Hugh Jackman über Selbstzweifel: Erfolg lässt die Unsicherheit nicht verschwinden
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 01:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der Unterhaltungsindustrie wird der öffentliche Diskurs über mentale Gesundheit zunehmend von prominenten Akteuren geprägt. Aktuelle Berichte und Interviews geben Einblick in die psychischen Herausforderungen namhafter Persönlichkeiten aus Film, Sport und Musik. Dabei zeigt sich, dass beruflicher Erfolg und öffentliche Anerkennung oft nicht mit innerer Stabilität einhergehen.
Hugh Jackman über die Beständigkeit von Unsicherheit
Der Schauspieler Hugh Jackman thematisierte in einem Interview mit teleschau Ende September 2026 seine persönlichen Erfahrungen mit Selbstzweifeln. Diese seien laut Jackman weitaus präsenter, als Außenstehende vermuten würden. Er betonte dabei, dass der berufliche Erfolg diese Gefühle nicht zum Verschwinden bringe. Besonders deutlich werde dies in seiner Arbeit: Während er sich beim Singen auf der Bühne frei fühle, empfinde er im Aufnahmestudio Unsicherheit.
Anlass für diese Äußerungen war der Kinostart der Produktion „Song Sung Blue“, in der Jackman zusammen mit Kate Hudson das Neil-Diamond-Tribute-Duo „Lightning & Thunder“ darstellt und selbst singt.
In diesem Zusammenhang blickte er auch auf seine Anfänge zurück. Für seine Rolle als Wolverine, die er in insgesamt 10 Filmen verkörperte, habe er zu Beginn Wölfe studiert, da er die Figur fälschlicherweise für ein fabelartiges Wolfswesen hielt.
Erst am Set sei er darüber aufgeklärt worden, dass ein Vielfraß (Wolverine) ein tatsächlich existierendes Tier sei. Der kommerzielle Höhepunkt dieser Rollenbiografie markierte zuletzt die Produktion „Deadpool & Wolverine“ im Jahr 2024, die als Milliarden-Erfolg gilt.
Körperliche und psychische Folgen im Action-Genre
Auch Sylvester Stallone gibt in seiner in Deutschland veröffentlichten Autobiografie „The Steps“ Einblicke in traumatische Erlebnisse und eine schwierige Kindheit.
Stallone, der 1974 mittellos nach Hollywood zog, um mit „Rocky“ seinen Durchbruch zu feiern, berichtete von den massiven körperlichen Folgen seiner Karriere. Der Film „Rocky“ gewann 1977 zwar den Oscar als bester Film, Stallone selbst ging bei den Nominierungen für das Drehbuch und die Hauptrolle jedoch leer aus.
In späteren Jahren litt der Schauspieler unter Panikattacken, die im Alter von 36 Jahren begannen. Seine Karriere forderte zudem einen hohen physischen Tribut: Stallone musste sich neun Rückenoperationen, zwei Schulteroperationen und mehreren Eingriffen an der Halswirbelsäule unterziehen. Während der Dreharbeiten zu „Rocky III“ sank sein Körperfettanteil auf 2,6 Prozent; rückblickend gab er an, in dieser Zeit an Bulimie gelitten zu haben.
Hugh Jackman sagt offen, dass Selbstzweifel nicht mit dem Erfolg verschwinden — im Aufnahmestudio fühlt er sich unsicher, auf der Bühne frei. Wer ständig Leistung bringt, kennt diesen Zwiespalt. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen einen Selbsttest für innere Stabilität und fünf Übungen, die Sie ohne große Pausen in den Alltag einbauen. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern
Druck im Leistungssport und in den sozialen Medien
Die Problematik psychischer Instabilität zieht sich über verschiedene Branchen. Der ehemalige Biathlet Michael Rösch, der 2006 mit 22 Jahren Staffel-Olympiagold in Turin gewann, berichtete Ende September 2026 von Depressionen und einem Suizidversuch.
Rösch, der später für Belgien startete und 2019 seine Karriere beendete, führte die Erkrankung auf sportliche Rückschläge und finanzielle Probleme zurück. Er arbeitet seit der Saison 2021/22 als Experte für Eurosport, betonte jedoch, dass er weiterhin therapeutische Unterstützung benötige.
Im Bereich der sozialen Medien warnte die Fitness-Influencerin Sophia Thiel vor dem Zusammenhang zwischen öffentlicher Bewertung und dem Verlust des Selbstwertgefühls. Die 31-Jährige, die über ein Jahrzehnt mehr als eine Million Follower aufbaute, litt unter Essstörungen und psychischen Problemen.
Auch Gina-Lisa Lohfink äußerte anlässlich ihres 40. Geburtstags Bedauern über ihren Bekanntheitsgrad seit 2008 und beschrieb den öffentlichen Druck als massive Belastung für ein normales Leben.
Kritik an Schönheitsnormen und Medieneinflüssen
Namhafte Persönlichkeiten wie Iris Berben und Heidi Klum reflektierten Ende September 2026 öffentlich den Umgang mit dem Älterwerden. Während die 76-jährige Berben eine „Uniformierung“ der Gesichter durch Schönheitsdruck und Algorithmen kritisierte, betonte Klum nach über 30 Jahren im Modelgeschäft die Wichtigkeit der eigenen Wahrnehmung gegenüber externen Erwartungen.
Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für den Schutz der nächsten Generation. Drew Barrymore erklärte in ihrer Talkshow, ihre Töchter vorerst von der Öffentlichkeit fernzuhalten.
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Barrymore, die selbst bereits mit elf Monaten vor der Kamera stand und mit sieben Jahren durch „E.T.“ weltberühmt wurde, möchte mit einer professionellen Karriere ihrer Kinder warten, bis diese ein höheres Alter als 13 oder 14 Jahre erreicht haben.
Auch Fearne Cotton und Miquita Oliver thematisierten in einem gemeinsamen Gespräch die Rolle medialer Berichterstattung bei der Entstehung von Konflikten und Selbstzweifeln, die ihre Beziehung seit dem Jahr 2005 belastet hatten.
