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Infused Water: NDR warnt vor 23 Gramm Zucker pro Flasche

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 12:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Infused Water gilt als gesunde Alternative, doch Zutaten können Medikamente beeinflussen. Experten raten zu Vorsicht und ärztlichem Rat.

Infused Water: Trendgetränk mit Risiken bei Medikamenteneinnahme
Eine Glaskaraffe mit frischem Infused Water, garniert mit Bio-Zitronenscheiben, Minze und Gurkenstücken. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Infused Water gilt als gesunde Alternative zu Vitamin-Wässern – doch nicht jede Zutat ist harmlos. Besonders bei Medikamenten kann das Trendgetränk gefährlich werden.

Vitamin-Wasser im Check: Zuckerfalle statt Gesundheit

Industriell hergestellte Vitamin-Wässer stehen massiv in der Kritik. Analysen des NDR zeigen: Pro 0,5-Liter-Flasche stecken bis zu 23 Gramm Zucker. Das entspricht fast der Hälfte der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tagesdosis von 50 Gramm. Die Aromen stammen zudem häufig aus dem Chemielabor statt aus natürlichen Quellen.

Die Alternative: Infused Water einfach selbst herstellen. Frische Früchte, Kräuter oder Gemüse geben ihre Geschmacksstoffe innerhalb von fünf bis zehn Minuten ans Wasser ab. Wer Schalen verwendet, sollte zu Bio-Produkten greifen, um Pestizide zu vermeiden. Die Haltbarkeit selbst angesetzter Getränke liegt bei etwa 24 Stunden.

Minze, Salbei und Co.: Was wirklich gegen Hitze hilft

Bestimmte Kräuter entfalten bei hohen Temperaturen eine echte Wirkung. Minze stimuliert über das enthaltene Menthol die Kälterezeptoren des Körpers. Salbei soll schweißreduzierend wirken, Basilikum mit seinem Eugenol das Wohlbefinden steigern. Auch Gundermann und Koriander gelten als empfehlenswert.

Bei Hitzewellen raten Gesundheitseinrichtungen wie die Gesundheit Österreich GmbH zu zwei bis drei Litern Wasser täglich. Infused Water kann dabei helfen, die Flüssigkeitsbilanz zu halten – und schmeckt besser als pur.

Stiftung Warentest: Günstig schlägt teuer

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Vitamin-Wasser klingt gesund, doch der NDR fand bis zu 23 g Zucker pro Flasche – fast die Hälfte der empfohlenen Tagesdosis. Die Lösung: Ihr eigenes Infused Water, frisch und ohne Zusätze. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie es geht. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Die Wasserwahl ist entscheidend. Ein Test der Stiftung Warentest vom Juli untersuchte 29 Medium-Mineralwässer. Ergebnis: Preiswerte Eigenmarken überzeugen oft mit hoher sensorischer und mikrobiologischer Qualität. Ein Discounter-Produkt erzielte die Note 1,3 – bei einem Literpreis von 19 Cent.

Doch Vorsicht bei speziellen Wässern: Eine Laborstudie der Semmelweis-Universität Budapest zeigt, dass stark alkalisches Mineralwasser mit pH-Wert über 8 Medikamente beeinflussen kann. Magensaftresistente Tabletten wie ASS oder Omeprazol lösen sich dann vorzeitig auf. In Versuchen wurden binnen fünf Minuten über 90 Prozent des Wirkstoffs freigesetzt. Für die Medikamenteneinnahme bleibt Leitungswasser die sicherste Wahl.

Trend-Zutaten im Check: Yuzu, Matcha & Co.

Exotische Zutaten erobern die Infused-Water-Szene. Die japanische Zitrusfrucht Yuzu bietet intensives Aroma, ist in Europa aber meist nur als verarbeiteter Saft erhältlich. Die Zutatenliste sollte man genau prüfen.

Bei Matcha-Tee warnen Verbraucherschützer vor Qualitätsmängeln. Der Begriff ist nicht geschützt, Preise und Qualitäten variieren stark. Das Bundesinstitut für Risikobewertung wies bereits 2019 auf erhöhte Aluminiumgehalte in einigen Proben hin. Auch das enthaltene Koffein kann bei übermäßigem Konsum problematisch werden.

Wechselwirkungen: Wenn Natürliches gefährlich wird

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Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte bei Infused Water vorsichtig sein: Manche Zutaten können die Wirkung beeinflussen. Unser Leitfaden enthält eine Checkliste für sichere Zutaten und hilft Ihnen, Wechselwirkungen zu vermeiden. Leitfaden für sichere Zutaten jetzt sichern

Auch natürliche Zusätze können Medikamente beeinflussen. Grapefruitsaft hemmt das Enzym CYP3A4 und kann die Wirkung von Blutdruckmitteln oder Statinen gefährlich verstärken. Milchprodukte blockieren durch ihr Calcium die Aufnahme bestimmter Antibiotika. Kaffee reduziert die Resorption von Eisen und Schilddrüsenmedikamenten wie Levothyroxin.

Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte vor dem Genuss von Infused Water mit besonderen Zutaten ärztlichen Rat einholen.

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