Inflation zwingt Deutsche: 44% zapfen Ersparnisse an
22.06.2026 - 14:12:01 | boerse-global.de
Rund 44 Prozent der Bürger haben in den letzten zwölf Monaten ihre Ersparnisse angezapft, um laufende Kosten zu decken. Über 80 Prozent achten verstärkt auf ihre Ausgaben – vor allem bei Bekleidung, Freizeit und Elektronik wird gespart.
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Kaffeesatz als Dünger und Biokohle
Ein überraschender Sparhelfer liegt in der Küche: Kaffeesatz. Das vermeintliche Abfallprodukt enthält wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor. Für säureliebende Pflanzen wie Hortensien oder Rhododendren ist er ein idealer Dünger. Sukkulenten, Orchideen und Basilikum vertragen ihn dagegen nicht.
Doch die Einsatzmöglichkeiten gehen weiter. Getrockneter Kaffeesatz dient als natürliches Scheuermittel, Geruchsabsorber oder sogar als Insektenschutz. Die US-Umweltbehörde EPA empfiehlt, ihn verglimmen zu lassen, um Wespen und Mücken fernzuhalten.
Die Industrie entdeckt ebenfalls das Potenzial. Forscher des Korea Institute of Geoscience and Mineral Resources stellten im Juni ein neues Verfahren vor: Mittels Flammenplasma-Pyrolyse verwandeln sie feuchten Kaffeesatz in nur 90 Sekunden in Biokohle. Die Masse reduziert sich dabei um über 80 Prozent – ein erneuerbarer Festbrennstoff entsteht.
Rabattschlacht bei Saugrobotern
Parallel dazu locken massive Preisnachlässe bei Haushaltsrobotern. Ende Juni senken Händler die Preise für Saug- und Wischroboter teils um mehrere hundert Euro. Auch Dampfreiniger boomen: Sie entfernen bis zu 99,9 Prozent der Bakterien und Viren – und ersetzen damit chemische Reinigungsmittel.
Wer langfristig sparen will, sollte seine Geräte regelmäßig warten. Experten empfehlen, Waschmaschinen nach jedem Gebrauch offen zu lassen, um Schimmelbildung vorzubeugen. Bei Ablagerungen an den Gummidichtungen helfen Natronpasten oder Wasserstoffperoxid.
Vorsicht bei Schimmel in Wohnräumen: Essig kann bestimmte Pilzarten sogar nähren. Besser geeignet sind Alkohol oder spezielle Haushaltsreiniger. Die Luftfeuchtigkeit sollte dauerhaft unter 60 Prozent bleiben.
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EZB treibt Bauzinsen – Staat hilft mit Zulagen
Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins im Juni auf 2,25 Prozent angehoben. Die Bauzinsen liegen damit effektiv bei rund vier Prozent. Für ein Darlehen über 300.000 Euro bedeutet das eine monatliche Mehrbelastung von etwa 125 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Analysten raten zu höheren Tilgungsraten und mehr Eigenkapital.
Entlastung verspricht die Arbeitnehmersparzulage für vermögenswirksame Leistungen. Die Antragsfrist für das Steuerjahr 2025 endet am 31. Juli 2026. Gefördert werden Fondssparpläne mit 20 Prozent Zulage auf maximal 400 Euro jährlich sowie Bausparverträge mit neun Prozent auf bis zu 470 Euro. Die Einkommensgrenzen liegen bei 40.000 Euro für Ledige und 80.000 Euro für Verheiratete.
Auch im Energiesektor tut sich etwas. Die Stromerzeugung blieb 2025 mit rund 437,6 Terawattstunden stabil, die Solarstromerzeugung erreichte Rekordwerte. Die EU-Kommission plant für das Frühjahr Gesetzesvorschläge für günstigere Stromtarife. Die Bundesnetzagentur diskutiert zudem eine Reform der Netzentgelte – inklusive dynamischer Tarife für Speichersysteme.
