Intel, Wafer

Intel 18A: 30.000 Wafer pro Monat, Produktionsprobleme gelöst

Veröffentlicht am: 03.07.2026 um 16:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Intel stabilisiert die Ausbeute seines 18A-Prozesses und erreicht Ertragsziele früher als geplant. Der Aktienkurs fiel nach einem Rekordhoch jedoch deutlich.

Intel löst 18A-Probleme: 30.000 Wafer pro Monat und neue Meilensteine
Nahaufnahme eines reflektierenden Siliziumwafers mit feinen Schaltkreismustern, gehalten von einer behandschuhten Hand im Reinraum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das melden Branchenbeobachter Anfang Juli.

Intel produziert mittlerweile 30.000 Wafer pro Monat auf dem 18A-Knoten – verteilt auf die Standorte Phoenix (Arizona) und Hillsboro (Oregon). Jede Fabrik steuert rund 15.000 Wafer bei. Damit hat der Konzern nach monatelangen Schwierigkeiten die Ausbeute stabilisiert.

Meilensteine früher als erwartet

Finanzvorstand David Zinsner zufolge wurden bestimmte Ertragsziele mindestens ein Quartal früher erreicht als intern geplant. Die verbesserte Variante 18A-P ging bereits am 16. Juni 2026 in die Risikoproduktion. Dieser Prozess soll vom Entwicklungszentrum D1X in Oregon zur Fab 62 verlagert werden – Teil des breit angelegten Hochlaufplans.

Noch ehrgeiziger sind die Pläne für den Nachfolgeknoten 14A. Interne Bewertungen zeigen: Die Entwicklung ist weiter fortgeschritten, als es der 18A-Prozess zum gleichen Zeitpunkt war. Die Risikoproduktion für 14A ist für 2028 vorgesehen, die Massenfertigung soll 2029 anlaufen.

Neues Werk in Santa Clara

Zur Unterstützung beider Technologien hat Intel auf seinem Bowers-Campus in Santa Clara (Kalifornien) den Bau einer 107.000 Quadratmeter großen Anlage begonnen. Zwei dreistöckige Gebäude werden dort künftig EUV- und High-NA-EUV-Photomasken herstellen – ein zentrales Element der Fertigungskette.

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Intel hat die 18A-Ausbeute stabilisiert – 30.000 Wafer pro Monat laufen vom Band. Doch der Aktienkurs fiel nach dem Rekordhoch um 14 Prozent. Die kostenlose Analyse zeigt, welche drei Kennzählen jetzt über den Foundry-Erfolg entscheiden. Kostenlose Analyse anfordern

Die Bauarbeiten laufen von Mitte 2026 bis Mitte 2027. Parallel dazu baut Intel die Kapazitäten für den älteren Intel-7-Prozess in Fab 42 (Arizona) um monatlich 7.500 Wafer aus. Die fortschrittliche Verpackungstechnologie EMIB soll bis zum vierten Quartal 2026 auf 10.000 Einheiten pro Monat hochgefahren werden. Auch eine Expansion in Malaysia ist für Anfang 2027 angekündigt.

Börsen-Achterbahn nach Rekordhoch

Die technischen Fortschritte haben an der Börse für Turbulenzen gesorgt. Am 30. Juni 2026 schloss die Intel-Aktie bei 139,63 US-Dollar – ein 25-Jahres-Hoch und ein Plus von rund 270 Prozent im ersten Halbjahr. Doch dann setzte Gewinnmitnahmen ein: Am 1. Juli stürzte der Kurs um neun Prozent auf 127,02 Dollar ab, am Folgetag um weitere fünf Prozent auf 120,35 Dollar.

Die Geschäftszahlen des ersten Quartals zeigen einen Umsatz von 13,6 Milliarden Dollar – ein Plus von sieben Prozent im Jahresvergleich. Die Foundry-Sparte legte um 16 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar zu. Allerdings stammt der Löwenanteil weiterhin von Intel-eigenen Produkten: Externe Foundry-Erlöse betrugen lediglich 174 Millionen Dollar. Die Spannung richtet sich nun auf den Quartalsbericht für das zweite Quartal, der am 23. Juli 2026 veröffentlicht wird.

Personalabgang zu Tesla und Apple-Gerüchte

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Betrifft Sie das? Intels 18A-Prozess ist technisch auf Kurs, aber die Foundry-Erlöse externer Kunden liegen bei nur 174 Millionen Dollar. Die Checkliste hilft Ihnen, die entscheidenden Hebel für den Aktienkurs zu bewerten. Checkliste per E-Mail sichern

Der Fortschritt beim 18A-Knoten fällt mit einem prominenten Abgang zusammen: Tesla hat im Juni Gary Jiang abgeworben, einen 17-Jahre-Intel-Veteranen, der für den Transfer des 18A-Prozesses von Oregon nach Arizona verantwortlich war. Branchenkreisen zufolge will Tesla den künftigen 14A-Knoten für eigene Fertigungsvorhaben lizenzieren – darunter ein drei Milliarden Dollar schweres Forschungs- und Entwicklungszentrum in Texas.

Darüber hinaus gibt es unbestätigte Hinweise auf eine mögliche Fertigungspartnerschaft mit Apple. Im Consumer-Segment arbeitet Intel zudem an neuen Hardware-Entwicklungen, darunter gemunkelte 18-Kern-Prozessoren der Baureihe Nova Lake-S sowie Preisanpassungen für die kommenden Arrow-Lake-S-Chips.

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