iOS 27: Advanced Dictation braucht 12 GB RAM – nur Pro-Modelle
21.06.2026 - 03:35:10 | boerse-global.de
Die neueste Beta von iOS 27 offenbart einen massiven Sprung bei der Spracherkennung – doch nur die teuersten Modelle profitieren davon.
Apple hat mit der Beta von iOS 27, die am 20. Juni veröffentlicht wurde, eine grundlegend überarbeitete Diktierfunktion vorgestellt. Die Advanced Dictation Preview genannte Technologie arbeitet komplett auf dem Gerät und setzt auf lokale KI-Verarbeitung. Das klingt nach mehr Privatsphäre – hat aber einen Haken: Die Funktion braucht viel Arbeitsspeicher.
Nur die Pro-Modelle und das neue iPhone Air sind dabei
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Die neue Diktierfunktion stellt hohe Hardware-Anforderungen. Konkret benötigt sie mindestens 12 Gigabyte RAM. Das bedeutet: Nur das iPhone 17 Pro, das iPhone 17 Pro Max und das neue iPhone Air werden die Funktion unterstützen.
Besitzer eines iPhone 16 Pro oder des Standard-iPhone 17 – beide mit 8 GB RAM – gehen leer aus. Auch das iPad braucht mindestens den M4-Chip, beim Mac ist es der M3 oder neuer. In der aktuellen Beta ist die Funktion standardmäßig deaktiviert und muss in den Tastatureinstellungen manuell eingeschaltet werden.
So arbeitet die Technik im Hintergrund
Angetrieben wird das System vom Apple Foundation Model (AFM) Core Advanced. Apples eigenes KI-Modell erledigt die Sprachverarbeitung lokal auf dem Gerät. Das hat gleich mehrere Vorteile: Die Daten verlassen das iPhone nicht, was die Privatsphäre schützt. Zudem arbeitet die Erkennung in Echtzeit.
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
- Automatische Formatierung: Das System setzt selbstständig Satzzeichen und Großschreibung
- Höhere Genauigkeit: Das AFM-Modell liefert präzisere Ergebnisse als frühere Versionen
- Datenschutz: Keine Übertragung an externe Server – ein Kernversprechen von Apples KI-Strategie
Siri wird zur eigenständigen App – mit Google im Hintergrund
Die verbesserte Diktierfunktion ist Teil einer umfassenden Siri-Überholung. Mit iOS 27 wird der Sprachassistent zur eigenständigen App – intern Siri AI genannt. Dahinter steckt eine mehrjährige Partnerschaft mit Google, die Apple im Januar 2026 bekannt gegeben hatte. Für komplexe Aufgaben nutzt Siri die Gemini-Modelle des Suchkonzerns.
Doch Apple setzt auf eine Mischung: Während Siri für anspruchsvolle Anfragen auf Googles Cloud zurückgreift, verwendet es für sensible Daten den hauseigenen Private Cloud Compute. Ein neues Feature namens On-Screen Awareness erlaubt es dem Assistenten, den aktuellen Bildschirminhalt zu analysieren und kontextbezogene Antworten zu liefern – etwa beim Blick auf eine E-Mail oder einen Kalendereintrag.
Rund 40 weitere Neuerungen im System
Neben Diktierfunktion und Siri bringt die Beta vom 19. und 20. Juni rund 40 weitere Verbesserungen. Die Fitness-App wurde überarbeitet – mit prominenteren Routenkarten und speziellen Trainingsprogrammen. In der Fotos-App gibt es ein Cleanup-Werkzeug, das per generativer KI Objekte entfernt und Bilder neu zuschneidet.
Apple Maps erhält lokale Listen und verbesserte Flyover-Ansichten. Die Wallet-App bekommt einen Belegscanner und erweiterte Hotel-Schlüsselfunktionen.
Ältere Geräte bleiben außen vor – mit einer Ausnahme
iOS 27 selbst unterstützt noch das iPhone 11 und neuere Modelle. Anders sieht es bei der Apple Watch aus: watchOS 27 wird Berichten zufolge die Unterstützung für die Series 6 bis 8 sowie die erste Ultra-Generation einstellen.
Der öffentliche Release von iOS 27 wird für den Herbst 2026 erwartet. Entwickler können die Apple Foundation Models bereits kostenlos nutzen, um ihre Apps für die neuen KI-Funktionen zu optimieren.
