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Huawei WATCH D3: Blutdruckmessung rund um die Uhr startet für 449,99 Euro

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 13:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Huawei bringt die medizinisch zertifizierte WATCH D3 in zwei Märkte und erweitert internationale Angebote für weitere Wearables.

Huawei WATCH D3 startet in China und Italien mit Blutdruckmessung
Ein minimalistischer, heller medizinischer Untersuchungsraum mit einem sauberen Untersuchungstisch und natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Der Technologiekonzern Huawei baut seine Position im Markt für gesundheitsorientierte Wearables weiter aus. Mit dem Verkaufsstart der WATCH D3 in China und Italien setzt das Unternehmen verstärkt auf medizinisch zertifizierte Hardware zur Überwachung von Vitaldaten. Parallel dazu rücken neue Analysefunktionen für die WATCH GT 7 Serie und die WATCH Ultimate 2 in den Fokus der internationalen Markteinführungen.

Am 29. September 2026 startete der Verkauf der Huawei WATCH D3 auf dem italienischen Markt zu einem Listenpreis von 449,99 Euro. Zeitgleich ging das Modell in China in den Handel, wobei der Preis dort bei 2.988 Yuan liegt, nach staatlichen Zuschüssen reduziert auf bis zu 2.540 Yuan. Die Smartwatch ist sowohl bei der chinesischen NMPA als Medizinprodukt der Klasse II registriert als auch nach der europäischen CE-MDR-Richtlinie zertifiziert.

Technologische Weiterentwicklung der Blutdruckmessung

Im Vergleich zum Vorgängermodell D2 weist die WATCH D3 deutliche Hardware-Optimierungen auf. Das Gehäuse ist mit 11,3 mm etwa 15 Prozent dünner als die 13,3 mm der Vorgängergeneration.

Das Gewicht des Gehäuses liegt bei 40 Gramm, während das Gesamtgewicht je nach gewähltem Armband circa 75 Gramm beträgt. Das 1,92 Zoll große AMOLED-Display bietet eine Auflösung von 480 × 408 Pixeln und erreicht eine Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits, was einer Verdopplung gegenüber dem Vorgängermodell entspricht.

Das Kernmerkmal der WATCH D3 ist das integrierte 24-Stunden-Blutdruckmonitoring. Dieses kombiniert mechanische Messungen mittels Mikropumpen und Manschetten – viermal tagsüber und dreimal nachts – mit einem dazwischenliegenden Trendtracking über PPG-Sensoren. Huawei gibt an, dass mindestens 70 Prozent der Messungen erfolgreich verlaufen müssen, um eine valide Datenbasis zu schaffen.

Ein sogenannter Mikrocheck erstellt zudem innerhalb von rund 60 Sekunden einen Bericht über 17 verschiedene Gesundheitsindikatoren. Für Nutzer in großen Höhen oder bei starken Temperaturschwankungen bietet das Gerät spezifische Erinnerungsfunktionen für Blutdruckkontrollen an.

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Erweiterung der GT-Serie und medizinische Studien

Flankierend zur WATCH D3 führt Huawei die WATCH GT 7 Serie in weiteren internationalen Märkten ein. In Thailand übernimmt der Distributor SYNNEX den landesweiten Vertrieb, wobei die GT 7 Pro zu einem Aktionspreis von 9.990 Baht statt regulär 11.990 Baht angeboten wird. In Saudi-Arabien startete die Vorbestellung der Serie ab 999 SAR, während für Europa Einstiegspreise ab etwa 299 Euro genannt werden.

Die GT 7 Pro verfügt über eine CE- und MDA-zertifizierte EKG-Funktion und unterstützt verschiedene Langzeitstudien. Dazu gehört eine Diabetes-Risikostudie unter Leitung der Universiti Malaya, die auf der Analyse von PPG-Pulswellensignalen über einen Zeitraum von 3 bis 14 Tagen basiert.

Huawei betont jedoch, dass diese Funktionen dem Screening dienen und keine ärztliche Diagnose ersetzen. Auch bei der WATCH D3 zeigen erste Einzelvergleiche mit Oberarm-Messgeräten zwar ähnliche Werte, ersetzen laut Fachorganisationen wie der AHA jedoch keine klinisch validierten Heimkontrollen mit herkömmlichen Geräten.

Marktumfeld und strategische Ausrichtung

Die Markteinführungen erfolgen in einem herausfordernden globalen Umfeld. Laut Daten des Marktforschers IDC sanken die weltweiten Wearable-Auslieferungen im zweiten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 4,3 Prozent auf 48,01 Millionen Geräte. Huawei konnte sich in diesem Segment behaupten und erreichte im ersten Halbjahr 2026 einen Anteil von über 20 Prozent an den weltweiten Auslieferungen von Handgelenkgeräten.

Besonders im chinesischen Heimatmarkt sieht das Unternehmen großes Potenzial: IDC-Daten zufolge lag die Bluthochdruckprävalenz in der erwachsenen Bevölkerung dort im ersten Halbjahr 2026 bei 31,6 Prozent, was rund 245 Millionen Betroffene bedeutet. Consumer-Chef Yu Chengdong bestätigte zudem, dass Huawei seit etwa vier Jahren an einer Lösung zur Blutzuckermessung arbeitet, wobei Details zu Messmethode und Markteinführung noch nicht bekannt sind.

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Besonders im chinesischen Heimatmarkt sieht das Unternehmen großes Potenzial: IDC-Daten zufolge lag die Bluthochdruckprävalenz in der erwachsenen Bevölkerung dort im ersten Halbjahr 2026 bei 31,6 Prozent, was rund 245 Millionen Betroffene bedeutet. Consumer-Chef Yu Chengdong bestätigte zudem, dass Huawei seit etwa vier Jahren an einer Lösung zur Blutzuckermessung arbeitet, wobei Details zu Messmethode und Markteinführung noch nicht bekannt sind.

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