Identitätsangriffe, Sophos

Identitätsangriffe: 71% der Unternehmen betroffen – Sophos stellt Schutz vor

28.05.2026 - 18:20:13 | boerse-global.de

Sophos erweitert Workspace Protection um einen gesicherten Browser. Eine Studie zeigt: Identitätsschwachstellen sind die Hauptursache für Cyberangriffe.

Identitätsangriffe: 71% der Unternehmen betroffen – Sophos stellt Schutz vor - Foto: über boerse-global.de
Identitätsangriffe: 71% der Unternehmen betroffen – Sophos stellt Schutz vor - Foto: über boerse-global.de

Browser und Identitäten rücken ins Visier der Cyberkriminellen – ein neuer Schutzansatz soll Abhilfe schaffen.

Die zunehmende Dezentralisierung der Arbeitswelt zwingt Unternehmen zu einem Umdenken in der IT-Sicherheit. Sophos hat neue Schutzfunktionen für digitale Arbeitsplätze vorgestellt, die auf dem Zero-Trust-Prinzip basieren. Der Schritt kommt nicht zu früh: Laut einer aktuellen Studie des Sicherheitsanbieters sind Identitätsschwachstellen inzwischen zur Hauptursache für Cyberangriffe auf Unternehmen geworden.

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Jedes zweite Unternehmen war betroffen

Der am 27. Mai 2026 veröffentlichte State of Identity Security 2026 Report basiert auf einer Befragung von 5.000 IT-Entscheidern aus 17 Ländern. Die Ergebnisse sind alarmierend: 71 Prozent der Organisationen meldeten mindestens einen Identitätsvorfall im vergangenen Jahr. Im Durchschnitt waren es sogar drei separate Vorfälle pro betroffenem Unternehmen.

Die finanziellen Folgen sind enorm. Die durchschnittlichen Kosten für die Behebung eines identitätsbezogenen Angriffs beliefen sich auf 1,64 Millionen Euro. Besonders brisant: Bei 67 Prozent der Ransomware-Opfer war ein Identitätsangriff der Auslöser für die spätere Infektion. Als Hauptschwachstellen identifizierten die Forscher menschliches Versagen (43 Prozent) und die mangelhafte Verwaltung nicht-menschlicher Identitäten (41 Prozent).

Geschützter Browser als neues Werkzeug

Um diesen Risiken zu begegnen, hat Sophos sein Workspace Protection-Angebot erweitert. Kernstück ist der „Sophos Protected Browser" – ein speziell gesicherter Browser, der nahtloses Arbeiten ermöglicht und gleichzeitig Datenlecks direkt aus der Browser-Umgebung verhindern soll.

Diese Fokussierung auf Arbeitsplatzsicherheit zahlt sich aus. Das Analysehaus Omdia kürte Sophos zum Champion in seiner 2026 Cybersecurity MSP Ecosystems Leadership Matrix. Der Managed Detection and Response (MDR)-Dienst des Unternehmens schützt inzwischen über 40.000 Kunden direkt – ein Wachstum von 39 Prozent im Jahresvergleich. Weitere 235.000 Organisationen werden über das Partnernetzwerk abgesichert.

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Künstliche Intelligenz im Sicherheitsdienst

Am heutigen Donnerstag veröffentlichte Sophos Produktionsergebnisse seines KI-gestützten Security Operations Centers (SOC). Die Zahlen beeindrucken: Die durchschnittliche Zeit von der Erstellung eines Vorfalls bis zur vollautomatischen Reaktion beträgt nur noch 89 Sekunden. Bereits 52 Prozent aller MDR-Fälle werden komplett von KI-Systemen gelöst – ohne manuelles Eingreifen.

Diese technologischen Fortschritte untermauern die Marktposition. Sophos wurde zum 17. Mal in Folge als Leader im Gartner Magic Quadrant für Endpoint Protection Platforms ausgezeichnet. Zudem erreichte das Unternehmen eine 100-prozentige Erkennungsrate in der MITRE ATT&CK Enterprise 2025 Evaluation.

Ausblick: Neue Services und Partner-Event

Während Sophos sein Portfolio ausbaut, arbeitet das Unternehmen an der Plattformstabilität. Ein Update der Sophos Central Platform vom 18. Mai 2026 listet bekannte Probleme wie Synchronisationsfehler bei Benutzerverzeichnissen und Fehler im Partner-Dashboard auf – Workarounds sind bereits verfügbar.

Für das dritte Quartal 2026 ist der Start von Sophos CISO Advantage geplant, ein neuer Service für Sicherheitsverantwortliche. Am 9. Juni 2026 lädt das Unternehmen zur Sophos Partner Experience 2026 nach Bodegraven in den Niederlanden. Titanium-, Platinum-, Gold- und Silber-Partner erhalten dort Einblicke in die langfristige Strategie und technische Schwerpunkte.

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