Intel, Arc

Intel Arc G3: Neue Handheld-Prozessoren für Gaming-PCs ab Juni

05.06.2026 - 03:11:15 | boerse-global.de

Intel bestätigt Fortbestand der Arc-Serie, fokussiert sich künftig aber stärker auf mobile Chips und Handhelds.

Intel Arc: Kein Aus für Gaming-Grafikkarten, aber Strategiewechsel
Intel - A close-up of a futuristic Intel Arc GPU, glowing blue, with intricate circuitry visible against a dark background. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Klarstellung von der Führungsetage

Alex Katouzian, General Manager der Client Computing Group bei Intel, hat am 4. Juni 2026 alle Spekulationen über ein mögliches Aus der Arc-Reihe beiseitegewischt. „Grafikprozessoren sind ein entscheidend wichtiges Element unseres PC-Portfolios", erklärte der Manager. Die Aussage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Intel seine Strategie im Grafikmarkt neu justiert – mit deutlichem Fokus auf integrierte und mobile Lösungen.

Anzeige

Neue KI-Gesetze, neue Cyberrisiken: Was kommt wirklich auf Ihr Unternehmen zu? Dieser kostenlose Report klärt auf, welche rechtlichen Pflichten und Bedrohungen Unternehmer jetzt kennen müssen. Kostenlosen Cyber-Security-Report herunterladen

Desktop-Segment: Weniger Ambitionen für Enthusiasten

Trotz der offiziellen Bekenntnisse zur Arc-Marke zeichnet sich im High-End-Bereich eine Kehrtwende ab. Während die Modelle Arc B580 und B570 weiterhin das Desktop-Angebot bilden, fehlte die mit Spannung erwartete Flaggschiff-Karte Arc B770 auf der Computex 2026. Brancheninsidern zufolge wurde die „Big Battlemage"-Variante möglicherweise komplett gestrichen. Auch für Gaming-Karten auf Basis der Xe3p-Architektur gibt es offenbar keine konkreten Pläne.

Im professionellen Segment sieht die Lage anders aus: Mit der Arc Pro B70 hat Intel eine Workstation-Karte vorgestellt, die 32 Xe-Kerne, 32 Gigabyte GDDR6-Speicher und ein 256-Bit-Interface bietet. Das Engagement im Workstation-Bereich bleibt also bestehen. Anders sieht es bei den reinen Gaming-Karten aus: Laut aktuellen Steam-Umfragen liegt Intels Marktanteil bei mageren 0,28 Prozent – ein klares Zeichen für die Herausforderungen im Wettbewerb mit Nvidia und AMD.

Der große Schwenk: Handhelds und mobile Plattformen

Intels eigentliche Offensive spielt sich derzeit im Bereich integrierter Grafiklösungen und Handheld-Gaming ab. Am 3. Juni 2026 präsentierte der Chipriese die neuen Prozessoren Arc G3 und Arc G3 Extreme, die speziell für Handheld-Gaming-PCs entwickelt wurden. Die Chips basieren auf der Core-Ultra-Series-3-Architektur und werden im hauseigenen Intel-18A-Verfahren gefertigt.

Die technischen Eckdaten können sich sehen lassen: Die neuen Prozessoren integrieren Xe3-Grafik (bis zu Arc B390), unterstützen XeSS 3 mit KI-gestütztem Upscaling und Multi-Frame-Generierung, bieten Raytracing auf Hardware-Ebene und einen optimierten „Xbox-Modus" für Handheld-Oberflächen. Hinzu kommen moderne Anschlussmöglichkeiten wie Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thunderbolt 4.

Intel-CEO Tan Lip-Bu verspricht eine deutlich höhere Leistung als bei Konkurrenzprodukten – bei gleichzeitig niedrigerem Stromverbrauch. Erste Geräte von Partnern wie Acer (Predator Atlas 8), MSI (Claw 8 AI+) und OneXPlayer sollen noch im Juni 2026 auf den Markt kommen.

KI und Rechenzentren: Die große Bühne für Intel

Neben dem Consumer-Geschäft forciert Intel den Ausbau im KI- und Rechenzentrumssektor. Am 2. Juni 2026 stellte das Unternehmen den Xeon-6+-Prozessor vor, der mit 288 E-Kernen und 576 Megabyte L3-Cache aufwartet. Nur einen Tag später folgte die Ankündigung der „Crescent Island"-KI-Grafikkarte für Rechenzentren.

Anzeige

Während Intel die Hardware-Power für KI liefert, schafft der EU AI Act den rechtlichen Rahmen für Unternehmen. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick zu Fristen und Pflichten, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Besonders interessant: Crescent Island setzt auf LPDDR5X-Speicher statt auf das deutlich teurere High-Bandwidth-Memory (HBM), das die Konkurrenz bevorzugt. Die 350-Watt-PCIe-Karte soll bis zu 480 Gigabyte Speicher bieten und ist speziell für KI-Inferenzaufgaben optimiert. Erste Muster sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 an Kunden gehen.

Der Vorstoß in KI-fähige Hardware kommt nicht von ungefähr. Marktforscher von Gartner rechnen damit, dass KI-fähige PCs bis 2026 rund 55 Prozent des Marktes ausmachen werden. Intel arbeitet dazu mit Partnern wie SambaNova (Inferenz-Cloud-Dienste) und Perplexity (Hybrid-Computing-Modelle) zusammen. Darüber hinaus kooperiert der Konzern mit Google und Ericsson an kundenspezifischen Chip-Projekten, um die hauseigene 18A-Fertigungstechnologie weiter im Edge- und Rechenzentrumsmarkt zu etablieren.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69485214 |