Intel und NVIDIA: Revolutionärer x86-SoC mit RTX-Integration bis 2028
22.06.2026 - 07:55:47 | boerse-global.de
Der Chip-Riese und der Grafikspezialist arbeiten an einer revolutionären x86-Architektur – mit direkter RTX-Integration auf einem Chip.
Branchenkreisen zufolge entwickeln Intel und NVIDIA einen neuartigen System-on-Chip (SoC), der NVIDIAs RTX-Grafik direkt in eine x86-Architektur integriert. Der gemeinsame Prozessor soll im ersten Quartal 2028 auf den Markt kommen – ein möglicher Debüt-Termin wäre die CES 2028 in Las Vegas.
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NVIDIAs KI-Offensive für Windows-PCs
Das x86-Projekt ist Teil einer größeren Strategie. Bereits Anfang Juni auf der Computex 2026 hatte NVIDIA die RTX Spark-Plattform vorgestellt. Diese nutzt einen 20-Kern-Grace-Prozessor (gemeinsam mit MediaTek entwickelt) und eine Blackwell-GPU. Mit einer Rechenleistung von einer Petaflop soll sie lokale KI-Agenten auf Windows-PCs ermöglichen.
Die Vorbestellungen für RTX-Spark-Systeme liefen am 15. Juni an, der allgemeine Verkaufsstart ist für September 2026 geplant. Große Hersteller wie Dell, HP, Lenovo, ASUS und MSI haben sich bereits auf die Plattform festgelegt. HP präsentierte mit dem OmniBook Ultra 16 und dem X 14 die ersten Laptops mit RTX-Spark-Architektur – sie bieten über 100 TOPS KI-Leistung bei einer konfigurierbaren thermischen Verlustleistung zwischen 15 und 45 Watt. Die Auslieferung soll Ende 2026 beginnen.
Intel Foundry: Großaufträge von Apple und Google
Intels Fertigungssparte meldet derweil bedeutende Erfolge. Am 18. Juni wurde eine Vereinbarung bekannt: Intel wird künftig Apple-Chips der unteren Preisklasse fertigen – darunter die A-Serie und den Basischip M7 für Geräte wie das MacBook Air. Die Produktion soll ab 2027 auf Intels 18A-P-Prozess laufen. Zwar behält TSMC voraussichtlich über 90 Prozent der Apple-Aufträge, dennoch ließ die Nachricht Intels Aktie steigen.
Ein weiterer Coup: Google hat Intel beauftragt, ab 2028 mehr als drei Millionen Tensor Processing Units (TPUs) zu produzieren. Der Suchmaschinenriese will so seine Lieferkette diversifizieren – andere Foundries stoßen an Kapazitätsgrenzen. Intels 18A-P-Knoten befindet sich seit dem 16. Juni in der Risikoproduktion. Branchenanalysten sehen die Foundry-Sparte zwar noch in der Wachstumsphase, aber auf gutem Weg, Marktanteile zu gewinnen und in den kommenden Jahren die Gewinnschwelle zu erreichen.
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Neue Prozessor-Architekturen und KI-Erweiterungen
Auch bei den unmittelbar anstehenden Prozessorgenerationen gibt es Neuigkeiten. Am 21. Juni wurden Details zur Raptor Lake Next HX-Serie bekannt – sie soll bis zu 24 CPU-Kerne für High-End-Gaming- und Content-Creation-Laptops bieten. Für das mobile Segment ist die Panther-Lake-Architektur (Core Ultra Series 3) vorgesehen: Erste SKUs erscheinen Ende 2025, der breite Rollout folgt in der ersten Jahreshälfte 2026. Panther Lake nutzt den 18A-Prozess und soll 40 Prozent weniger Strom verbrauchen als Vorgängergenerationen.
Um die KI-Fähigkeiten im x86-Ökosystem zu stärken, haben Intel und AMD gemeinsam die ACE (Advanced Compute Extensions) vorgestellt. Diese Erweiterungen integrieren FP4- und FP6-Datenformate, um Matrix-Multiplikationen effizienter zu machen. Ziel ist es, KI-Modelle direkt auf CPUs ausführen zu können – parallel zur dedizierten Grafikhardware. Erste Benchmarks des Wildcat-Lake-basierten Core 3 304 zeigen: In Single- und Multi-Thread-Workloads liegt das Modell nur knapp hinter High-End-Mobilkonkurrenten.
