Ikea-Klassiker, Malm

Ikea-Klassiker Malm geht in Rente: 160 Millionen Verkäufe enden

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 01:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ikea beendet die Malm-Ära nach 24 Jahren, testet kompakte Filialen und senkt Preise angesichts veränderter Kundenbedürfnisse.

Ikea passt sich an: Malm-Aus, kleinere Läden und günstigere Preise
Ikea-Klassiker - Ein modernes, kompaktes IKEA-Filialinterieur mit minimalistischen Möbeln und einigen unscharfen Kunden, das Effizienz und Erschwinglichkeit betont. 10.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ikea setzt auf kleinere Filialen, niedrigere Preise und streicht eine seiner bekanntesten Serien nach 24 Jahren aus dem Sortiment.

Ende einer Ära: Malm geht in Rente

Über 160 Millionen Mal verkaufte sich die Malm-Serie seit ihrer Einführung im Jahr 2002. Jetzt ist Schluss. Ikea stellt die Produktion der beliebten Bettrahmen, Nachttische und Schminktische ein. Die Kollektion macht Platz für neue Produktlinien.

Der Abverkauf der Restbestände läuft noch bis Ende August 2026 – mit Rabatten von bis zu 40 Prozent. Nur einzelne Kommoden bleiben vorerst im Sortiment. Als offiziellen Nachfolger hat Ikea die Serie Storklinta vorgestellt, die seit Juli im Handel ist.

Kleiner, günstiger, näher am Kunden

Deutschlandchef Peter Jelkeby treibt die Neuausrichtung voran. Ein Pilotprojekt in Ingolstadt testet ein kompaktes Filialkonzept. Die Botschaft ist klar: Ikea passt sich modernen Einkaufsgewohnheiten an.

Parallel senkt der Konzern die Preise. Der Hintergrund: Die Konsumstimmung in Deutschland ist gedrückt. Laut Umfragen vom Juli 2026 sorgen sich 79 Prozent der Deutschen um ihre Finanzen. Knapp 60 Prozent fühlen sich finanziell schlechter als noch vor fünf Jahren.

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Die Malm-Serie wird nach 24 Jahren eingestellt – der Abverkauf läuft noch bis August 2026 mit Rabatten von bis zu 40%. Wer jetzt zuschlägt, sichert sich günstige Klassiker. Unser Report verrät, wie Sie beim Möbelkauf sparen und typische Preisfallen umgehen. Jetzt kostenlosen Spar-Report sichern

Die größten Preistreiber seit 2020: Energie (+47 Prozent), Lebensmittel (+34 Prozent) und Restaurantbesuche (+33 Prozent). Die Folge: Jeder zweite Verbraucher will mehr sparen, fast ein Drittel senkt seine Ausgaben.

KI spart Millionen – und schafft neue Jobs

Ikea setzt auch auf Technologie. Der KI-Chatbot „Billie“ bearbeitet inzwischen 47 Prozent aller Standardanfragen automatisch. Das spart Geld – rund 13 Millionen Euro.

Die Einsparungen fließen direkt in neue Geschäftsbereiche. Rund 8.500 Call-Center-Mitarbeiter wurden umgeschult und arbeiten nun in anderen Bereichen des Konzerns. Das Ergebnis: eine neue Umsatzlinie im Umfang von 1,3 Milliarden Euro.

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Einzelhandel im Umbruch

Der Schritt von Ikea ist kein Einzelfall. Im deutschen Einzelhandel setzen immer mehr Unternehmen auf Flächenoptimierung und Kooperationen. Ceconomy etwa plant ab 2027, Saturn-Showrooms in MediaMarkt-Filialen zu integrieren – die Zahl eigenständiger Saturn-Standorte ist zuletzt deutlich gesunken.

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