Immobilien, Ausland

Immobilien im Ausland: Bulgarien mit 3–5% Nebenkosten deutlich günstiger

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 13:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bulgarien lockt mit niedrigen Kaufnebenkosten, während Dubai, Thailand und Kolumbien eigene Gebühren und rechtliche Vorgaben mitbringen.

Auslandsimmobilien 2026: Kosten, Steuern und Chancen im Vergleich
Mediterrane Küstenlandschaft mit mediterraner Architektur und Pinien bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Angesichts der anhaltenden Preisdynamik auf dem heimischen Wohnungssektor rückt der Erwerb von Immobilien im Ausland verstärkt in den Fokus privater Investoren und Auswanderer. Aktuelle Medienberichte und Marktanalysen aus dem September 2026 zeigen dabei deutliche regionale Unterschiede hinsichtlich der Anschaffungskosten, der steuerlichen Rahmenbedingungen und der Lebenshaltungskosten auf.

Kostenvorteile und regulatorische Rahmenbedingungen in Europa

Bulgarien wird in Berichten vom September 2026 als einer der führenden Standorte für kostengünstiges Wohnen in Europa hervorgehoben. Neben niedrigen Mieten und Lebenshaltungskosten überzeugt das Land durch eine vorteilhafte Nebenkostenstruktur beim Immobilienerwerb.

Die Gesamtkosten für den Kauf belaufen sich üblicherweise auf 3 bis 5 Prozent des Kaufpreises. Diese setzen sich unter anderem aus gestaffelten Notargebühren zwischen 0,3 und 0,8 Prozent, einer Eintragungsgebühr von 0,1 Prozent sowie einer Gemeindesteuer zusammen, die in der Regel zwischen 2 und 3 Prozent liegt.

Ein Rechenbeispiel für eine Wohnung im Wert von 80.000 Euro beziffert die Nebenkosten auf etwa 3.000 bis 3.500 Euro. Als besonders attraktiv für digitales Arbeiten gelten Regionen wie Sofia, Plowdiw, Varna und Burgas.

In Spanien zeigt sich ein differenziertes Bild. Während in städtischen Gebieten eine Glasfaserabdeckung von über 95 Prozent besteht, variieren die Immobilienpreise stark. Ein Neubauprojekt in San Pedro del Pinatar an der Costa Cálida bietet Wohneinheiten zu Preisen zwischen 189.000 Euro und 317.000 Euro an, wobei die Fertigstellung für das vierte Quartal 2027 geplant ist.

Ein Beispielobjekt mit einem Schlafzimmer und 58 Quadratmetern wird für 205.000 Euro gelistet, was einem Quadratmeterpreis von 3.534 Euro entspricht. Demgegenüber stehen Preissteigerungen auf den Kanarischen Inseln.

Im zweiten Quartal 2026 stiegen die Immobilienpreise dort um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wodurch der durchschnittliche Quadratmeterpreis mit 3.052 Euro erstmals die 3.000-Euro-Marke überschritt. In Kroatien, insbesondere in den Regionen Kvarner und Istrien, übersteigt die Nachfrage derzeit das Angebot, was auf umfangreiche Infrastrukturinvestitionen zurückgeführt wird.

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Investitionsoptionen im Nahen Osten und Nordafrika

Dubai bleibt aufgrund des Verzichts auf eine jährliche Grundsteuer ein prominenter Standort, fordert jedoch beim Erwerb eine Registrierungsgebühr von 4 Prozent beim Dubai Land Department. Zusammen mit Maklerprovisionen müssen Käufer mit Erwerbskosten von insgesamt 6 bis 8 Prozent kalkulieren.

Bei sogenannten Off-Plan-Käufen sind Anzahlungen von 10 bis 20 Prozent üblich, gefolgt von Raten während der Bauphase und einer Schlussrate von 20 bis 30 Prozent. Für ausländische Käufer ist die Beleihungsquote bei Hypotheken auf maximal 50 bis 60 Prozent begrenzt.

In Ägypten entstehen derzeit Projekte wie in Soma Bay am Roten Meer. Dort werden Appartements mit drei Schlafzimmern und 150 Quadratmetern Wohnfläche für 106.558 Euro angeboten, was einem Quadratmeterpreis von 710 Euro entspricht. Die Fertigstellung dieser Einheiten wird für Januar 2029 erwartet.

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Lebensstandard und rechtliche Besonderheiten in Fernost und Amerika

In Thailand konzentriert sich das Interesse unter anderem auf Reihenhäuser in Bangkok. Ein Objekt im Stadtteil Lak Song mit 96 Quadratmetern wurde für 105.000 US-Dollar veräußert, was einem Preis von 1.090 US-Dollar pro Quadratmeter entspricht.

Die erzielbare Mietrendite wird mit 5 Prozent angegeben. Rechtlich ist zu beachten, dass Ausländer zwar Eigentümer von Gebäuden sein können, das Land jedoch meist nur über Erbpachtverträge mit einer Laufzeit von 30 Jahren und Verlängerungsoptionen nutzen dürfen.

Für den amerikanischen Kontinent liefern Berichte vom September 2026 Einblicke in die Märkte von Costa Rica und Kolumbien. Costa Rica belegt den dritten Platz im Global Retirement Index 2026, wobei die Gesundheitsversorgung mit 90 von 100 Punkten bewertet wird, wenngleich ländliche Gebiete nicht dem EU-Standard entsprechen.

Die Lebenshaltungskosten für bestimmte Güter wie Milchprodukte können über dem deutschen Niveau liegen. In Kolumbien hingegen profitieren Residenten von niedrigen Mieten in Städten wie Medellín oder Bogotá. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass zwischen Deutschland und Kolumbien kein Doppelbesteuerungsabkommen besteht, was bei der Finanzplanung für den dauerhaften Aufenthalt berücksichtigt werden muss.

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