apple Smart Glasses oder ein „AirPods Ultra"-Modell, das möglicherweise Ende 2027 erscheinen könnte.

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