IFA, China

IFA 2026: China dominiert mit 932 Ausstellern und 84,7% aller Roboter

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 23:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die IFA 2026 bringt Robotik und KI nach Berlin, während chinesische Anbieter den humanoiden Sektor und neue Anwendungen sichtbar prägen.

IFA 2026: Robotik, KI und chinesische Hersteller prägen Berlin
Eine moderne, weitläufige Industriehalle mit metallischen Bodenbelägen und hellen, klaren Strukturen in einer technologischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die IFA 2026 präsentiert sich in diesem Jahr als internationale Bühne für die neuesten Entwicklungen in der Robotik und Künstlichen Intelligenz. Vom 4. September bis zum 8. September 2026 versammelt die Weltleitmesse für Unterhaltungselektronik rund 1.900 Marken aus 49 Ländern in Berlin.

Auf einer Ausstellungsfläche von 190.000 Quadratmetern, verteilt über 27 Hallen, werden etwa 220.000 Besucher aus 140 Ländern erwartet, um die Transformation der Branche mitzuverfolgen.

Dominanz chinesischer Hersteller im Humanoiden-Sektor

Ein prägendes Merkmal der diesjährigen Messe ist die starke Präsenz chinesischer Unternehmen. Insgesamt 932 Aussteller aus China nehmen teil, was fast die Hälfte aller vertretenen Marken ausmacht. Dieser Trend spiegelt die aktuelle Marktstellung wider: Im Jahr 2025 wurden weltweit rund 17.000 humanoide Roboter ausgeliefert, von denen 84,7 Prozent in China gefertigt wurden.

Branchenanalysten sehen in Europa ein massives Marktpotenzial für diese Technologien, das auf einen Wert von 325 Billionen Won beziffert wird. Rund 900 chinesische Unternehmen richten ihre Strategien gezielt auf diesen Markt aus.

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Zu den technologischen Highlights zählt der Auftritt von Xiaomi. Das Unternehmen präsentiert auf einem 3.300 Quadratmeter großen Stand mehr als 380 Produkte. Im Mittelpunkt steht der humanoide Roboter CyberOne sowie der XRing O3 3nm-Chip. Xiaomi berichtet, dass der Einsatz des CyberOne in einem Werk für Elektrofahrzeuge die Erfolgsquote beim Festziehen von Muttern von 90 Prozent auf 98 Prozent gesteigert habe.

Innovationen zwischen Pflegeassistenz und industrieller Anwendung

Ein besonderer Fokus liegt am 5. September auf der Veranstaltung „Robots on the Runway“. Dort zeigen Unternehmen wie Primebot, Agibot, Unitree, Ollobot und Astrall Dynamics ihre neuesten Modelle.

Agibot bringt dabei das Modell H1 mit, von dem bereits 8.400 Einheiten existieren, während Unitree mit 5.900 Einheiten vertreten ist. Unitree wird zudem im Zusammenhang mit einem Börsengang (IPO) erwähnt, der das Unternehmen mit 5,7 Milliarden US-Dollar bewertet.

Im Bereich der sozialen Robotik debütiert der AnAn-Panda-Roboter von Mind With Heart Robotics. Das Modell, das bereits einen CES 2026 Innovation Award gewonnen hat, wird preislich zwischen 1.000 und 1.500 US-Dollar liegen.

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Das Unternehmen verfügt über 18 erteilte Patente und plant neben der privaten Nutzung auch eine B2B-Version mit Dashboards für Pflegeanbieter. Der Vertrieb soll über Partner in Deutschland und Belgien erfolgen. Ein weiterer Akteur, AiMOGA, stellt mit dem Modell Mornine den ersten humanoiden Roboter vor, der über eine EU-CE-Zertifizierung verfügt.

Strategische Verschiebungen und technologische Hardware

Abseits der Robotik setzte AMD zum Messeauftakt am 4. September mit der Keynote „The Era of Personal AI“ technologische Akzente. Erwartet wird die Vorstellung der AMD Ryzen AI Max Pro 400 Serie, die Konfigurationen mit bis zu 192 GB LPDDR5X unterstützen soll.

Bei den etablierten Großkonzernen zeigen sich strukturelle Veränderungen. Samsung weicht von einer 35-jährigen Tradition ab und präsentiert seine Lösungen unter dem Titel „Samsung Connect“ im Humboldt Carré statt in den Messehallen.

Währenddessen stellt der Wettbewerber LG unter anderem das Modell ThinQ Claw vor. Zudem trainiert LG derzeit seine CLOiD-Roboter in Seoul und strebt bis zum Jahresende ein Volumen von 100.000 Stunden an Trainingsdaten an.

Trotz des Fokus auf Innovationen bleibt die Branche von rechtlichen Auseinandersetzungen nicht verschont. So reichte TCL Klage gegen Samsung im Zusammenhang mit der Vermarktung von Mini-LED-Technologien ein. Für Besucher ist die Messe zu Eintrittspreisen von 21,50 Euro im Online-Vorverkauf oder 28 Euro an der Tageskasse zugänglich.

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