Illegales, Streaming

Illegales Streaming: 39% der Nutzer werden Opfer von Cyberkriminalität

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 12:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Britische Ermittler gehen gegen Anbieter illegaler Streaming-Hardware vor. Nutzer drohen nicht nur Haftstrafen, sondern auch erhebliche finanzielle Verluste.

Illegale Streaming-Dienste: Britische Polizei nimmt vier Verdächtige fest
Eine Hand hält ein modifiziertes Streaming-Gerät, von dem digitale Datenströme ausgehen, symbolisierend illegale Aktivitäten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Den Verdächtigen im Alter zwischen 41 und 56 Jahren wird vorgeworfen, illegale Streaming-Dienste über modifizierte Hardware vertrieben zu haben.

Die Geräte ermöglichten den unbefugten Zugriff auf Premium-Inhalte von Anbietern wie Sky, Netflix, Disney+ und TNT Sports. Die Operation wurde von der Polizei Merseyside in Zusammenarbeit mit der Anti-Piraterie-Organisation FACT durchgeführt.

Bis zu füne Jahre Haft drohen

Nach dem britischen Fraud Act von 2006 drohen bei einer Verurteilung Haftstrafen von bis zu fünf Jahren. Die Ermittler betonten, dass sich der Fokus nicht nur auf die Hintermänner, sondern zunehmend auch auf die Endnutzer richte.

Die Bereitstellung solcher Dienste stellt einen klaren Verstoß gegen geltendes Recht dar. Die Behörden intensivieren ihr Vorgehen gegen Anbieter und Nutzer gleichermaßen.

Hohe finanzielle Verluste für Nutzer

Neben strafrechtlichen Konsequenzen birgt illegales Streaming erhebliche Risiken für die Datensicherheit. Laut Ermittlungsbehörden wurden rund 39 Prozent der Nutzer illegaler Streaming-Dienste bereits Opfer von Online-Kriminalität. Der durchschnittliche gestohlene Betrag lag bei rund 1.680 Britischen Pfund.

Sicherheitsexperten warnen: Modifizierte Streaming-Sticks sind häufig mit Schadsoftware infiziert. Diese ermöglicht Angreifern, persönliche Informationen und Bankdaten direkt über das Heimnetzwerk abzugreifen.

Anzeige

Ob beim Streaming oder Surfen – Kriminelle nutzen jede Schwachstelle aus, um Ihre persönlichen Daten und Bankverbindungen abzugreifen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, mit welchen 5 einfachen Maßnahmen Sie Ihr Smartphone und Ihre Identität wirksam vor Hackern schützen. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Neue Betrugsmaschen im Netz

Die Warnungen vor illegalem Streaming sind Teil einer generell angespannten Sicherheitslage. IT-Sicherheitsunternehmen wie Kaspersky berichten aktuell über eine Zunahme gefälschter Online-Shops für E-SIM-Karten. Diese Webseiten imitieren bekannte Mobilfunkanbieter, um persönliche Daten und Zahlungsinformationen zu stehlen.

Kunden wird empfohlen, E-SIM-Profile ausschließlich über die offiziellen Applikationen der jeweiligen Provider zu beziehen.

Vorsicht vor gefälschten QR-Codes

Die Polizei warnt zudem vor sogenannten Quishing-Angriffen. Betrüger versenden gefälschte Briefe, die täuschend echt wie Mitteilungen von Bankinstituten wirken. Die darin enthaltenen QR-Codes führen Opfer auf präparierte Phishing-Seiten.

Experten raten: QR-Codes nur aus zweifelsfrei vertrauenswürdigen Quellen scannen. Bei Betrugsverdacht das Konto umgehend sperren lassen.

Anzeige

Phishing-Angriffe und manipulierte QR-Codes werden immer raffinierter und führen oft direkt zum Identitätsdiebstahl. In diesem kostenlosen Report erfahren Sie, wie Sie Ihre Online-Konten mit einer neuen Technologie komplett absichern und Hackern keine Chance mehr lassen. Kostenlosen Sicherheits-Report jetzt herunterladen

Gefahren im öffentlichen WLAN

Auch bei der Nutzung öffentlicher Netzwerke bleibt Cybersicherheit ein kritisches Thema. Eine Untersuchung von NordVPN zeigt: Zwei Drittel der Deutschen nutzen öffentliches WLAN, aber nur sechs Prozent setzen dabei ein VPN zur Verschlüsselung ein.

Jeder vierte Reisende gibt an, bereits Opfer eines Hackerangriffs in einem solchen Netzwerk geworden zu sein. Zu den häufigsten Gefahren zählen das Abgreifen von Datenströmen (Sniffing) sowie die Installation von Malware über manipulierte Zugriffspunkte.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69803647 |