Beta, Siri

iOS 27 Beta: Siri erkennt jetzt Bilder – nur für iPhone 15 Pro

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 05:13 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Apple startet öffentliche Beta von iOS 27 mit KI-gestützter Siri. Neue Funktionen kommen in China, EU-Nutzer warten weiterhin.

iOS 27 Beta: Apples KI-Offensive mit neuer Siri und China-Erfolg
Ein futuristisches iPhone mit leuchtenden KI-Schnittstellenelementen und abstrakten Datenströmen, die Siri darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apple hat die öffentliche Beta von iOS 27 veröffentlicht und damit die Integration seiner neuen KI-Architektur gestartet. Im Zentrum steht eine grundlegend überarbeitete Siri mit Bildschirmerkennung und erweitertem Kontextverständnis. Während Apple in China wichtige Genehmigungen erhielt, bleibt der Zugriff für EU-Nutzer vorerst eingeschränkt.

Siri wird zur visuellen Assistentin

Die neue Funktion „Visual Intelligence" erlaubt Siri, Kamerabilder live zu analysieren und Informationen zu Objekten oder Texten bereitzustellen. Hinzu kommen Bildbearbeitungsfunktionen wie „Clean Up" zum Entfernen von Objekten oder „Spatial Reframing".

Die lokale Datenverarbeitung übernimmt das KI-Modell „Bonsai 27B" von PrismML. Mit rund 27 Milliarden Parametern und einer Größe von etwa 3,9 Gigabyte ermöglicht es Dokumentenanalysen direkt auf dem iPhone – ohne Cloud-Anbindung.

Apple verspricht deutliche Leistungssprünge: System-Apps starten 30 Prozent schneller, die Fotogalerie 70 Prozent und AirDrop-Übertragungen bis zu 80 Prozent. Zudem führt iOS 27 ein neues Design namens „Liquid-Glass" ein.

Bruch mit 15 Jahren Bedienlogik

Die KI-Integration erfordert eine Anpassung der seit über 15 Jahren etablierten Benutzeroberfläche. Eine Wischgeste von der oberen Mitte öffnet künftig direkt Siri AI. Die bisher dort verankerte Mitteilungszentrale wandert in die obere linke Ecke.

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Die neuen Funktionen setzen leistungsfähige Hardware voraus: Apple Intelligence ist auf das iPhone 15 Pro sowie neuere Modelle beschränkt. Eine finale Version wird für September 2026 erwartet.

China öffnet, EU bremst

Für den chinesischen Markt erhielt Apple grünes Licht von der Cyberspace-Aufsichtsbehörde. Da ausländische KI-Modelle in China strengen Filtern unterliegen, arbeitet Apple vor Ort mit Alibaba und Baidu zusammen. Zum Einsatz kommt das Qwen-Modell von Alibaba als Filterinstanz. Die Kooperation führte zu Kursgewinnen bei den chinesischen Partnern.

Anders in der EU: Der volle Funktionsumfang von Siri AI bleibt gesperrt. Apple begründet dies mit dem Digital Markets Act (DMA). EU-Nutzer können Siri AI in der Beta lediglich eingeschränkt über Kurzbefehle nutzen. Anfragen werden an ein Cloud-Modell weitergeleitet, Antworten vorgelesen. Komplexe Aktionen wie Bildschirmerkennung sind nicht verfügbar.

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Parallel dazu verpflichtete die EU-Kommission Mitte Juli Google, Android bis Juli 2027 für KI-Assistenten von Drittanbietern wie ChatGPT zu öffnen. Diese Entscheidung könnte Signalwirkung für die Gespräche zwischen der EU und Apple haben.

Eigene Chips als Strategie

Apple forciert die Entwicklung eigener KI-Chips für Rechenzentren, um die Abhängigkeit von Nvidia zu verringern. Branchenberichten zufolge führt das Unternehmen Gespräche mit Banken und Start-ups über mögliche Übernahmen. Erst kürzlich wurde die Akquisition von Q.ai für zwei Milliarden US-Dollar bekannt. Derzeit nutzt Apple noch Hardware in der Google Cloud sowie Googles spezialisierte TPUs.

Analysten wie Ming-Chi Kuo und Gene Munster bewerten die Entwicklung positiv. Munster merkte an, dass sich die neuen Funktionen wie ein völlig neues Gerät anfühlen. Die Apple-Aktie stieg infolge der Ankündigungen auf ein Rekordhoch von über 328 US-Dollar.

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