WWDC, QR-Codes

iOS 18 zur WWDC: QR-Codes für WLAN-Passwörter ab 8. Juni

03.06.2026 - 13:18:21 | boerse-global.de

Apple erweitert iOS 18 um native QR-Code-Generierung für WLAN-Zugänge. Die Funktion verbessert die Kompatibilität mit Android-Geräten deutlich.

iOS 18 zur WWDC: QR-Codes für WLAN-Passwörter ab 8. Juni - Bild: über boerse-global.de
iOS 18 zur WWDC: QR-Codes für WLAN-Passwörter ab 8. Juni - Bild: über boerse-global.de

iOS 18 bringt native QR-Code-Funktion für WLAN-Passwörter – ein Schritt zu mehr Kompatibilität zwischen den Plattformen.

Pünktlich zur Entwicklerkonferenz am 8. Juni hat Apple die Weichen für einfachere Netzwerkfreigaben gestellt. Mit iOS 18 können Nutzer nun direkt in den WLAN-Einstellungen einen QR-Code für jedes gespeicherte Netzwerk generieren lassen. Der Code enthält SSID und Passwort – jedes Gerät mit Kamera, auch Android-Smartphones, kann das Netzwerk sofort beitreten.

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Bisher war die Freigabe auf Apple-Geräte beschränkt. Die seit iOS 11 bekannte Funktion erlaubt zwar den automatischen Austausch zwischen zwei entsperrten Apple-Geräten in der Nähe, scheitert aber an der Plattformgrenze. Der neue QR-Code schafft hier Abhilfe und ist besonders für Haushalte mit gemischten Geräteflotten oder Gäste mit Android-Smartphones gedacht.

Passwort-App wird zur Kommandozentrale

Die Apple Passwords App – verfügbar auf iPhone, iPad und Mac – hat sich zum zentralen Drehkreuz für Zugangsdaten entwickelt. Neben der QR-Code-Generierung für WLAN bietet sie mehrere Profi-Funktionen:

  • Datenimport: Passwörter lassen sich über CSV-Dateien aus Drittanbieter-Apps einspielen. Auf dem Mac geschieht das über das Datei-Import-Menü, iPhone-Nutzer nutzen dafür die Safari-Einstellungen.
  • Sicherheitsinfrastruktur: Die App unterstützt Zwei-Faktor-Authentifizierung (TOTP) und Passkeys. Automatische Warnungen schlagen bei schwachen oder kompromittierten Passwörtern Alarm.
  • Organisation: Ein durchsuchbares Notizfeld speichert Sicherheitsfragen oder Wiederherstellungsschlüssel. Die Gruppenfreigabe erlaubt Familien oder Teams, gemeinsamen Zugriff auf bestimmte Zugangsdaten zu verwalten.
  • Plattformübergreifend: Über die iCloud-für-Windows-App sind die gespeicherten Daten auch auf Windows-Rechnern abrufbar.
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Mehr Transparenz bei gespeicherten Passwörtern

Seit iOS 16 und iPadOS 16.1 können Nutzer die Klartexte gespeicherter WLAN-Passwörter einsehen – geschützt durch Face ID oder Touch ID. Früher war dafür der Umweg über den Schlüsselbund auf dem Mac oder das Router-Admin-Panel nötig.

Der aktuelle Zugang ist deutlich einfacher: In den WLAN-Einstellungen genügt ein Tipp auf das Informationssymbol neben dem gewünschten Netzwerk, um das Passwort anzuzeigen – sowohl für aktive als auch für früher verbundene Netzwerke.

Trend zur plattformübergreifenden Zusammenarbeit

Die Erleichterungen bei der Netzwerkfreigabe sind Teil einer breiteren Bewegung. Erst im Juni 2026 berichtete die Branche von Googles Ausweitung der Quick-Share-Funktion auf Apples AirDrop-Protokoll. Damit sind Dateiübertragungen zwischen Android-Flaggschiffen wie dem Samsung Galaxy S26 oder dem neuen Xiaomi 17T Pro und iPhones möglich.

Zwar unterscheiden sich Dateiübertragungsprotokolle von WLAN-Zugangsdaten, doch der Trend ist klar: Die Mauern zwischen den mobilen Ökosystemen bröckeln. Wenn Apple am 8. Juni weitere Updates für Wallet und Messaging-Dienste vorstellt, dürfte die Richtung dieselbe bleiben – weniger Reibung, mehr Kompatibilität.

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