Intel-Gelände, Magdeburg

Intel-Gelände Magdeburg: Zwei Investoren unterzeichnen Absichtserklärungen

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 21:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sachsen-Anhalt vereinbart mit FMC und einem weiteren Investor neue Pläne für das Intel-Areal. Infrastruktur und Nutzung bleiben bis September offen.

Magdeburg: Sachsen-Anhalt findet zwei Interessenten für Intel-Fläche
Weite, ungenutzte Industriefläche mit Baugrund und technischer Infrastruktur bei Sonnenuntergang in Magdeburg. Illustration mit AI erstellt.

Sachsen-Anhalt hat mit zwei Investoren Absichtserklärungen zur Nutzung der früheren Intel-Fläche in Magdeburg unterzeichnet. Damit rückt eine neue Nutzung des seit dem Rückzug des US-Chipkonzerns brachliegenden Areals in greifbare Nähe. Einer der beiden Investoren ist FMC, ein Speicherchip-Start-up aus Dresden. Bei dem zweiten handelt es sich nicht um einen Halbleiterhersteller.

Intel hatte seine Pläne für eine Chipfabrik in Magdeburg im Juli 2025 abgesagt. Ursprünglich sollten rund 30 Milliarden Euro investiert werden, wovon ein Drittel vom Staat getragen werden sollte. Seither steht das Land vor der Aufgabe, für die freigewordene Fläche eine neue Verwendung zu finden.

Infrastruktur muss bis 2028 stehen

Damit die neuen Vorhaben umgesetzt werden können, muss Sachsen-Anhalt die Strom- und Wasserversorgung des Geländes sicherstellen. Geplant sind eine 380-kV-Leitung sowie ein Wasserwerk an der Elbe. Beide Vorhaben sollen ab 2028 gesichert sein. Zeitlicher Druck besteht schon jetzt: Eine Entscheidung über die weitere Nutzung muss bis Mitte September fallen, andernfalls soll die Anlage heruntergefahren werden.

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FDP wirbt für Sonderwirtschaftszonen

Die FDP nutzt die Entwicklung, um für ihr Konzept von Sonderwirtschaftszonen zu werben. Die Partei sieht sich durch eine Civey-Umfrage bestätigt, wonach 49 Prozent der Befragten Sonderwirtschaftszonen positiv bewerten, 34 Prozent negativ und 17 Prozent keine Meinung dazu äußern. Die FDP will in Sachsen-Anhalt zwei solcher Zonen errichten: auf dem früheren Intel-Gelände bei Magdeburg sowie am Chemiestandort Leuna.

FDP-Chef Wolfgang Kubicki erklärte, die Menschen seien in dieser Frage deutlich weiter als die Regierung. Die FDP-Landeschefin in Sachsen-Anhalt, Lydia Hüskens, warb für Standorte mit hervorragender Infrastruktur, schnellen Genehmigungen und steuerlichen Vorteilen.

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Ob die Absichtserklärungen mit FMC und dem zweiten, nicht näher benannten Investor tatsächlich zu einer dauerhaften Ansiedlung führen, hängt nun maßgeblich davon ab, ob Land und Netzbetreiber die notwendige Infrastruktur rechtzeitig bereitstellen können. Die kommenden Wochen bis zur Entscheidung Mitte September dürften darüber entscheiden, ob die Fläche eine neue industrielle Nutzung erhält oder die bestehende Anlage vorerst stillgelegt wird.

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