Husten-Hausmittel, Zwiebeltee

Husten-Hausmittel: Zwiebeltee und Honig lindern Beschwerden, stoppen aber keinen Infekt

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 02:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zwiebel, Honig und Inhalationen können Symptome mildern, beseitigen den Infekt aber nicht; bei Warnzeichen ist ärztlicher Rat nötig.

Hausmittel bei Erkältung und Husten: Was Beschwerden lindern kann
Frische Zwiebeln, ein Rettich und ein Glas Honig auf einem Holztisch in einer hellen Küche. Illustration mit AI erstellt.

Bei typischen Erkältungssymptomen und akutem Husten greifen viele Betroffene auf traditionelle Hausmittel zurück. Ratgeberbeiträge empfehlen bewährte Zubereitungen wie Zwiebeltee, Rettichsirup und Honig als sanfte Alternativen zur Linderung der Beschwerden.

Während diese Anwendungen Beschwerden erträglicher machen können, stoppen sie einen viralen Infekt nicht zuverlässig. Ruhe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Zeit bleiben zentrale Faktoren im Genesungsprozess.

Klassische Zubereitungen: Zwiebel, Rettich und Honig

Die Zwiebel zählt zu den am häufigsten genannten Hausmitteln bei Atemwegsbeschwerden. Für einen Zwiebeltee wird eine mittelgroße Zwiebel mit rund 250 Millilitern Wasser für fünf bis zehn Minuten geköchelt.

Wer den Sud süßen möchte, sollte Honig erst einrühren, sobald die Flüssigkeit auf unter 40 Grad Celsius abgekühlt ist, um temperaturempfindliche Inhaltsstoffe zu schonen. Alternativ wird ein Zwiebel-Honig-Sirup empfohlen, für den eine Zwiebel mit zwei bis drei Esslöffeln Honig angesetzt wird; von der Mischung kann alle zwei bis drei Stunden ein Esslöffel eingenommen werden.

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Auch Rettichsirup dient traditionell der Beruhigung der Atemwege. Empfohlen wird eine Dosierung von dreimal täglich je zwei Teelöffeln. Im Kühlschrank gelagert, bleibt der Sirup etwa eine Woche haltbar. Honig selbst kann den Hustenreiz dämpfen.

Eine Übersichtsarbeit mit Metaanalyse untersuchte, inwieweit Honig bei erkälteten Kindern im Vergleich zu klassischen Antitussiva abschneidet, wobei konkrete Ergebnisse der Auswertung offenbleiben. Grundsätzlich darf Honig bei Säuglingen unter einem Jahr wegen gesundheitlicher Risiken nicht angewendet werden.

Inhalation, Wickel und unterstützende Maßnahmen

Neben Sirupzubereitungen spielen Tees und Inhalationen eine wichtige Rolle. Thymiantee oder die Inhalation mit warmem Dampf können bei Husten entlasten. Allerdings sind Thymian-Inhalationen für Säuglinge, kleine Kinder sowie Menschen mit Asthma nicht geeignet.

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Bei Asthma sollte vor der Inhalation ätherischer Öle generell ärztlicher Rat eingeholt werden. Für pflanzliche Präparate mit einer Kombination aus Thymian und Efeu kursieren Angaben über eine um zwei Tage frühere Linderung sowie eine Verringerung nächtlicher Schlafstörungen um 68 Prozent, für die jedoch keine belastbaren Quellen genannt werden.

Gegen Halskratzen kann mehrmals tägliches Gurgeln mit einer Lösung aus einem halben Teelöffel Salz in einem Glas lauwarmem Wasser helfen. Bei Schnupfen wird von einer Nasenspülung mit Salz abgeraten, wenn die Nase vollständig verstopft ist.

Bei Fieber gelten Wadenwickel als Option, die nach 10 bis 15 Minuten abgenommen werden sollten. Diese dürfen jedoch nicht bei Schüttelfrost, Kreislaufproblemen oder ausgeprägtem Krankheitsgefühl angelegt werden. Zur Unterstützung der Atemwege wird zudem eine Raumluftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent sowie das Trinken von Kräutertees empfohlen.

Dauer des Infekts und Grenzen der Selbstbehandlung

Erkältungssymptome klingen erfahrungsgemäß innerhalb von ein bis zwei Wochen ab, während ein Reizhusten bis zu drei Wochen anhalten kann. Wichtig für die Erholung sind Schonung, ausreichend Schlaf und eine Sportpause bis zur vollständigen Genesung.

Medikamentös ist Vorsicht geboten: Schleimlöser und Hustenstiller dürfen nicht gleichzeitig eingenommen werden. Halten die Beschwerden länger als sieben bis zehn Tage an, tritt hohes Fieber auf oder verschlechtert sich der Gesamtzustand, ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich. Hausmittel dienen der Symptomlinderung, ersetzen bei schweren Verläufen jedoch keine medizinische Diagnostik.

Mehr zum Thema bei Merkur: „Hausmittel gegen Husten: Zwiebeltee und Omas beste Tipps“

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