iOS 27: App-Starts 30% schneller, Fotos 70% schneller
Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 00:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern Apple hat die Veröffentlichung von iOS 27 sowie weiterer Systemaktualisierungen bekannt gegeben. Im Zentrum des Updates steht eine grundlegend überarbeitete Version des Sprachassistenten Siri, die auf neuen Modellen der künstlichen Intelligenz basiert.
Zeitgleich mit dem mobilen Betriebssystem erscheinen zudem watchOS 27, iPadOS 27, visionOS 27, tvOS 27 sowie macOS 27 unter dem Namen „Golden Gate“. Berichte zur Veröffentlichung heben insbesondere die Leistungsfähigkeit der neuen KI-Funktionen und die tiefe Integration in das AirPods-Ökosystem hervor.
Siri AI und die technologische Architektur
Die neue Generation des Sprachassistenten, als Siri AI bezeichnet, nutzt die sogenannten AFM-3-Modelle. Diese teilen sich in verschiedene Leistungsstufen auf: Das Modell „AFM 3 Core“ arbeitet mit 3 Milliarden Parametern direkt auf dem Endgerät, während „AFM 3 Core Advanced“ über 20 Milliarden Parameter verfügt, von denen im Betrieb zwischen einer und vier Milliarden aktiv sind.
Für komplexere Aufgaben greift das System auf die „AFM 3 Cloud“ zurück. Branchenberichten zufolge nutzt Siri AI zusätzlich externe Kapazitäten durch Gemini-Modelle.
Siri AI startet zunächst als Beta-Version ausschließlich in englischer Sprache. Für den Oktober ist die Erweiterung auf Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch geplant. Um die neuen Funktionen nutzen zu können, müssen Anwender sich über die Systemeinstellungen für eine Warteliste registrieren.
Eine neue Siri-App ermöglicht zudem das Speichern von Chat-Verläufen über Zeiträume von 30 Tagen, einem Jahr oder dauerhaft, wobei die Synchronisation über iCloud erfolgt. Es wird darauf hingewiesen, dass das System weiterhin Halluzinationen oder Fehler aufweisen kann.
Hardware-Voraussetzungen und regionale Einschränkungen
Die Nutzung der KI-gestützten Funktionen unterliegt strengen Hardware-Anforderungen. Die sogenannten Apple-Intelligence-Features setzen mindestens ein iPhone 15 Pro oder neuer voraus. Siri AI läuft auf dem iPhone 15 Pro, dem iPhone 15 Pro Max sowie der iPhone-16-Serie.
Bestimmte Funktionen, wie etwa die individuell anpassbare Siri-Stimme, erfordern laut Berichten sogar ein iPhone 17 Pro. iOS 27 als Basissystem bleibt hingegen kompatibel mit älteren Geräten ab dem iPhone 11 und dem iPhone SE der zweiten Generation.
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In der Europäischen Union ist Siri AI für das iPhone, das iPad und die Apple Watch aufgrund eines anhaltenden Rechtsstreits mit der EU-Kommission derzeit nicht verfügbar. Auch in China wurde die Einführung aus regulatorischen Gründen vorerst ausgesetzt.
Für den Mac und die Vision Pro steht der Dienst in diesen Regionen nur mit Einschränkungen zur Verfügung. Zudem wird berichtet, dass der erweiterte Zugang zu bestimmten KI-Funktionen nach dem Erreichen von Tageslimits kostenpflichtig werden kann.
Optimierungen der Systemleistung und neue Funktionen
Apple gibt für iOS 27 deutliche Leistungssteigerungen an. App-Starts sollen um bis zu 30 Prozent schneller erfolgen, während die Verarbeitung von Fotos eine Steigerung von 70 Prozent erfahre. Für AirDrop wird eine um 80 Prozent höhere Geschwindigkeit angegeben. Weitere Verbesserungen betreffen die NFC-Schnittstelle sowie den iPad-Dateizugriff, der bis zu fünfmal schneller sein soll. Die WLAN-Performance der Vision Pro steige um den Faktor drei.
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Zu den funktionalen Neuerungen gehören ein sogenannter „Liquid-Glass-Slider“ sowie erweiterte Kinderschutzfunktionen. Diese umfassen Optionen zur Kommunikationssicherheit, Zeitbeschränkungen und eine Funktion namens „Ask to Browse“. Im Bereich Konnektivität führt Apple „iPhone Handoff“ ein, wobei die Nutzung bei US-Anbietern wie T-Mobile mit monatlichen Kosten von 5 US-Dollar verbunden ist.
Umfassende Aktualisierung für AirPods
Parallel zum Betriebssystem-Rollout hat Apple neue Firmware-Versionen (Build 9A348 und 9A350) für verschiedene AirPods-Modelle veröffentlicht. Dies betrifft die AirPods Pro der zweiten und dritten Generation, die AirPods 4 sowie die AirPods Max 2. Eine wesentliche Neuerung ist der „Custom EQ“, der eine manuelle Anpassung der Frequenzbereiche ermöglicht. Diese Profile werden direkt auf den Kopfhörern gespeichert und sind geräteübergreifend verfügbar.
Die Equalizer-Funktion bleibt Geräten mit dem H2-Chip vorbehalten. Etwa die Hälfte der neuen Funktionen von iOS 27 im Audio-Bereich soll exklusiv für die AirPods Pro 3 zur Verfügung stehen. Das Update der Kopfhörer erfolgt wie gewohnt automatisch unter bestimmten Ladebedingungen; ein manueller Start des Vorgangs ist nicht vorgesehen.
Zudem wird für die laufende Woche die Markteinführung der AirPods 5 erwartet. In ersten Tests durch Fachjournalisten wie Joanna Stern wurde berichtet, dass der Sprachassistent Siri im Rahmen der neuen Systemumgebung erstmals zuverlässig funktioniere.
