iOS 27: Apples KI-Features kosten extra – 10 Euro monatlich
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 14:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der öffentliche Beta-Test von iOS 27 ist gestartet – und bringt eine klare Botschaft: Wer die neuen KI-Features nutzen will, muss tiefer in die Tasche greifen.
Apple setzt mit dem jüngsten Betriebssystem-Update auf eine Strategie, die für Diskussionen sorgen dürfte: Fortschrittliche KI-Funktionen bleiben Nutzern der teuren iCloud+-Tarife vorbehalten. Die öffentliche Beta von iOS 27, die am 15. Juli 2026 erschienen ist, zeigt deutlich, wohin die Reise geht.
KI-Features nur mit 2-Terabyte-Tarif
Die neuen KI-gesteuerten Home-Funktionen sind exklusiv für Abonnenten der 2-Terabyte- oder höheren iCloud+-Tarife verfügbar. Diese kosten umgerechnet knapp zehn Euro pro Monat. Voraussetzung ist zudem ein iPhone 15 Pro oder neuer.
Die Funktionen nutzen leistungsstarke Server-Modelle, um HomeKit Secure Video mit KI-generierten Beschreibungen zu versehen. Nutzer können durchsuchbare Videoclips erwarten und automatisch relevante Sicherheitsaufnahmen angezeigt bekommen. Auch die täglichen Limits für die Bildgenerierungs-Funktion Image Playground sollen für zahlende Abonnenten erhöht werden.
Die finale Version von iOS 27 wird für September 2026 erwartet. Die Beta-Phase dient offenbar dazu, die Rechenlast der neuen KI-Dienste auf die Cloud-Infrastruktur zu verlagern – und die Kosten dafür an die Nutzer weiterzugeben.
Geteilte Alben kosten jetzt Speicherplatz
Ein weiterer Paukenschlag: Ab iOS 27 können erstmals auch Android- und Windows-Nutzer auf iCloud-geteilte Alben zugreifen. Diese längst überfällige Öffnung hat jedoch einen Haken. Bisher waren geteilte Alben vom Speicherkontingent ausgenommen – das ändert sich nun.
Alle Medien, die in geteilten Alben landen, werden künftig auf das Speicherlimit des Kontoinhabers angerechnet. Für Nutzer, die regelmäßig Fotos und Videos mit Familie oder Freunden teilen, dürfte das den Druck erhöhen, auf einen größeren Tarif umzusteigen.
Die Dimensionen sind gewaltig: Ein Standardfoto im HEIF-Format belegt rund drei Megabyte. Wer in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde filmt, verbraucht pro Minute 400 Megabyte. Bei professionellem 4K-ProRes-Material sind es sogar bis zu sechs Gigabyte pro Minute.
Viele iPhone-Nutzer übersehen nach dem Update diese gefährliche Einstellung. Apple-Chefredakteur Detlef Meyer verrät, welche Einstellungen Sie nach jedem Update sofort überprüfen sollten, um Ihre Daten wirklich zu schützen. Welche iPhone-Einstellung Sie jetzt prüfen sollten
Apple warnt vor Speicher-Mythen
In den sozialen Medien kursierte zuletzt ein fragwürdiger Tipp: Durch manuelles Ändern des Systemdatums ließen sich angeblich rund 20 Gigabyte Speicher freischaufeln. Apple stellte klar: Davon ist dringend abzuraten.
Die Manipulation des Datums kann zu Netzwerkverbindungsfehlern, App-Fehlfunktionen und sogar Datenverlust führen. Wer Speicher freigeben will, sollte auf seriöse Methoden setzen.
Zudem klärte der Konzern auf, warum Nutzer nach dem Löschen tausender Fotos oft keine sofortige Speicherentlastung sehen. Gelöschte Medien landen zunächst 30 Tage im Ordner „Zuletzt gelöscht" – eine Sicherheitsfunktion gegen versehentlichen Datenverlust. Wer den Speicher sofort freigeben will, muss den Ordner manuell leeren.
WhatsApp plant eigene Cloud-Lösung
Parallel zu Apples Vorstoß arbeiten Drittanbieter an Alternativen. WhatsApp entwickelt offenbar ein eigenes Cloud-Backup-System für iPhone-Nutzer, das komplett an iCloud vorbei funktioniert. Die Beta-Version sieht einen kostenlosen 2-Gigabyte-Tarif sowie einen kostenpflichtigen 50-Gigabyte-Tarif für etwa einen Euro pro Monat vor. Ein 1-Terabyte-Plan ist in Entwicklung.
Besonders interessant: Die Backups sollen standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein und per Passkey geschützt werden.
Phishing-Welle im Umlauf
Sicherheitsexperten warnen derzeit vor einer Zunahme von Phishing-Angriffen, die gezielt iPhone-Nutzer ins Visier nehmen. Die betrügerischen E-Mails imitieren Apples offizielles Branding und behaupten, Nutzer müssten innerhalb von 48 Stunden ihren iCloud-Speicher aufstocken – sonst drohe der Verlust ihrer Fotos.
Die Devise lautet: Niemals auf Links in solchen Mails klicken. Speicherstatus und Abrechnungsinformationen lassen sich ausschließlich über die iPhone-Einstellungen prüfen.
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Speicher-Optimierung für die Beta
Für Tester der öffentlichen iOS-27-Beta empfehlen Entwickler bewährte Methoden zur Speicherverwaltung:
- Nicht genutzte Apps auslagern: Die App selbst wird entfernt, Dokumente und Daten bleiben erhalten.
- Browser-Cache leeren: Safari-Verlauf und Website-Daten lassen sich in den App-Einstellungen löschen.
- Backups verwalten: Alte Geräte-Backups in den iCloud-Einstellungen zu löschen, bringt oft mehrere Gigabyte.
- App-interne Tools nutzen: Spotify, TikTok und Chrome bieten eigene Cache-Reiniger, die den Speicherfußabdruck reduzieren, ohne Kontodaten zu beeinträchtigen.
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