Humanoide Roboter: Preiskampf entfacht – Domo ab 2.800 Euro
28.05.2026 - 20:06:47 | boerse-global.deDer Roboter „WORKMATE" hat einen integrierten Drohnenkopf und soll Fabriken entlasten.
Das Linzer Unternehmen IONO Robotics hat heute seinen ersten humanoiden Roboter vorgestellt. Der WORKMATE ist kein gewöhnlicher Maschinenmensch: In seinem Kopf steckt eine Drohne, die eigenständig abheben kann. Entwickelt wurde der Roboter für Industrie, Logistik, Handel und Dienstleistungen. Sein Job: repetitive und körperlich anstrengende Aufgaben übernehmen.
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IONO Robotics treibt bereits Pilotprojekte in Österreich, Deutschland und Italien voran. Der Markt für Industrieroboter wächst rasant – und Europa will hier nicht nur zuschauen.
Internationale Konkurrenz drängt auf den Markt
Der österreichische Vorstoß fällt in eine Woche voller Robotik-Neuheiten. Am 28. Mai 2026 präsentierte das Shenzhener Unternehmen Astribot seinen T1 – einen rollenden Humanoiden. Der Preis: umgerechnet rund 12.000 bis 13.000 Euro. Der T1 ist 1,55 Meter groß, wiegt 66 Kilogramm und kann in Küchen, Laboren oder beim Laden von Elektroautos helfen.
Zeitgleich stellte KEENON Robotics den XMAN-L1 vor. Mit 1,36 Metern Höhe und 42 Freiheitsgraden ist er auf Kundenkontakt spezialisiert. Große Sprachmodelle von Doubao und Tencent machen ihn zum Gesprächspartner und Guide.
In Macao zeigte Matrix Robotics auf der BEYOND Expo den MATRIX-3. Das Unternehmen gibt an, dieses Jahr 5.000 Einheiten ausliefern zu können. Für 2027 plant man eine Produktion von 100.000 Stück.
Der Preiskampf beginnt
Die Branche bewegt sich in Richtung erschwinglicherer Modelle. Das Start-up Rotaku aus San Francisco brachte am Montag den Domo-Humanoiden auf den Markt. Die Entwicklerversion kostet umgerechnet knapp 2.800 Euro. Besonders: Der Roboter lernt durch Zusehen – Programmieren ist nicht nötig.
In Israel verkauft Electra Consumer Products den WANDA-Humanoiden für Haushaltsaufgaben. Der Preis liegt umgerechnet bei etwa 37.000 Euro.
Aus Indien kommen gleich zwei Neuheiten: RoboIndustries begann heute mit der Auslieferung seines R-1-Modells. Rund 31.000 Euro kostet der Roboter, der zunächst in drei Autofabriken in Greater Noida eingesetzt wird. Agni Robotics zeigte gestern den Prototypen Agni Zero für die Auto- und Textilindustrie. Pilotprojekte sind für Ende 2026 geplant.
Autobauer setzen auf Roboter
Die industrielle Nutzung von Humanoiden beschleunigt sich durch Partnerschaften mit großen Herstellern. Das britische Start-up Humanoid startete am Dienstag die Massenproduktion seines HMND 01 – unterstützt von Bosch. Die Tests liefen im März 2026 in Deutschland.
Figure AI demonstrierte am Dienstag, wie seine Roboter über 24 Stunden ununterbrochen Pakete sortieren – ohne menschlichen Eingriff. Eine Woche zuvor schloss das Unternehmen einen Automatisierungsvertrag mit Catalyst Brands.
Hyundai Motor Group plant den Einsatz von 25.000 Atlas-Robotern. Der Rollout beginnt 2028 im Werk im US-Bundesstaat Georgia. Ford setzt bereits Digit-Roboter von Agility Robotics im Logistikzentrum seines Rouge EV Centers ein. Stellantis testet verschiedene Humanoiden-Plattformen in 44 Werken – das Ziel: Massenproduktion bis 2027.
In China kündigte XPeng-CEO He Xiaopeng an, dass die Serienproduktion des eigenen Humanoiden bis Ende 2026 starten soll. In diesem Jahr investiert der Konzern umgerechnet 900 Millionen Euro in KI-Forschung.
Der Markt für humanoide Roboter steht vor einem Sprung. Die Frage ist nicht mehr, ob sie kommen – sondern wie schnell und zu welchem Preis.
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