Hummus und Cholesterin: 31 Studien zeigen sinkende Blutfettwerte
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 02:05 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie orientalische Spezialität Hummus gilt zunehmend als ernährungsphysiologisch wertvoller Bestandteil einer präventiven Kost. Wie der Mediziner Dr. Dietrich Grönemeyer in einem Bericht der OVB Heimatzeitungen vom 5. November 2026 darlegte, stelle die traditionelle Paste aus Kichererbsen, Tahini und Olivenöl ein natürliches Kraftpaket gegen Cholesterin, Diabetes, altersbedingten Muskelabbau sowie Darmprobleme dar.
Zahlreiche wissenschaftliche Erhebungen und ernährungsmedizinische Analysen stützen die positiven Effekte der enthaltenen Hülsenfrüchte und Pflanzenfette auf den menschlichen Organismus.
Hülsenfrüchte und ihr Einfluss auf die Blutfettwerte
Ein zentraler Bestandteil von Hummus sind Kichererbsen. Die Wirkung von Hülsenfrüchten auf das Lipidprofil wurde unter anderem in einer im Fachjournal Nutrition Reviews veröffentlichten systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse von 31 randomisierten klinischen Studien untersucht.
Demnach senkte der regelmäßige Konsum nicht-sojabasierter Hülsenfrüchte das Gesamtcholesterin um durchschnittlich 5,159 mg/dl und das LDL-Cholesterin um 3,475 mg/dl.
HDL-Cholesterin und Triglyceride zeigten über alle Studien hinweg keine signifikanten Veränderungen, wenngleich Triglycerid-Senkungen in Subgruppen bei Interventionen unter acht Wochen sowie bei Teilnehmenden mit einem Body-Mass-Index unter 30 festgestellt wurden. Eine universelle Portionsempfehlung leiteten die Autoren daraus nicht ab.
Den präventiven Nutzen unterstrich auch der US-Kardiologe Marshal Runge unter Verweis auf das American Journal of Clinical Nutrition: Personen, die viermal wöchentlich 100 Gramm Hülsenfrüchte verzehrten, wiesen ein um 14 Prozent geringeres Risiko für ischämische Herzkrankheiten auf.
Den Rahmen ernährungsbedingter Cholesterinsenkungen ordnete der Fettstoffwechselexperte Prof. Dr. Ulrich Laufs ein. Eine Umstellung von herkömmlicher Mischkost auf rein vegane Ernährung könne das LDL-Cholesterin im Durchschnitt um maximal bis zu 10 Prozent senken, während bei schwerem metabolischem Syndrom Reduktionen von 20 bis 30 Prozent erreichbar seien.
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Bei einer familiären Hypercholesterinämie könne die Ernährung das Cholesterin hingegen nicht senken. Zudem hätten Stoffe wie Knoblauch, Ingwer, Kleie, Pektin, Curcuma oder Artischocke in Studien keine über den Placeboeffekt hinausgehende Wirkung gezeigt.
Ballaststoffzufuhr und internationale Leitlinien
Neben Proteinen liefern Hülsenfrüchte erhebliche Mengen an Ballaststoffen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine Aufnahme von mindestens 30 Gramm pro Tag.
Laut der Nationalen Verzehrsstudie II erreichen 75 Prozent der Frauen und 68 Prozent der Männer diesen Richtwert jedoch nicht; die durchschnittliche Aufnahme liegt bei 18 Gramm täglich bei Frauen und 19 Gramm bei Männern.
Ein Umbrella-Review mit mehr als 17 Millionen Personen verdeutlichte, dass eine höhere Ballaststoffzufuhr mit einem geringeren Risiko für kardiovaskuläre Mortalität, Divertikelerkrankungen und Pankreaskarzinome einhergeht.
Pflanzenbetonte Konzepte gewinnen auch international an Bedeutung. Eine in Advances in Nutrition erschienene Publikation von Prof. Dr. Karen Della Corte von der Brigham Young University und Prof. Dr. Anette Buyken von der Universität Paderborn führte Empfehlungen aus sieben Ländern und mehr als 250 Fachpublikationen zusammen.
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Die daraus abgeleitete Ernährungspyramide basiert auf drei Kernprinzipien: pflanzliche Lebensmittel als Basis, hochwertige Kohlenhydrate sowie pflanzliche Fett- und Proteinquellen wie Hülsenfrüchte und Nüsse. Berechnungen der EAT-Lancet-Kommission zufolge ließen sich durch eine konsequente pflanzenbetonte Ernährung jährlich rund 15 Millionen vorzeitige Todesfälle vermeiden.
Die Rolle von Fetten und die praktische Zubereitung
Ergänzt werden Kichererbsen im Hummus traditionell durch Sesampaste und Olivenöl. Letzteres besitzt eigenständige präventive Eigenschaften: Eine im Journal of the American College of Cardiology veröffentlichte Langzeitstudie mit rund 92.000 US-Erwachsenen über 28 Jahre zeigte, dass der tägliche Konsum von mehr als 7 Gramm Olivenöl das Risiko für kardiovaskulären Tod um 19 Prozent im Vergleich zu geringem Konsum senkte.
Bestehende Plaques in den Gefäßen könne Olivenöl jedoch nicht auflösen; zudem liefert ein Esslöffel (rund 14 Gramm) laut US-Landwirtschaftsministerium etwa 119 Kilokalorien.
Für die klassische Zubereitung eines Hummus für vier Personen empfahl Tom Franz eine Dose Kichererbsen mit etwa 240 Gramm Abtropfgewicht oder alternativ 125 Gramm getrocknete Kichererbsen. Diese werden mit 60 bis 80 Gramm Tahini, einer kleinen Knoblauchzehe, zwei Esslöffeln Zitronensaft, einem halben Teelöffel Salz sowie circa 50 bis 100 Millilitern kaltem Wasser püriert. Optional kann ein halber Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel hinzugefügt werden.
