Beta, Siri

iOS 27 Beta 2: Siri wird zum KI-Gesprächspartner mit Kontextgedächtnis

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 08:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple veröffentlicht zweite öffentliche iOS-27-Beta mit KI-gestützter Siri und neuen Kommunikationsfunktionen.

iOS 27 Beta 2: Apples KI-Revolution mit neuer Siri startet
Modernes iPhone mit leuchtender KI-Oberflächenumrandung auf dem Bildschirm in professionellem Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die zweite öffentliche Beta von iOS 27 ist da – und bringt eine grundlegend überarbeitete Siri mit generativer KI.

Apple hat am 24. Juli die zweite öffentliche Beta von iOS 27 veröffentlicht. Der Schritt markiert einen Meilenstein auf dem Weg zur Markteinführung der hauseigenen KI-Suite. Im Zentrum steht eine neu designte Siri, die nun kontextbezogene Gespräche führen und Informationen über verschiedene Apps hinweg verknüpfen kann.

Siri wird zum Gesprächspartner

Die Beta konzentriert sich auf drei Kernverbesserungen des Sprachassistenten: erweitertes Weltwissen, eine dialogorientierte Benutzeroberfläche und konsistentes Verhalten über alle Apple-Geräte hinweg. Die neue Siri behält den Kontext während eines gesamten Gesprächs bei. Nutzer können nun mehrere Schritte in einer Anfrage bündeln und Rückfragen stellen, ohne zuvor genannte Details wiederholen zu müssen.

Eine komplett neue App archiviert vergangene Unterhaltungen mit der KI. Das erleichtert das Nachverfolgen komplexer Anfragen. Siri ist zudem tief in das Apple-Ökosystem integriert: Sie erkennt Inhalte auf dem Bildschirm und greift auf Daten aus verschiedenen Apps zu. Auf unterstützter Hardware erscheint ein neues Siri-Popover – ein leuchtender Rand oder eine kompakte Oberfläche – das kontextbezogene Hilfe und Schreibwerkzeuge bietet.

Die finale Version von iOS 27 wird voraussichtlich Mitte September erscheinen. Die erweiterten Siri-KI-Funktionen sollen jedoch erst im Herbst 2026 für alle Nutzer freigeschaltet werden. Voraussetzung ist ein iPhone 15 Pro oder neuer. Das reguläre iOS 27 läuft dagegen bereits auf Geräten ab der iPhone-11-Serie.

KI revolutioniert Telefonie und Nachrichten

Apple Intelligence verändert auch die Standard-Kommunikations-Apps grundlegend. Die neue Funktion Call Context blendet während Telefonaten mit Unternehmen relevante Informationen ein – etwa Bestätigungscodes aus dem Mail-Posteingang. Start ist zunächst auf Englisch für iPhone, iPad und Mac.

Anzeige

Viele iPhone-Nutzer übersehen nach dem Update auf neue Versionen wie iOS 27 wichtige Sicherheitseinstellungen. Ein Apple-Experte erklärt Ihnen in diesem Ratgeber, wie Sie Ihre Daten mit wenigen Klicks wirklich schützen. 5 Schutzmaßnahmen nach dem Update jetzt entdecken

Die Mail-App wurde ebenfalls mit KI-Funktionen ausgestattet: Sie erstellt automatische Zusammenfassungen und identifiziert dringende Nachrichten. Priority Messages sortiert zeitkritische Korrespondenz ganz oben im Posteingang, während Smart Reply passende Antwortvorschläge liefert.

In der Nachrichten-App gibt es RCS-Upgrades mit Inline-Antworten und Tapback-Reaktionen. Für jüngere Nutzer hat Apple Communication Safety eingeführt – eine Funktion, die gewalttätige Inhalte automatisch blockiert. Zudem entdeckten Tester eine neue Drawing-iMessage-App, die Insidern zufolge für künftige Hardware optimiert sein soll.

Datenschutz als Trumpf

Apple setzt bei gesundheitsbezogenen KI-Anfragen und anderen sensiblen Aufgaben auf Verarbeitung direkt auf dem Gerät oder über Private Cloud Compute. Die Infrastruktur verhindert, dass Daten an Dritte gelangen. Ein klarer Unterschied zur Konkurrenz: Das kürzlich gestartete ChatGPT Health von OpenAI greift auf medizinische Aufzeichnungen zu, hat aber andere Datenaufbewahrungsrichtlinien.

Anzeige

Mit den neuen KI-Funktionen kommen auch viele neue Begriffe auf Apple-Nutzer zu. Dieses Gratis-Lexikon erklärt Ihnen die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe in einfachen Worten – damit Sie bei Apple Intelligence und Co. immer den Durchblick behalten. iPhone-Lexikon kostenlos als PDF sichern

Der Fokus auf proprietären Datenschutz kommt nicht von ungefähr. Am 10. Juli 2026 reichte Apple Klage gegen OpenAI ein – der Vorwurf: Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen.

Weitere Neuerungen und Hardware-Hürden

Das Beta-Update vom 24. Juli enthält auch nicht-KI-bezogene Verbesserungen. Dazu gehören ein überarbeitetes Screen-Time-Interface mit kategoriebasierten Zeitplänen, unabhängige Lautstärkeregler für Wecker und extra große Widgets. Die Kamera wurde um visuelle Intelligenz erweitert, zudem lassen sich einzelne Videobilder als Fotos speichern.

Trotz des rasanten Beta-Tempos seit der WWDC-Ankündigung am 8. Juni 2026 kämpfen einige Kunden noch mit den Folgen früherer Hardware-Zyklen. Im Mai 2026 einigte sich Apple in einem Vergleich über 250 Millionen Euro wegen irreführender Werbung für verspätete KI-Funktionen auf älteren iPhone-Modellen. Berechtigte Kunden müssen mindestens ein Jahr auf die Auszahlung warten.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69866762 |