Humanoide Roboter: BYD, UBTECH, XPENG starten Serienfertigung
06.06.2026 - 03:32:34 | boerse-global.de
BYD, UBTECH und XPENG haben Anfang Juni 2026 konkrete Zeitpläne für die Serienfertigung vorgelegt. Die Entwicklung markiert einen Wendepunkt: Aus experimentellen Prototypen werden kommerzielle Produkte für Industrie, Handel und Haushalt.
BYD setzt auf Eigenentwicklung „Yao-Shun-Yu"
Der Autobauer BYD arbeitet seit 2022 unter dem Codenamen „Yao-Shun-Yu" an humanoiden Robotern. Das bestätigte Konzern-Vizepräsident Li Ke am 5. Juni 2026. Das Projekt ist in der 15. Geschäftseinheit des Unternehmens angesiedelt. Li Ke sieht eine Marktlücke: Internationale Wettbewerber hätten oft starke Software, aber schwache Hardware – viele chinesische Modelle wiederum mangelten an intelligenter Steuerung.
Anzeige: Während BYD, UBTECH und XPENG die Serienfertigung humanoiden Roboter vorantreiben, stehen Industrie-Entscheider vor der Frage: Welche Modelle passen zu meinem Betrieb? Dieser Report liefert Marktanalyse, Einsatz-Checkliste und Kosten-Nutzen-Rechner. Jetzt kostenlosen Report anfordern
BYD will seine Roboter zunächst selbst nutzen. Aktuell testen 150 Prototypen in den firmeneigenen Fabriken. Für 2026 hat sich der Konzern ein internes Produktionsziel von 20.000 Einheiten gesetzt. Eine spezialisierte Roboterfabrik in Xi'an ist für eine Jahreskapazität von 50.000 Stück ausgelegt.
Doch damit nicht genug: BYD plant den Einsatz der Roboter als Verkaufsassistenten in seinen globalen Autohäusern – besonders in Europa. Bei Erfolg sollen die humanoiden Helfer später auch direkt an Endkunden verkauft werden, und zwar über das bestehende Händlernetz.
UBTECH eröffnet Vorbestellungen
Während BYD noch testet, ist UBTECH bereits einen Schritt weiter. Am 5. Juni 2026 startete das Unternehmen die Vorbestellung für seine „Uworld"-Serie – emotionale KI-Humanoide mit Begleitfunktion. Zwei Versionen stehen zur Wahl: ein männliches Modell mit 1,83 Metern und ein weibliches mit 1,68 Metern. Beide verfügen über 88 Freiheitsgrade und Systeme zur Emotionserkennung.
Die Nachfrage ist beachtlich: Innerhalb von drei Tagen gingen über die Plattform JD.com 1.243 Vorbestellungen ein. Der Preis beginnt bei umgerechnet rund 16.000 Euro. Die Auslieferung soll am 15. September 2026 starten.
Parallel dazu präsentierte XPENG auf der CVPR-Konferenz in Denver seinen „Physical-AI"-Ansatz. Der humanoide Roboter „IRON" soll noch Ende 2026 in Serie gehen. Ab dem ersten Quartal 2027 plant XPENG den Einsatz in seinen eigenen Einzelhandelsgeschäften.
Spezialisierte Anwendungen für extreme Umgebungen
Auch andere Hersteller drängen auf den Markt. Deep Robotics demonstrierte am 4. Juni seinen Roboter DR02, der unwegsames Gelände bewältigt und dabei Feuerlöschausrüstung tragen kann. Das Unternehmen strebt einen Börsengang am STAR-Markt an und will umgerechnet rund 320 Millionen Euro einsammeln.
AGIBOT – laut Branchenanalysten 2025 der Volumenführer bei humanoiden Lieferungen – präsentierte auf einem Gipfeltreffen in Peking seine Modelle A2 und A3. Das Unternehmen betont, dass die Technologie nun in sieben konkreten Produktivszenarien zum Einsatz kommt.
Keenon Robotics wiederum setzt auf Pragmatismus. CEO Li Tong stellte am 25. Mai 2026 den „Xman-L1" vor und betonte: Funktion geht vor Form. Das Unternehmen kombiniert spezialisierte Roboter für Effizienz mit humanoiden Generalisten für Flexibilität.
Anzeige: Der Fachkräftemangel in Produktion und Logistik verschärft sich – humanoide Roboter könnten die Lösung sein. Doch welche Modelle sind serienreif und rechnen sich? Unser Report analysiert BYD, UBTECH, XPENG und Co. mit konkreten Kosten-Nutzen-Daten. Report jetzt anfordern
Unitree und Nvidia schmieden Allianz
Unitree Robotics erreichte am 1. Juni 2026 einen Meilenstein: Der Börsenprüfungsausschuss für den STAR-Markt gab grünes Licht. Der Robotik-Spezialist will umgerechnet rund 540 Millionen Euro einsammeln. Das Wachstum ist rasant: Der Umsatz stieg von umgerechnet rund 20 Millionen Euro im Jahr 2023 auf rund 220 Millionen Euro im Jahr 2025.
Am selben Tag präsentierten Unitree und Nvidia das Referenzdesign „H2 Plus". Es kombiniert Nvidias Jetson-Thor-Plattform mit der Isaac-GR00T-Software. Marktstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Nvidia-CEO Jensen Huang bestätigte die Partnerschaft persönlich. Ziel ist ein standardisiertes Hochleistungs-Humanoid-Design. Bislang erwirtschaftet Unitree seine Erlöse vor allem im Forschungs- und Bildungssektor – doch mit den neuen Vision-Language-Action-Modellen will das Unternehmen sein kommerzielles Spektrum erweitern.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
