Instagram-Hack: 20.000 Accounts gekapert, Zuckerbergs Daten offen
07.06.2026 - 14:24:15 | boerse-global.de
Gleich zwei schwerwiegende Sicherheitslücken haben Instagram erschüttert. Angreifer konnten Kontaktdaten prominenter Nutzer einsehen und über 20.000 Accounts kapern – darunter das offizielle Obama-White-House-Profil.
Kritischer Logikfehler legt Kontaktdaten offen
Am 6. Juni 2026 entdeckten Sicherheitsforscher einen folgenschweren Fehler im Passwort-Reset-Prozess von Instagram. Statt die üblichen teilweise verdeckten E-Mail-Adressen und Telefonnummern anzuzeigen, spuckte das System die vollständigen Kontaktdaten aus – für jeden, der eine Passwort-Zurücksetzung versuchte.
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Besonders brisant: Auch die Kontaktdaten von Meta-CEO Mark Zuckerberg waren durch diese Panne einsehbar. Meta betonte zwar, dass keine internen Systeme kompromittiert wurden. Doch Cybersicherheitsexperten schlagen Alarm: Die offengelegten Daten machen betroffene Nutzer zu leichten Zielen für Phishing-Angriffe und SIM-Swapping.
Screenshots des Fehlers kursierten bereits in sozialen Netzwerken, bevor Meta am 7. Juni einen Notfall-Patch ausrollte. Eine offizielle CVE-Kennung für die Schwachstelle gibt es bislang nicht.
KI-Chatbot als Einfallstor für Massen-Hacks
Noch gravierender ist ein zweiter Vorfall: Über 20.000 Instagram-Konten wurden gekapert – ausgerechnet durch eine Schwachstelle in der KI-gestützten Account-Wiederherstellung. Der Exploit war bereits im April 2026 aktiv, blieb aber bis Juni unentdeckt.
Die Angreifer manipulierten den KI-Chatbot geschickt. Sie brachten ihn dazu, Passwort-Reset-Links an fremde E-Mail-Adressen zu senden. In einigen Fällen gelang es Hackern sogar, die hinterlegte E-Mail-Adresse komplett zu ändern – indem sie Standorte vortäuschten und Bestätigungscodes verwendeten, die die KI selbst generiert hatte.
Besonders verwundbar: Accounts ohne aktivierte Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Zu den prominenten Opfern zählte das offizielle Obama-White-House-Profil, das kurzzeitig mit pro-iranischen Inhalten verunstaltet wurde. Auch der Account der Kosmetikkette Sephora geriet ins Visier der Angreifer.
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Meta reagiert – Datenschutz-Folgen unklar
Nach der Entdeckung der Chatbot-Lücke deaktivierte Meta den KI-Assistenten umgehend und entfernte die verwundbare Code-Struktur aus dem Wiederherstellungssystem. Das Unternehmen bestätigte, dass die fehlerhafte Logik es erlaubte, Reset-Links auf von Angreifern kontrollierte Adressen umzuleiten – ohne die üblichen Sicherheitsabfragen.
Branchenanalysten gehen davon aus, dass der Vorfall aufgrund des Ausmaßes der Account-Übernahmen und der Offenlegung persönlicher Daten als Datenschutzverletzung nach DSGVO eingestuft wird. Meta arbeitet nun daran, die KI-gestützten Support-Tools gegen künftige Prompt-Injection- und Logik-Exploits zu härten.
Die Frage bleibt: Wie sicher sind unsere Daten in Zeiten KI-gestützter Sicherheitssysteme?
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