Apple-Update, Laden

iOS 26.5.1: Apple-Update blockierte Laden bei iPhone Air und 17

07.06.2026 - 22:42:07 | boerse-global.de

Neue Umfrage zeigt: 78 Prozent installieren Updates nur widerwillig. Apple, Google und Samsung kämpfen mit Pannen, Fälschungen und Reparatur-Herausforderungen.

Studie: Großes Misstrauen gegen Software-Updates und Hersteller
Apple-Update - Close-up of hands repairing a smartphone, surrounded by tools and micro-components, with a digital pattern on the screen. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Verbraucher misstrauen Herstellern zunehmend – neue Studien und Vorfälle belegen ein wachsendes Problem.

Eine aktuelle Umfrage unter 2.000 Erwachsenen zeigt: 78 Prozent der Nutzer installieren Software-Updates nur noch, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Die im Juni 2026 veröffentlichte Studie von UserTesting und Talker Research ergab zudem, dass 54 Prozent der Befragten glauben, Updates seien vor allem dazu da, Nutzer zu kostenpflichtigen Funktionen oder Neukäufen zu drängen.

Die Skepsis ist nicht unbegründet. Erst Anfang Juni veröffentlichte Apple das Update iOS 26.5.1 – es behebt einen Fehler, der das kabelgebundene Laden der Modelle iPhone Air und iPhone 17 blockierte, sobald der Akku fast leer war. Betroffene mussten bis zum 1. Juni auf kabelloses Laden ausweichen.

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Wenn Updates Geräte lahmlegen

Die Liste der Pannen ist lang. Ein Update für das Google Pixel 4a reduzierte im Januar 2025 die Akkukapazität um mehr als die Hälfte. Samsung Galaxy S23-Nutzer berichteten nach System-Updates von grünen Linien auf ihren Displays. Bereits 2018 verhängten italienische Behörden Geldstrafen gegen Samsung und Apple, weil Updates ältere Geräte absichtlich verlangsamten. In den USA einigte sich Apple später auf einen Vergleich über bis zu 500 Millionen Euro.

Fälschungen: Billige Kopien, teure Risiken

Am 5. Juni 2026 veröffentlichte der Reparaturdienst iFixit einen Teardown-Bericht über gefälschte Apple-Produkte vom Markt Huaqiangbei in Shenzhen. Das Ergebnis: Eine nachgemachte Apple Watch Ultra 3 enthielt einen Akku mit nur 260 mAh – weniger als die Hälfte der Original-Kapazität. Die Sensoren waren nur aufgemalt.

Auch bei Kopfhörern klafft die Qualitätsschere weit auseinander: Falsche AirPods Max 2 bestehen aus Plastik statt Aluminium und haben keine aktive Geräuschunterdrückung. Selbst optisch täuschend echte AirPods Pro 3 nutzen minderwertige Treiber und verzichten auf MEMS-Mikrofone.

Die EU reagierte bereits 2025 mit neuen Vorschriften zur Haltbarkeit von Smartphones. Ziel ist es, die Lebensdauer der Geräte zu verlängern und den Elektroschrott zu reduzieren.

Die Reparatur-Bewegung wächst

Aus dem Frust über geplante Obsoleszenz ist eine globale Bewegung entstanden. Repair Cafés – 2009 in den Niederlanden gestartet – zählen heute rund 4.000 Standorte mit über 59.000 Mitgliedern. Bei einem Treffen am 23. Mai 2026 in New Paltz, New York, reparierten Freiwillige 71 von 85 mitgebrachten Geräten.

Das Buy Nothing Project, eine Initiative zum Teilen und Tauschen, hat inzwischen 12,5 Millionen Mitglieder. In Kaduna, Nigeria, half ein langjähriger Reparateur namens Ahmed Emuwahen Oscar seit 2013 dabei, über 50 gestohlene Handys sicherzustellen und mehr als 20 Tatverdächtige zu identifizieren.

Neue Gefahren: Malware und KI-Betrug

Die Sicherheitslage rund um Smartphone-Reparatur und -Nutzung wird zunehmend komplexer. Am 7. Juni 2026 identifizierte TraceX Labs eine schädliche Android-APK namens „Cockroach Janta Party". Die über WhatsApp und Telegram verbreitete Malware zielt auf junge Nutzer in Indien ab. Einmal installiert, fordert sie Zugriff auf SMS, Kontakte und Kamera – Angreifer können so Einmalpasswörter abfangen und das Gerät fernsteuern.

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Parallel dazu warnen Betrugsexperten vor vergifteten KI-Suchergebnissen. ChatGPT leitete Nutzer zu gefälschten Shopping-Seiten, die als britische Händler wie Dunelm oder Russell & Bromley getarnt waren. Letztere Firma war im Januar 2026 in die Insolvenz gegangen und von Next übernommen worden. ChatGPT hat die betrügerischen Links inzwischen entfernt – der Vorfall zeigt jedoch, wie riskant die Nutzung von KI-Tools bei der Suche nach Hardware oder Reparaturdiensten sein kann.

Ausblick: Falt-iPhone in Sicht?

Trotz aller Probleme bleibt die Vorfreude auf neue Technik groß. Anfang Juni aufgetauchte Leaks zeigen Dummy-Modelle eines mutmaßlichen „iPhone Fold". Das Gerät soll eine große Kamera-Aussparung und ein mögliches externes Display besitzen. Branchenkenner rechnen mit einer Vorstellung im Laufe des Jahres 2026.

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