Instagram-Hack: KI-Chatbot gab Hacker Zugriff auf Regierungskonten
02.06.2026 - 05:30:14 | boerse-global.deHacker konnten durch Manipulation eines KI-Chatbots die Kontrolle über Instagram-Profile übernehmen – darunter auch Regierungsaccounts.
Die Sicherheitslücke im Meta AI Support Assistant wurde bereits seit Februar ausgenutzt. Angreifer nutzten sogenannte Prompt-Injection-Techniken, um den Chatbot zur Freigabe von Kontozugriffen zu bewegen. Dabei verschleierten sie ihren Standort per VPN und forderten den Bot auf, hinterlegte E-Mail-Adressen zu ändern oder Passwort-Reset-Links an neue Adressen zu senden.
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Prominente Profile und Regierungsstellen betroffen
Zu den Opfern zählte das seit 2017 inaktive Instagram-Konto des Weißen Hauses unter der Obama-Administration. Nach der Übernahme wurden dort pro-iranische Botschaften veröffentlicht. Auch das Profil des Chief Master Sergeant der US Space Force, John Bentivegna, sowie die Sicherheitsforscherin Jane Wong und das Unternehmen Sephora waren betroffen.
Besonders im Fokus standen Premium-Konten mit kurzen Benutzernamen wie „@hey“ oder „@jowo“. Diese Profile haben auf dem Graumarkt einen geschätzten Gesamtwert von über einer Million US-Dollar. Die gestohlenen Zugänge wurden anschließend über Telegram zum Verkauf angeboten.
Logikfehler in der KI-Programmierung
Sicherheitsexperten zufolge handelte es sich nicht um einen Einbruch in Metas Backend-Server. Vielmehr lag ein fundamentaler Logikfehler in der Berechtigungsstruktur der KI vor. Der erst im Frühjahr eingeführte Support-Assistent durfte Passwörter zurücksetzen – ohne ausreichende Identitätsprüfung oder wirksames Rate-Limiting.
Uneinigkeit herrscht über die Wirksamkeit der Zwei-Faktor-Authentisierung. Während einige Analysen darauf hindeuten, dass 2FA via SMS schützen konnte, berichteten andere Quellen von übernommenen Konten trotz aktivierter Sicherheitsvorkehrungen.
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Meta bestätigt Fehlerbehebung
Meta-Sprecher Andy Stone bestätigte die Behebung des Fehlers. Der Patch wurde am vergangenen Wochenende vollständig implementiert. Die betroffenen Konten seien inzwischen gesichert, so das Unternehmen.
Der Support-Assistent wurde erst im März offiziell gestartet. Schätzungen gehen von mehreren tausend kompromittierten Konten weltweit aus. Betroffene Nutzer berichteten von erheblichen Schwierigkeiten, ihren Zugriff über die regulären Support-Kanäle wiederherzustellen.
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