Hyundai plant 30.000 Atlas-Roboter pro Jahr bis 2028
11.06.2026 - 02:26:06 | boerse-global.de
Gemeinsam mit Hyundai, LG und FANUC entstehen die ersten KI-gesteuerten Massenproduktionsstätten für humanoide Roboter.
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Hyundai setzt auf Massenproduktion von Atlas-Robotern
Die Zusammenarbeit zwischen NVIDIA und Hyundai erreicht diese Woche eine neue Dimension. Am Montag trafen sich die Spitzen beider Konzerne in Seoul, um die industrielle Nutzung von „Physical AI" zu besiegeln. Im Zentrum steht der humanoide Roboter Atlas von Boston Dynamics – eine Tochter von Hyundai. Der Autobauer kündigte an, die Produktion bis 2028 auf 30.000 Einheiten pro Jahr hochzufahren.
Unterstützt wird das Vorhaben durch ein gewaltiges Investitionspaket: 9 Billionen Won (rund 5,9 Milliarden Euro) fließen in ein neues Infrastrukturzentrum in Saemangeum. Geplant sind ein KI-Rechenzentrum mit zehntausenden NVIDIA-Blackwell-GPUs, ein eigener Robotik-Cluster und ein Wasserstoffkraftwerk.
Parallel dazu stellte NVIDIA am Dienstag auf der GTC Taipei die Isaac GR00T-Plattform vor. Das offene System mit dem Jetson AGX Thor T5000-Modul soll die zersplitterte Robotik-Forschung vereinheitlichen und noch 2026 auf den Markt kommen.
LG und Doosan steigen in den KI-Fabrik-Bau ein
Das Konzept der „KI-Fabrik" gewinnt rasant an Fahrt. LG und NVIDIA gaben am Montag ein gemeinsames Projekt bekannt: KI-gesteuerte Anlagen für Robotik, autonomes Fahren und GPU-Cloud-Dienste. LG Electronics integriert dabei NVIDIAs Simulations-Tools Isaac Sim und Isaac Lab für die Entwicklung von Haushaltsrobotern. Die Tochter LG Innotek liefert Spezialkomponenten für Roboter-Umgebungen.
Auch der Doosan-Konzern weitete seine Kooperation mit NVIDIA aus. Die Koreaner rüsten ihr eigenes „Agentic Robot OS" mit der Jetson-Thor-Plattform und den Physik-Engines Cosmos und Newton auf.
Bereits am Sonntag hatte Hitachi eine strategische Partnerschaft mit Intel bekanntgegeben. Fünf Kernbereiche stehen im Fokus: Fabrikautomation, maßgeschneiderte Edge-AI-Chips und Energieoptimierung für digitale Infrastrukturen.
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Siemens bringt Orchestrierungs-Software auf den Markt
Die wachsende Komplexität KI-gestützter Hardware erfordert neue Steuerungssoftware. Siemens präsentierte am Montag den Intelligence Center X – eine industrielle KI-Orchestrierungsplattform. Erste Anwendungen zeigen beeindruckende Ergebnisse: Der Glashersteller Vivix Vidros Planos reduzierte seine Problemlösungszeit um 85 Prozent.
Google und FANUC: Sprachsteuerung für eine Million Roboter
Die im Mai 2026 gestartete Zusammenarbeit zwischen Google und FANUC nimmt konkrete Formen an. Googles KI Gemini trifft auf mehr als 1,1 Millionen industrielle FANUC-Roboter weltweit. Das Ziel: Roboter per natürlicher Sprachbefehle und Echtzeit-Sensordaten steuern. Seit der Einführung von Physical AI Ende 2025 hat FANUC bereits über 1.000 entsprechend ausgerüstete Roboter ausgeliefert.
Autonome Logistik bei Toyota
Der Logistikspezialist Geekplus bestätigte am Dienstag die Auslieferung von 436 autonomen mobilen Robotern (AMRs) an mehrere Toyota-Werke in Japan. Pro Standort kommen bis zu 200 Einheiten zum Einsatz. Sie automatisieren die interne Logistik und verbessern die Arbeitssicherheit.
Spezialisierte Robotik und 3D-Druck boomen
Der Sektor verzeichnet zudem kräftige Investitionen in Nischen-Hardware:
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Standard Bots sicherte sich am Montag 200 Millionen US-Dollar in einer Series-C-Finanzierungsrunde. Die Bewertung des Unternehmens kletterte auf eine Milliarde Dollar. Ziel ist es, bis 2025 zehn Prozent aller neuen Industrieroboter in den USA zu stellen. Dafür wird die Produktion in New York ausgebaut.
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Formlabs brachte am Montag das Fuse X1 auf den Markt – ein industrielles 3D-Drucksystem für rund 85.000 Euro. Auslieferung ab dem vierten Quartal 2026. Das System erkennt Fehler per KI. Erste Kunden: Tesla und Amazon.
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Zoomlion präsentierte auf der Messe KOMATEK 2026 in Istanbul seinen humanoiden Roboter Z01. Der chinesische Konzern hat bis Ende 2025 acht Prototypen in vier Kategorien entwickelt – für Logistik und Qualitätskontrolle in Smart-City-Projekten.
Google fördert europäische Robotik-Startups
Um das Ökosystem weiter zu stärken, startete Google DeepMind am Montag einen europäischen Robotik-Accelerator mit Sitz in London. Das dreimonatige Programm nimmt 15 Startups aus den Bereichen Gesundheitswesen und Fertigung auf. Sie erhalten Zugang zu Googles Robotik-Modellen und dem gesamten KI-Stack.
